16.03.2026 | 05:45
Massiver Rohstoffverbrauch durch Krieg! Profitiert Antimony Resources vom Nachfrageschub?
Mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA zusammen mit Israel gegen den Iran hat sich US-Präsident Donald Trump innen- wie außenpolitisch in eine Ecke drängen lassen. Aus dieser wieder herauszukommen dürfte schwierig sein, denn innenpolitisch hat er mit dem wiederholten Angriff auf den Iran sein Hauptversprechen gegenüber den MAGA-Wählern gebrochen, keinen neuen Krieg anzufangen. Außenpolitisch hat sich die USA massiv mit dem Krieg mit dem Iran verkalkuliert und in nur zwei Wochen die Spezialmunitionsvorräte von mehreren Jahren verschossen. Da genau diese Spezialmunition eine Menge an kritischen Rohstoffen und Mineralien bedarf, wird der bisher geplante Umfang der nationalen Rohstoffreserve Project Vault (Anm. Projekt Tresorraum) nicht ausreichen und die Nachfrage nochmals zulegen. Entsprechend dürften die Marktteilnehmer an den internationalen Börsen noch stärker nach Lieferanten und Produktionsunternehmen Ausschau halten, so dass auch das Unternehmen Antimony Resources weiter profitieren dürfte.
Lesezeit: ca.
5 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA0369271014
Mangelware: Antimonvorrat extrem knapp
Das weltweit größte Verteidigungsbudget mit über 901 Mrd. USD im Jahr hat in 2026 die USA. Mit weitem Abstand und 230 % Differenz folgt China als Nummer zwei mit 270 Mrd. USD Jahresbudget. Doch trotz des riesigen Militärbudgets der USA zeigt der Krieg gegen den Iran in der dritten Kriegswoche bereits deutlich die Versäumnisse in der Vorratshaltung bestimmter Kriegsmaterialien. Größtenteils sind in den letzten Jahren viele Kriegsgeräte an die Ukraine verkauft worden, um den Stellvertreterkrieg gegen Russland zu unterstützen. Dies rächt sich jetzt und der Iran könnte sich zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Israel und den USA auf der einen Seite und Russland mit China an der Seite des Iran entwickeln. Das eigentliche Ziel der USA, die restliche Welt durch steigende Ölpreise zu schwächen und die unipolare Vorherrschaft zu verteidigen, könnte sich ins Gegenteil umkehren und zu einer weiteren Beschleunigung hin zu einer multipolaren Weltordnung führen.
China hat die USA an wirtschaftlicher Stärke längst überholt und liegt nach Kaufkraftparität in 2024 mit einem 38,2 Bio. USD kaufkraftbereinigtem Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits deutlich vor den USA mit 29,3 Bio. USD kaufkraftbereinigtem BIP. Erstmalig überholte China die USA im Jahr 2016 und baut seinen Vorsprung immer weiter aus. Die größte Abhängigkeit Chinas liegt derzeit aber bei der Versorgung des Landes mit Energie wie Erdöl und Erdgas und daher ist China von Lieferungen u. a. durch die Straße von Hormus und aus dem Iran abhängig. Die USA sind durch eigene Vorkommen an Erdöl und Erdgas dagegen nur geringfügig von Lieferungen aus dem Ausland abhängig; hier besteht aber eine massive Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und Mineralien, die wiederum von China kontrolliert werden.
Um diese Abhängigkeit der USA von chinesischen Rohstofflieferungen zu verringern, baut die USA nicht nur mit Project Vault eine nationale Rohstoffreserve auf, sondern investiert auch in diverse Unternehmen, welche die strategisch wichtigen Metalle und Mineralien in den USA oder anderswo auf der Welt zur Verfügung stellen können. Zwischenzeitlich sind in den letzten Jahren u. a. wegen des Zollkrieges der USA gegen China und den anschließenden Exportbeschränkungen von Rohstoffen seitens Chinas diverse Rohstoffpreise aber förmlich explodiert. So verdreifachte sich der Preis für das Halbmetall Antimon seit 2024 auf 30.000 USD/t. Besonders in der Verteidigungsindustrie wird Antimon zur Härtung von Bleigeschossen und Projektilen verwendet, um die Durchschlagskraft zu steigern. Auch als Flammschutzmittel, für Infrarotdetektoren oder auch für die Halbleiterindustrie und für Batteriesysteme ist Antimon unverzichtbar. Doch wo kommt zukünftig Ersatz her?
Kanadisches Antimon im Fokus von Antimony Resources
In der westlichen Hemisphäre gibt es keinen börsennotierten Produzenten, der ausschließlich Antimon (Sb) produziert. Oftmals ist Antimon nur eines von vielen Beiprodukten bei der Rohstoffproduktion der großen Rohstoffkonzerne und macht in Ausnahmen vielleicht 1-2 % der Gesamtproduktion aus. Daher ist es fast unmöglich, diesen Markt über ein börsennotiertes Unternehmen abbilden zu können. Doch Abhilfe schafft das kanadische Unternehmen Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: K8J0).
Bei dem kanadischen Explorer ist Antimon keine Nebensache, sondern es steht im Mittelpunkt seiner Explorationstätigkeit beim Hauptprojektgebiet - Bald Hill. Auf diesem Projektgebiet in der kanadischen Provinz New Brunswick befindet sich das größte bisher entdeckte antimonhaltige Gebiet ganz Nordamerikas. Mit über 1.100 ha ist das Projektgebiet sehr groß und es wurde dort bereits in der Vergangenheit Antimon gefördert. In dem Bald Hill Projekt lagern mind. 2,7 Mio. t antimonhaltiges Gestein, das mit einem Anteil von 3-4 % Antimon in den Erzgängen sehr hochgradig ist. Laut technischem Bericht, der gemäß kanadischen Standard NI 43-101 erstellt worden ist, könnten zukünftig zwischen 81.000 t bis 108.000 t reines Antimon produziert werden.
Derzeit erweitert Antimony Resources mit einem Cashbestand von zuletzt über 10 Mio. CAD durch ein Bohrprogramm seine Lagerstätte und will damit die Basis für eine signifikante Steigerung der Antimonvorkommen legen. Dass dieses Vorgehen richtig ist, zeigen bereits ausgewertete Bohrungen des laufenden Bohrprogramms. Etliche Bohrlöcher zeigten Antimongehalte von 2,76 % bis hin zu Abschnitten mit Sensationsgehalten von bis zu 14,91 %.

Neues Antimonvorkommen entdeckt?
Anfang Februar dieses Jahres und noch genauer am 03.02.2026 berichtete das Explorationsunternehmen den Fund eines ganz neuen Vorkommens an Antimon. Es wurde in der Marcus-Zone West auf dem Bald Hill Projekt aufgespürt und zeigt bisher eine zusammenhängende Strecke von Antimonvorkommen über eine Länge von 25 m. Die Geologen des Unternehmens gehen bisher davon aus, dass es sich dabei um eine neue und eigenständige Antimonmineralisierung handelt. Dennoch kann bisher nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Vorkommen eine Erweiterung der Hill Zone ist. Aus diesem Grund werden in diesem Jahr zusätzliche Grabungen durchgeführt und Proben entlang der beiden Zonen entnommen, um mehr Aufschluss und Sicherheit zu dem Rohstoffvorkommen zu erhalten.
Die letzte Unternehmensmitteilung von Anfang März 2026 zeigt bereits auf, dass die ersten 4.000 Bohrmeter des laufenden 10.000 m Bohrprogramms absolviert werden konnten und so in den nächsten Wochen weitere Bohrergebnisse zu erwarten sind. Die Bohrlöcher BHW-26-03 und BHW-26-04 zeigen bereits in unterschiedlichen Tiefen sichtbare Bereiche an Antimon, deren genauere Zusammensetzung aber erst die Laboranalyse bringen wird.
Der CEO von Antimony Resources, Herr Jim Atkinson, erklärte in einem der letzten Interviews: „Wir sind immer mehr davon überzeugt, dass es sich bei der Mineralisierung im Gebiet von Bald Hill um ein großes und ausgedehntes System handelt. Die massive antimonhaltige Stibnitmineralisierung wurde nun in vier voneinander getrennten Bereichen des Konzessionsgebiets in Form von massiven und brekzierten Erzkörpern nachgewiesen. Damit stehen die Chancen gut, dass sich die potenziellen Ressourcen auf dem Projektgelände über die Main Zone hinaus erstrecken. Die Arbeiten im Rahmen der Definitionsbohrungen in diesem Abschnitt schreiten ebenfalls zügig voran. Für die laufenden Bohrungen wurde zudem eine zweite Bohranlage hinzugefügt. Seit dem Bohrstart Mitte Januar haben wir rund 4.000 Bohrmeter des geplanten 10.000-Meter-Bohrprogramms zur Abgrenzung einer ersten Ressource in der Main Zone absolviert.“
Fazit
Ob das neu aufgespürte Vorkommen von Antimon in der Marcus-Zone ein eigenständiges Erzsystem ist oder es sich vielleicht sogar um ein riesiges zusammenhängendes Antimonvorkommen handelt, darüber soll das laufende Bohrprogramm Aufschluss geben. Was jedoch bei dem aktuellen Antimonpreis feststeht, ist, dass diese Vorkommen wohl wirtschaftlich abgebaut werden dürften. Das laufende Bohrprogramm und die anschließende Neubetrachtung und Neubewertung des Projektes mithilfe einer zu erstellenden Wirtschaftlichkeitsberechnung wird aber erst in der Zukunft mehr Klarheit über die genaue Größenordnung und Geschwindigkeit der Amortisation liefern.