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02.06.2021 | 05:45

Nachfrageüberhang lässt Gewinn steigen - Infineon, Theta Gold Mines, LPKF

  • Infineon
  • theta gold mines
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Bildquelle: pixabay.com

Eine relativ einfache Kaufmannsregel besagt: wenn mehr Nachfrage als Angebot herrscht, erhöhe die Preise! Gleiches gilt auch bei vollen Auftragsbüchern, was den Unternehmerlohn steigert. Um solche börsennotierten Unternehmen auf den Finanzmärkten zu finden, bei der aktuell ein Nachfrageüberhang herrscht, muss man nicht lange suchen, um noch interessanten Werte zu finden. Branchen, die aktuell vom Nachfrageboom profitieren, sind neben der Rohstoffbranche ganz klar die Chiphersteller aber auch deren Zulieferer in der Laserindustrie.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE0006231004 , DE0006450000 , AU0000035701


 

Das ist Gold was glänzt

Die in Südafrika operierende Theta Gold Mines (WKN: A2PA44 ISIN: AU0000035701 Ticker: 3LM) profitiert ganz klar vom steigenden Goldpreis. Das Explorationsunternehmen besitzt auf einer riesigen Fläche von 62.000 Hektar die Abbaurechte für Gold. Diese Fläche deckt die östlichen Transvaal-Gold-Fields ab, die sich ca. 350 km östlich von Johannesburg befinden. Die dortigen Goldfelder haben in Oberflächennähe hochgradige Goldlagerstätten und sind leicht abbaubar. 160.000 Unzen Gold will Theta Gold Mines pro Jahr abbauen und ab dem kommenden Jahr 2022 die Kapazitäten hochfahren, damit dieses Ziel bis 2023 erreicht wird.

Die Abbaudauer beträgt aktuell ca. 7,67 Jahre und die Investitionen rechnen sich bereits innerhalb von acht Monaten Produktion, so der Chairman Bill Huy von Theta Gold Mines. Mit einer Gesamtkostenquote (AISC) von ca. 950 USD je Unze wird das Unternehmen bei einem aktuellen Goldpreis von 1.900 USD eine Gewinnmarge von ca. 100 Prozent aufweisen können. Da sich Theta Gold Mines zuerst auf 3 historische Minen von insgesamt 43 Goldminen fokussieren will, wird der kommende Cashflow zur langfristigen Entwicklung der anderen Lagerstätten genutzt werden.

Hohe Nachfrage

Fast die gesamte Technologiebranche hat in den letzten 14 Monaten großartig performt. So auch die Aktie von Infineon (WKN: 623100 ISIN: DE0006231004 Ticker: IFX), die seit dem Märztief 2020 bis zum heutigen Mittwoch, den 02. Juni 2021 um 230 Prozent auf 33,44 Euro gestiegen ist. Die Nachfrageentwicklung bei Infineon ist sehr gut und gerade der Automobilsektor füllt die Auftragsbücher immer weiter. Auch wenn Infineon bereits auf Hochtouren produziert und die Kapazitäten ausweitet, kann die Nachfrage nicht gedeckt werden. Das lässt natürlich die Gewinnmargen steigen, denn wenn Käufer etwas dringend benötigen, zahlen sie auch höhere Preise, gerade wenn auch der Wettbewerb nicht liefern kann. Das Marktumfeld sehen jedenfalls die Analysten der NordLB positiv und belassen Infineon auf der Einstufung „Kaufen“ mit einem Kurszielbereich von 38 Euro.

Mehr Aufträge auch in Garbsen

Jahrelang war der Laserspezialist LPKF (WKN: 645000 ISIN: DE0006450000 Ticker: LPK) aus Garbsen vor der Landeshauptstadt Hannover ansässig ein Problemfall. Erst der Einstieg von Ex-Hannoveraner Jörg Bantleon, dem Namensgeber der Bantleon Bank und der Bantleon Fonds, sorgte für einen nachhaltigen Trendwechsel. Mit der Sanierung des Unternehmens, bei der auch einige Köpfe rollen mussten, führte er das Unternehmen wieder zurück auf die Erfolgsspur. Mit einem Umsatz von 98 Millionen Euro in 2020 führte die Mitteilung des Folgeauftrags für LIDE-Systeme (Laser Induced Deep Etching) mit einem Wert von 5 bis 8 Millionen Euro zum Auslösen einer neuen Rallye. Aber die Aktie von LPKF ist mit einer Marktkapitalisierung von 560 Millionen Euro bezogen auf den Umsatz nicht mehr billig. Schafft die Aktie aber einen Kursschluss oberhalb der 26 Euro, so dürfte sie neue Allzeithochs anlaufen. Sollten bis dahin aber keine größeren Aufträge in die Bücher von LPKF kommen, sollten neue Höchstkurse für Gewinnmitnahmen genutzt werden, auch wenn Hauck & Aufhäuser die Aktie mit Kursziel von 40 Euro sieht.


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Wenn zu viel Geldangebot auf zu wenig Warenangebot trifft, dann steigt der Preis. Dafür muss niemand studiert haben, um diese einfache Erkenntnis zu gewinnen. Den ein oder anderen studierten Ökonom mag dies jedoch überraschen und so reagieren die Börsen derzeit noch unschlüssig, wie mit dem 5,4% Inflationsschub in den USA umgegangen werden soll. Den Notenbanken und den Finanzchefs der unterschiedlichen Volkswirtschaften kommt die Inflation jedoch ganz recht, denn via Entwertung der Kaufkraft, lässt sich die Staatsverschuldung auch leichter finanzieren. Finanzieren tun dies übrigens meistens die vielen Sparer mit ihren unverzinsten Bankguthaben, Lebens- und Rentenversicherungen und die Tagegeld-Hopper.

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Durch die Salamitaktik der Politik und die permanente negative Berichterstattung sind viele Menschen in einem Panikmodus gefangen. Statt ihr Geld renditeorientiert und langfristig anzulegen, akzeptieren sie immer höher steigende monatliche Gebühren und Negativzinssätze. Statt in Firmen wie Impfstoffhersteller, Goldproduzenten oder Digitalisierungsspezialisten zu investieren, vertrauen sie lieber Politikern, deren bisherige Strategien von Lockdown 1, 2 und 3 schon nicht funktioniert haben und bis zum Ende der Grippesaison im März/April auch nicht funktionieren werden.

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