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27.03.2026 | 05:45

Kleiner Explorer, großer Hebel auf Antimon - Antimony Resources: Auf den Spuren von Almonty Industries?

  • Antimony Resources
  • Almonty Industries
Bildquelle: pixabay.com

Wie schnell der Krieg gegen den Iran auch in Europa und Deutschland angekommen ist, kann nicht nur an den Zapfsäulen der Tankstellen, sondern auch seit dieser Woche bei der Versorgung der Industrie und Krankenhäuser mit Heliumgas gesehen werden. Doch die Versorgung mit Rohstoffen ist für jede entwickelte Nation wichtig und der Ausfall selbst vermeintlich unbekannter Metalle wie Antimon hätte gravierende Folgen. Noch wenig beachtet, besitzt Antimon wie Helium eine hohe wirtschaftliche wie auch geopolitische Relevanz. So wird Antimon zur Härtung von Bleiplatten in Energiespeichern benötigt, aber auch in der Rüstungsindustrie ist es ein zentraler Munitionsbestandteil. Ebenso wird Antimon in der Halbleiterindustrie und als optoelektronisches Bauelement genauso in Form von Antimontrioxid als Flammschutzmittel eingesetzt. Welches Unternehmen profitiert direkt?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0369271014 , CA0203987072


 

Der Antimonhebel

Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: ATMY) ist eine Small-Cap-Explorer-Aktie, die auf Antimon setzt und gerade deshalb interessant ist. Das Unternehmen legt den Fokus auf ein Projekt mit großen Antimonvorkommen: Bald Hill in New Brunswick, Kanada. Dort läuft aktuell ein 10.000-Meter-Bohrprogramm, das nicht nur neue Schlagzeilen liefert, sondern auch die Grundlage für eine verbesserte Ressourcenschätzung schaffen wird. Dafür wurden Mitte März 2026 die Spezialisten von SRK Consultants angeheuert, welche den Prozess der Mineralressourceneinschätzung (MRE) begleiten werden. Dieser MRE-Prozess ist wichtig, um das Vorkommen besser einschätzen und um daraus die Wirtschaftlichkeit des Projektumfangs genauer eingrenzen zu können.

Warum bekommt so ein vergleichsweise kleines Explorationsunternehmen überhaupt immer mehr Aufmerksamkeit? Der Grund ist der Rohstoff selbst. Antimon galt lange als Nischenmetall, ist aber in den letzten zwanzig Jahren deutlich wichtiger geworden. Es wird unter anderem in Flammschutzmitteln, Legierungen, bestimmten Industrieanwendungen, für die Verteidigung und Hightech genutzt. Antimon wird daher zunehmend als geopolitisch wichtig wahrgenommen, denn besonders im Hightech-Bereich gehört Antimon zu einem der Schlüsselelemente.

Antimonmarkt mit massiven Preissteigerungen

Der zweite große Punkt ist das Angebot selbst. Der Antimonmarkt ist klein und stark konzentriert und China spielt hier eine zentrale Rolle. Reuters berichtete, dass China seit Oktober 2024 keine Antimon-Lieferungen mehr in die EU verschifft hat. Gleichzeitig stiegen die Preise für bestimmtes Antimonmaterial in Europa im Jahresvergleich um mehr als 300 %. Genau solche Entwicklungen machen Projekte in Kanada, Australien oder den USA plötzlich interessanter. Es geht vor allem darum, ob westliche Länder zeitnah genügend alternative Quellen finden können oder nicht.

Investment-Case Antimony Resources

Genau das macht Antimony Resources sehr interessant. Bald Hill liegt in Kanada und damit in einer politisch stabilen Jurisdiktion. Das allein macht ein Projekt noch nicht wertvoll, aber es verbessert die Wahrnehmung bei den Investoren, wenn der Markt gleichzeitig nervös auf chinesische Exportkontrollen schaut. Der Investment-Case ist daher relativ klar: Wenn Antimon strategisch knapp bleibt oder noch weiter verknappt wird und Bald Hill eine überzeugende Menge liefern kann, könnte der Markt die Firma deutlich höher bewerten, als dieser es heute noch tut.

Positiv ist, dass laut Unternehmensangaben die Bohrabstände im laufenden Bohrprogramm auf ungefähr 50 Meter verdichtet werden, damit die Kontinuität der Mineralisierung für die erste Ressourcenschätzung noch klarer belegt werden kann. Dies wird derzeit auf dem Projektgebiet mit drei Bohrgeräten durchgeführt. Das zeigt, dass die Firma den nächsten Schritt gehen will und das mit Tempo, denn drei Bohrgeräte sind für Unternehmen dieser Größenordnung eher unüblich. Für das Explorationsunternehmen ist das genau die Phase, in der aus einer Entdeckung ein konkreteres geologisches Modell werden kann.

Auch wenn Antimony Resources noch kein Produzent ist und somit auch noch kein Geld aus einem laufenden Minenbetrieb verdient, so gibt es derzeit kein bekanntes anderes Projekt oder Abbaugebiet mit so hochgradigen Antimonvorkommen wie Bald Hill. Bisher sind auf dem ca. 1.100 ha großen Areal von Bald Hill nach dem letzten NI 43-101 Gutachten mind. 2,7 Mio. Tonnen antimonhaltiges Gestein vorhanden. Bei einer Konzentration von ca. 3 % bis 4 % Antimon entspricht das rein rechnerisch ca. 81.000 t bis 108.000 t Antimon. Teilweise waren unter den letzten Bohrlöchern sogar Abschnitte von sagenhaften 14,91 % nachgewiesen worden.

Zusammenfassung

Antimony Resources ist sicherlich nichts für konservative Anleger, aber eine klare Positionierung auf einen gleichbleibenden oder weiter steigenden Antimonpreis sowie darauf, dass das laufende Bohrprogramm sowie die anschließende MRE durch die Spezialisten von SRK Consultants das bisherige NI 43-101 Gutachten nicht nur bestätigen, sondern sogar noch erweitern wird. Gerade die klare Fokussierung auf einen Rohstoff oder anfänglich auf ein Produkt hat in der Vergangenheit schon viele milliardenschwere Unternehmen hervorgebracht und im Rohstoffsektor konnte dies in jüngster Zeit z. B. bei Almonty Industries nachverfolgt werden.


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