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11.05.2026 | 05:45

Wolfram - ein Engpass, der die Welt verändert – Almonty Industries

  • Almonty Industries
Bildquelle: Pixabay

Nur wenige Rohstoffe stehen so unbemerkt im Zentrum der globalen Machtverschiebung wie das Schwermetall Wolfram. Während die Mehrheit der Qualitätsmedien und Anleger über KI-Chips, Rüstungsbudgets und Handelsstreitigkeiten berichten und diskutieren, dreht China systematisch den Rohstoffhahn zu. Peking kontrolliert rund 80 % der globalen Wolframproduktion und -verarbeitung. Diesen Hebel nutzt die dortige Regierung immer stärker als Druckmittel und geopolitische Waffe, besonders wenn Länder wie die USA unter Trump bestehende Handelsvereinbarungen immer wieder verändern wollen. So schränkt China die Vergabe von Exportlizenzen ein und setzt Dual-Use-Restriktionen um, die zur Unterbrechung bisheriger Lieferwege führen. Das hat sich sehr deutlich beim Wolframpreis ausgewirkt, der von unter 300 USD je MTU in 2023 auf heute über 3.200 USD je MTU explodiert ist. Japanische WF6-Hersteller warnen bereits, dass ihre Lagerbestände nur noch ca. drei Monate bis Mitte 2026 reichen. Dieses Unternehmen füllt jetzt die Lücke:

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA0203987072


 

Strukturelles Defizit trifft explosive Nachfrage

Das Angebotsdefizit bei Wolfram ist durch die Maßnahmen Chinas kein kurzfristiger Ausreißer, sondern ein starker Ausdruck des fundamentalen Wandels in der Geo- und Wirtschaftspolitik. Die Nachfrage nach Wolfram wächst seit Jahren auf breiter Front, so ist z. B. Wolframhexafluorid (WF6) unverzichtbar für 3D-NAND-Speicher in KI-Rechenzentren. Wolframkarbid dagegen ist zentraler Bestandteil moderner Waffensysteme, ohne die eine wirkungsvolle Kriegsführung nicht mehr möglich ist. Eine kleine, aber wachsende Rolle spielt Wolfram zudem in der Kernfusion, um extreme Temperaturen überhaupt abschirmen zu können.

Erschwerend für die USA kommt ab 2027 hinzu, dass es den Einsatz chinesischen Wolframs in militärischen Anwendungen untersagt hat. Allein diese Regelung verschärft vor allem die Nachfrage der USA nach alternativen Quellen signifikant. Die zuletzt mit Insiderhandel in Verbindgung gebrachte Trump-Familie hat diese Verordnung längst erkannt und hat wieder einmal frühzeitig reagiert. So sind die beiden Söhne des US-Präsidenten Trump Jr. und Eric Trump in die Unternehmung Kaz Resources (KAZR) eingestiegen. Diese Firma will kasachische Wolfram-Vorkommen abbauen und wird kurz nach dem Einstieg der Trump-Söhne von den USA staatlich mit 1,6 Mrd. USD durch die US-Exportbank EXIM und der US-Entwicklungsbank DFC gefördert und unterstützt. Jedoch wird mit der ersten kommerziellen Produktion frühestens in den 2030er-Jahren gerechnet.

Almonty Industries: Produzent & Cashflow-Maschine

Einen klaren Vorteil gegenüber Kaz Resources hat das kanadische Rohstoffunternehmen Almonty Industries (WKN: A414Q8 | ISIN: CA0203987072 | Ticker-Symbol: ALI1), denn die haben die Produktionsphase bereits erreicht. Erst am 16. März 2026 meldete Almonty die planmäßige Fertigstellung der Phase-1-Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea. Diese Mine beherbergt nachweislich eines der größten Wolfram-Vorkommen der Welt außerhalb Chinas. Die in Betrieb genommene Anlage verarbeitet jährlich 640.000 Tonnen Wolframerz und produziert daraus rund 230.000 MTU Wolframkonzentrat, wobei 1 MTU Gewichts- und Handelseinheit genau 10 kg entspricht. Bei dem aktuellen Marktpreis für Wolfram von 3.200 USD je MTU ergibt sich allein aus dieser Produktion ein Umsatzpotenzial von über 700 Mio. USD in der aktuellen Ausbaustufe der Phase 1! Die Analysten von Cantor Fitzgerald erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie von 3,21 CAD, was bei dem aktuellen Kursniveau von 26,88 CAD einem einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8,4 entspricht.

Quelle: LSEG Refinitiv, 2-Jahres-Chart Almonty Industries

Die Analysten von Bank of America und DA Davidson setzen auf Kursziele von bis zu 25,80 USD, was umgerechnet ca. 35,28 CAD sind und einem Kurspotenzial von knapp 37 % entsprechen würde. Weiteres Aufwärtspotenzial in den nächsten Jahren ist möglich, denn mit dem weiteren Minenausbau könnte die Sangdong-Mine perspektivisch für bis zu 40 % der globalen Wolframproduktion außerhalb Chinas stehen. Bereits die zu früheren Zeiten angenommenen Verkaufspreise versprachen eine Nettomarge von rund 60 %, die durch den deutlichen Preisanstieg des Wolframpreises der letzten Monate als noch zu konservativ anzusehen ist. Produktionskapazitätserweiterungen werden aber auch die Produktion in den Minen in Portugal und Spanien erhöhen, genauso wie der gezielte Auf- und Ausbau der Wolframmine in Montana (USA). Mehr Nachfrage nach den Aktien erwartet das Unternehmen zudem durch die Verlagerung des Firmensitzes in die Vereinigten Staaten und den damit einhergehenden Nachfrageschub US-amerikanischer Investoren. Fundamental ist das Unternehmen ebenfalls bestens aufgestellt und verfügte Ende 2025 über 268,4 Mio. CAD an liquiden Mitteln, um die weitere Unternehmensexpansion voranzutreiben.

Fazit

Wolfram hat sich in den letzten drei Jahren von einem Nischenrohstoff zu einer geopolitischen Schlüsselressource entwickelt. Almonty Industries ist derzeit der einzige westliche Wolframproduzent mit echter, zeitnaher Produktionsskalierung, die durch hohe Bargeldbestände selbstständig finanziert werden kann. Trotz bereits starker Kursgewinne in den letzten zwei Jahren bietet die Aktie noch weiteres Neubewertungspotenzial.


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