08.05.2026 | 05:45
Kurssprünge und Erweiterungspotenzial - Antimony Resources, Continental AG, MTU Aero Engines
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Der Deutsche Aktienindex DAX präsentierte sich in dieser Woche wieder in besserer Verfassung und legte seit Montag Abend bis dato um 2,5 % auf 24.660 Punkte zu. Damit konnte der deutsche Leitindex seinen schwachen Wochenstart nach oben korrigieren und zu den vorlaufenden US-Börsen wieder aufschließen. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Technologie- und Industriesektor und die Anleger setzen damit klar auf eine Entspannung im Iran und preisen eine Befriedung des dortigen Krieges und die Öffnung der Straße von Hormus ein. Was ebenfalls zählt, lesen Sie hier:
Lesezeit: ca.
4 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA0369271014 , DE0005439004 , DE000A0D9PT0
Antimony Resources mit signifikantem Erweiterungspotenzial
Das Explorationsunternehmen Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: ATMY) liefert erneut erstklassige Nachrichten aus Kanada. Ende April 2026 meldete das Unternehmen hochgradige Ergebnisse aus über 550 Bodenproben. Diese wurden im Konzessionsblock „Second Run“, der sich ca. 3 km südlich der Hauptlagerstätte Bald Hill in New Brunswick befindet, entnommen. Die dortigen Anomalien im Gestein erreichen Werte von über 450 ppm Antimon und damit das bis zu 40-Fachen des „normalen“ Hintergrundgehalts. Besonders interessant dürfte sein, dass die Mineralisierung ausschließlich antimonführend ist. Aus geologischer Sicht deutet dieser Fund darauf hin, dass es sich dabei um ein eigenständiges neues Antimonvorkommen handelt und somit das bisherige Projektgebiet deutlich größer sein dürfte als bislang angenommen.
Das Bald Hill-Projekt gilt bereits heute als eine der hochgradigsten Antimonlagerstätten in ganz Nordamerika. Die bisher durchgeführten Bohrergebnisse verweisen dort auf durchschnittliche Antimongehalte von 3 – 4 %, worunter sich aber auch Abschnitte mit Spitzenwerten von bis zu 30 % befinden. Derzeit läuft nach einem erfolgreichen 8.000 m Bohrprogramm in 2025 nun ein 10.000 m Bohrprogramm. Die ersten 5.000 Bohrmeter sind bereits abgeschlossen und die Ergebnisse bestätigen nicht nur die geologischen Erwartungen, sondern überraschen auch positiv, wie der Konzessionsblock „Second Run“ zuletzt gezeigt hat.
Rückenwind für wieder steigende Aktienkurse liefert auch der Marktpreis für Antimon. Der Antimonpreis kletterte infolge chinesischer Exportbeschränkungen auf zuletzt über 49.000 USD je Tonne, verglichen mit rund 14.500 USD noch Anfang 2024. Als nächster möglicher Kurstreiber der Aktie, gilt die in Kürze erwartete Mineralressourcenschätzung (MRE) nach NI-43-101-Standard durch die renommierten SRK Consultants aus Toronto. Das Researchhaus GBC AG bewertet die Aktie jedenfalls als Kauf – mit einem Kursziel von 3,00 CAD. Bei dem aktuellen Kursniveau von 0,90 CAD, würde das einem Aufwärtspotenzial in den nächsten 12 Monaten von 233 % entsprechen.
Continental AG Aktie springt 13 % nach oben
Die Continental AG (WKN: 543900 | ISIN: DE0005439004 | Ticker: CON) gehörte diese Woche zu den stärkeren Werten am deutschen Aktienmarkt. Nach der Veröffentlichung guter Q1 Zahlen stieg die Aktie seit Mittwoch um 13 % und sprang damit wieder über wichtige technische Durchschnittslinien. Der Kurs notiert nun oberhalb des 20-, 100- und 200-Tage-Durchschnitts und auch das vorherige Hoch von Mitte April konnte bereits übertroffen werden. Das Chartbild hat sich damit deutlich aufgehellt, nun bleibt die Frage, ob die Aktie auch das Jahreshoch bei 75,36 EUR noch übertreffen kann.
An der Börse liegt die Marktkapitalisierung aktuell bei etwa 13,6 Mrd. EUR und auf Jahressicht liegt sie bereits über 28 % im Plus. Trotzdem ist klar, dass die Aktie von den alten Höchstständen noch weit entfernt ist. Im Jahr 2018 notierte die Aktie zeitweise bei über 174 EUR und der Weg zurück zu alten Höhen würde einen Anstieg von 147 % bedingen. Auszuschließen sind neue Höchststände aber nicht, denn neben der charttechnischen Trendwende fallen auch die Q1 Zahlen positiv auf.
Zwar lag der Umsatz im ersten Quartal 2026 bei nur 4,396 Mrd. EUR nach 4,905 Mrd. EUR im Vorjahresquartal, aber interessant ist, dass die Profitabilität verbessert wurde. Das bereinigte EBIT stieg von 492 Mio. EUR auf 522 Mio. EUR, die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 10,7 % auf 11,9 %. Trotz niedrigerem Umsatz holt Continental mehr Ertrag aus dem Geschäft. Entsprechend fällt auch das Konzernergebnis deutlich besser aus. Das den Aktionären zurechenbare Nettoergebnis lag bei 200 Mio. EUR nach nur 68 Mio. EUR im Q1 2025. Auch der bereinigte freie Cashflow war mit 35 Mio. EUR wieder positiv, nachdem er im Vorjahresquartal noch bei minus 216 Mio. EUR lag. Insgesamt sieht die Continental AG operativ wieder stabiler aus als noch vor einem Jahr und das honoriert die Börse mit steigender Nachfrage nach den Aktien der Hannoveraner.
MTU Aero Engines mit starken Q. 1 Zahlen
Die Aktie der MTU Aero Engines AG (WKN: A0D9PT | ISIN: DE000A0D9PT0 | Ticker: MTX) ist am Mittwoch um mehr als 10 % gestiegen; der Grund waren ebenfalls starke Q. 1 Zahlen. Das Unternehmen ist vor allem in der Herstellung, Entwicklung und Instandhaltung von Triebwerken für die zivile und militärische Luftfahrt aktiv und weist nach dem Kursanstieg eine Marktkapitalisierung von knapp 17 Mrd. EUR aus.
MTU steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2026 um 7 % von 2,1 Mrd. EUR auf 2,2 Mrd. EUR. Das EBIT stieg um 6 % auf 320 Mio. EUR, während das Nettoergebnis um 3 % auf 229 Mio. EUR zulegte. Auch der freie Cashflow verbesserte sich deutlich um 18 % von 150 Mio. EUR auf 177 Mio. EUR. Damit zeigt MTU, dass das Unternehmen trotz geopolitischer Unsicherheiten und Währungseffekten operativ weiter wächst. Die Jahresprognose wurde bestätigt: Für 2026 erwartet MTU einen Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Mrd. EUR sowie ein EBIT zwischen 1,35 und 1,45 Mrd. EUR. Besonders auffällig und stark war im ersten Quartal das Militärgeschäft, bei dem der Umsatz um 25 % auf 142 Mio. EUR stieg. Das kommerzielle Wartungsgeschäft wuchs ebenfalls um 8 % auf 1,6 Mrd. EUR. Der Auftragsbestand lag Ende März 2026 bei 31,6 Mrd. EUR und damit 7 % höher als noch Ende 2025.
Dennoch bleibt das technische Bild trotz des Kurssprungs gemischt. Seit Jahresanfang liegt die Aktie weiterhin rund 11 % im Minus. Positiv ist aber, dass die Aktie des deutschen Triebwerksherstellers nach den Q. 1 Zahlen wieder über den 20-Tages-Durchschnitt gestiegen ist. Dennoch befindet sich der Kurs seit Februar 2026 noch in einem Abwärtstrend und notiert weiterhin unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, wie dem 100er- und 200er-SMA.

Fazit
Antimony Resources ist mit seinem bereits bestehenden Antimonvorkommen ein interessantes Investment, um indirekt vom steigenden Antimonpreis profitieren zu können. Der Reifenkonzern Continental konnte seine Profitabilität trotz gesunkener Umsätze steigern und das erfreut die Aktionäre. Auch bei MTU Aero Engines läuft es rund und die Auftragsbücher sind sehr gut gefüllt.