Menü

04.11.2022 | 05:45

Krieg um Rohstoffe - Manuka Resources, Porsche AG, Rio Tinto, Turquoise Hill Aktie

  • Manuka Resources
  • Porsche
  • Rio Tinto
  • Turquoise Hill
Bildquelle: pixabay.com

Seit Jahrhunderten geht es in den meisten Kriegen um die Vorherrschaft über Rohstoffe und die Sicherung von Einflussbereichen. Unter fadenscheinigen Begründungen des jeweiligen Propagandaapparates wird die Gegenpartei dämonisiert und als „das Böse“ und die eigene Seite heroisiert und als „das Gute“ dargestellt. Doch mit dem Wissen um die Rohstofflagerstätten eines jeden Landes kann der Kern eines Konfliktes meist schnell gefunden werden. Besser ist es daher, über die Börse an der Rohstoffproduktion beteiligt zu sein und diese friedlich auszubeuten, statt über Krieg seine Macht zu demonstrieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Sven Ferber
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , PORSCHE AG | DE000PAG9113 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757 , TURQUOISE HILL RES | CA9004352071


 

Vanadium + Übernahme bei Manuka Resources

Das australische Explorerunternehmen Manuka Resources (WKN: A2QAZR ISIN: AU0000090292 Ticker-Symbol: 6M0A) ist seit Mitte 2019 Eigentümer der einstigen Goldmine Mt. Boppy. Seit Frühling 2020 richtet Manuka Resources die Mine wieder her und löst das vorhandene Golderz aus dem Gestein heraus. Das ausgewiesene Goldvorkommen umfasst ca. 281.000 Tonnen Gestein mit einem Goldgehalt von bis zu 4,95 g/t. Insgesamt dürften daher knapp 45.000 Unzen Gold dort noch aus der Mine zu gewinnen sein. Doch zum August 2022 gab das Unternehmen eine Übernahmeabsicht bekannt. Das Unternehmen hatte die Absicht, das Unternehmen Trans-Tasman Resources (TTR) zu übernehmen. Die Hauptversammlung der TTR-Aktionäre diese Woche stimmte der Übernahme zu. Im Gegenzug erhalten die TTR-Aktionäre Manuka Aktien im Wert von ca. 14 Mio. EUR.

Die Übernahme ist sehr interessant, katapultiert sie das Unternehmen in einem unbeachteten Rohstoff weit nach vorne. Die neue Tochtergesellschaft TTR ist im Besitz von South Taranki Boght (STB). Das ist eine Abbaugenehmigung vor der Westküste Neuseelands, um ca. 5 Mio. Tonnen vanadiumhaltiges Eisenerzgestein zu gewinnen. Vanadium ist neben den stahlhärtenden Eigenschaften auch wesentlich für eine bessere Energiespeicherung und längere Lebensdauer von Batterien. Über 20 Jahre Minenlaufzeit kann dort Vanadium abgebaut werden und damit steigt Manuka Resources zu einem zukünftig sehr interessanten Rohstoffunternehmen auf.

Rio Tinto hält nun 51% von Turquoise Hill

Rio Tinto berichtete kürzlich, dass sie nun über 102 Mio. Aktien an Turquoise Hill aufgekauft hat und damit mehr als 51% der Stimmrechte besitzt. Insgesamt will Rio Tinto über 3,3. Mrd. USD für die Übernahme ausgeben, doch bisher hängt noch vieles an der Zustimmung von zwei Großaktionären von Turquoise Hill. Pro Aktie will Rio Tinto 34,40 CAD je Aktie von Turquoise Hill zahlen, obwohl der Börsenpreis bei 42,40 CAD liegt. Rio Tinto investiert seinen hohen Cashflow gut und erhält dafür den Zugriff auf das mongolische Oyu Tolgoi Projekt und wird damit Eigentümer der viertgrößten Kupfermine der Welt.

Für Rio Tinto laufen die Geschäfte aufgrund der hohen Rohstoffpreise sehr gut. CEO Jakob Stausholm sagte dazu zuletzt: „Jede unserer vier Produktgruppen war hoch profitabel, erzielte ein signifikantes EBITDA-Wachstum und eine zweistellige Rendite auf das eingesetzte Kapital und lieferte einen starken freien Cashflow .... Aber wir haben auch von einem erhöhten Beitrag der anderen drei Produktgruppen profitiert, nicht zuletzt von Aluminium, das in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 eine Kapitalrendite von 20 % erzielte .... Ein Highlight für mich ist der Vergleich der Basisergebnisse mit unserer Leistung während einer ähnlichen Periode starker Nachfrage und hoher Rohstoffpreise vor zehn Jahren.“

Erste Zweifel an Porsche AG

Die Aktie der Porsche AG konnte seit dem Börsengang von 81 EUR auf 99,50 EUR ansteigen, wobei die Aktie in den letzten vier Handelstagen nach dem Überspringen der 100 EUR unter Abgabedruck gekommen ist. Seit dem IPO ist das ein Anstieg von 22,8% innerhalb eines Monats. Ob dieser Anstieg nun gerechtfertigt ist, da kommen zumindest bei der kanadischen Investmentbank RBC Zweifel auf. Aus deren Sicht ist das Papier schon zu weit gelaufen. Der Analyst Tom Narayan geht zwar davon aus, dass der Sportwagenbauer seine Ziele im vierten Quartal übertreffen dürfte. Dennoch ist die Aktie aus seiner Sicht bei 90 EUR im Moment fair bewertet.

Positiver ist das die UBS gestimmt. Dort gibt der Analyst Patrick Hummel ein Kursziel von 105 EUR aus. Durch die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte sinkt für Porsche die Fertigungstiefe. Zudem senken die Massenproduktion wie auch die innovativen Produktionstechniken die Kosten, so dass die Margen weiter ansteigen sollten. Bis 2025 will die Porsche AG bis zu 45% seiner Verkäufe mit Elektroautos erzielen. Bei einem Umsatz in 2022 von ca. 39 Mrd. EUR und einem Gewinn von 6 Mrd. EUR ist die Aktie derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 bewertet.


Die Rohstoffmärkte dürften für viele Investoren ein besserer Hafen als die Staatspapiere so vieler westeuropäischer Staaten sein. Wer hier eine gesunde Mischung von Substanz und Chance aufbauen kann, dürfte in den kommenden Jahren von dem hohen Cashflow der Branchen und den kommenden Übernahmen profitieren.


Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Die Ita Joka S. A. behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Ita Joka S. A. sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Rohstoffunternehmen in Lauerstellung – BHP, Rio Tinto, Zefiro Methane

Rohstoffunternehmen in Lauerstellung – BHP, Rio Tinto, Zefiro Methane

Kommentar vom 04.08.2026 | 05:45

Megatrends wie die Energiewende und der Ausbau von KI-Rechenzentren dominieren nach wie vor das Börsengeschehen. Dieser Wandel erfordert massive Investitionen in kritische Rohstoffe und den Aufbau von Infrastruktur. Der folgende Bericht analysiert drei profitversprechende Unternehmen, die genau an diesen strukturellen Engpässen ansetzen. Ob als globaler Basisversorger für essenzielle Metalle mit ordentlicher Dividende oder als spezialisierter Problemlöser beim Sanieren alter und dem Bau neuer Energienetze – diese Aktien bieten Anlegern strategische Einstiegschancen in stark wachsende Milliardenmärkte. Lesen Sie jetzt, welche Werte langfristiges Potenzial versprechen.

Zum Kommentar


US-Uranunabhängigkeit im Fokus, T-Mobile US unter Druck, Volkswagen reduziert Prognose - American Atomics, Deutsche Telekom, Porsche

US-Uranunabhängigkeit im Fokus, T-Mobile US unter Druck, Volkswagen reduziert Prognose - American Atomics, Deutsche Telekom, Porsche

Kommentar vom 29.07.2026 | 05:45

Der Iran-Krieg und die mögliche Ausweitung auf weitere Nachbarländer bleiben trotz vorläufiger Bombardierungspause der USA im Blickwinkel der Anleger. Daher analysiert dieser Bericht aktuelle Entwicklungen von Unternehmen aus verschiedenen Sektoren, die derzeit im Fokus der Investoren stehen. Ob strategische Neuausrichtungen zur Sicherung kritischer Rohstoffe, turbulente Kursreaktionen bei Telekommunikationsgiganten nach der Berichtssaison oder die Margen-Herausforderungen europäischer Autobauer im asiatischen Markt – die jüngsten Marktdaten bieten genügend Reibungspotenzial. Erfahren Sie, welche fundamentalen Kennzahlen und Trends für Anleger nun entscheidend sind.

Zum Kommentar


Preisanstiege zur Gewinnmaximierung nutzen – DRC Gold, ENI, Rio Tinto

Preisanstiege zur Gewinnmaximierung nutzen – DRC Gold, ENI, Rio Tinto

Kommentar vom 12.03.2026 | 05:45

Der Preisanstieg an den deutschen Zapfsäulen im Zuge des Irankrieges ist auch an der deutschen Politik nicht spurlos vorbeigegangen. Statt den verursachenden Angriffskrieg seitens Israel und den USA zu verurteilen oder aber die ca. 58 % Steuerlast auf Benzin und Diesel zu reduzieren, soll durch eine mögliche Gesetzesänderung die Preiserhöhung an deutschen Tankstellen nur noch einmal täglich erlaubt werden. Damit wird das eigentliche Problem seitens der Politik nur kosmetisch bearbeitet, wie so oft aber nicht behoben. Unabhängig davon kommen die Rohstoffproduzenten durch ein wachsendes Angebotsdefizit zunehmend in die Preissetzungsmacht und nutzen dies bereits unterschiedlich stark. Daher lohnt ein Blick auf folgende Rohstoffunternehmen:

Zum Kommentar