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06.10.2021 | 05:45

Next Generation - Apple, Infineon, Brainchip Holdings, Taiwan Semiconductor

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Bildquelle: pixabay.com

Ersatzteilmangel, Facharbeitskräftemangel, steigende Energiepreise, Containerschiffe die nicht entladen werden können und dazu ein folgenschwerer Shortsquezze bei den europäischen Erdgaslieferkontrakten kurz vor dem Winter stimmen auf ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Chaos in den nächsten Monaten ein. Gerade der Halbleitermangel trifft zudem mit der Automobilbranche einen der wesentlichen Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft, die sich durch die Umstellung zur E-Mobilität bereits stark im Umbruch befindet. Eines ist aber bei den ganzen Vorgängen gewiss. Auch wenn es unmittelbare Folgen der Lockdown-Politik sind, so wird die Politik dafür keine Verantwortung übernehmen. Bereiten sie sich daher vor und positionieren sich entsprechend.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: APPLE INC. | US0378331005 , BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , TAIWAN SEMICON.MANU.ADR/5 | US8740391003


 

Das ist innovativ! - Brainchip

Der Halbleitermangel ist eines der wesentlichen Themen der E-Mobilität, aber auch der Digitalisierung. Doch gleichzeitig steigt der Stromverbrauch durch die E-Mobilität an. Der stark wachsende Bedarf an Strom stellt daher gerade die Nationen unter großen Herausforderungen, die sich zur CO2-Neutralität verpflichtet haben. Wie soll der Bedarf an Energie gedeckt werden, wenn die Grundlastfähigkeit via Atomenergie und Kohleverstromung politisch nicht mehr gewollt ist? Einen Lösungsansatz liefert dafür das Halbleiterunternehmen Brainchip Holdings (WKN: A14Z7W ISIN: AU000000BRN8 Ticker: 24Y). Das Unternehmen hat das bisherige Standardkonzept von bekannten CPUS, die regelmäßig mit einem Rechenzentrum kommunizieren müssen und dadurch viel Energie verbrauchen, komplett umgestellt.

Der von Brainchip Holdings entwickelte Prozessor ist ereignisbasiert. Dieser verarbeitet die gestellte An-/Aufgaben selbständig und damit findet der größte Teil der Arbeit in den Prozessor selber statt. Dadurch wird nicht nur Energie gespart, sondern auch die Geschwindigkeit der Rechenprozesse erhöht. Gerade diese Entwicklung ist erforderlich für moderne Edge-Geräte, denn damit kann autonomes Fahren auch in Funklöchern funktionieren oder wo nur schlechter Empfang von Internet-Breitband besteht. Die erste Generation der Chips wurde dabei von Taiwan Semiconductor hergestellt, so dass die erste Nachfrage nach der Weltneuheit der Brainchip Holdings Innovation kurzfristig befriedigt werden kann. Wer sich als Investor einen Überblick zu dem Unternehmen verschaffen will, der sei auf das virtuell stattfindende Internationale Investment Forum am 14. Oktober 2021 verwiesen. Hier präsentiert sich die Brainchip Holdings um 10:45 Uhr und stellt sich den Investorenfragen. https://ii-forum.com/timetable-all-events/

Heißer Apple-Oktober

Nicht nur die Apfelernte hat gerade Saison, sondern auch bei Apple ist die nächste Produktlinie in die Regale gekommen und damit beginnt für den Konzern die neue „Erntezeit“. Mit einer Gewinnspanne von 25% wird je abgesetzten Gerät jeder vierte Euro als Gewinn geerntet. Von dem iPhone 13 gibt es gleich vier neue Modelle und das neue iPad mini ist in der 6. Generation angelangt. Das High-End MacBook Pro wird zukünftig von Apple seinem M1X-Chip angetrieben, der den schnellen M1-Chip ersetzt. Unter 3.000 EUR wird das Gerät je nach Konfiguration wohl nicht zu bekommen sein.

Doch Apple ist nicht nur iPhone, iMac oder das iPad, sondern eine breite Palette von Software-Anwendungen und Dienstleistungen, die über den App-Store erhältlich sind. Und dieses Segment innerhalb eines geschlossenen Apple-Kreislaufes ist eine wesentliche Brandmauer gegen aufstrebende Wettbewerber, die ihre Geräte deutlich günstiger verkaufen. Allein in 2020 konnte Apple einen Rekordumsatz über seinen Appstore von ca. 64 Mrd. USD erzielen. Das entspricht einem Anstieg gegenüber 2019 von 28%. Im dritten Quartal, das am 26. Juni endete, konnte im Bereich Dienstleistungen ein Anstieg zum Vorjahresquartal von 33% auf 17,5 Mrd. USD verzeichnet werden. Und gerade in diesem Bereich verdient Apple richtig Geld. Die Bruttomarge in diesem Segment konnte die letzten Jahre sukzessive auf 66% gesteigert werden, während sie bei der Hardware „nur“ 31,5% beträgt.

Wachstum geht weiter bei Infineon

Wie das Halbleiterunternehmen Infineon mitteilte, werden die gesetztem Ziele für das Geschäftsjahr 2021 wie prognostiziert erreicht. Der Ausblick für 2022 ist dagegen deutlich optimistischer und der Konzern geht von einem starken Umsatzschub und damit von einem deutlichen Wachstum aus. Der Konzern ist einer der Profiteure der Halbleiterkrise und daher boomt der Absatz. 11 Mrd. Umsatz wurden erzielt und die operative Marge lag bei 18%. Zukünftig solle diese auf 20% zulegen. Um auch die wachsende Nachfrage bedienen zu können, rechnet Infineon mit höheren Investitionen in Höhe von 2,4 Mrd. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es nur 1,8 Mrd. EUR und damit will der Konzern seine Investitionstätigkeit um 30% erhöhen.

"CO2-Reduzierung und der Wunsch, Dinge intelligent zu machen und sicher zu vernetzen, sind wichtige Trends in allen Branchen. Elektrifizierung und Digitalisierung sind Langzeittrends, für beide Bereiche sind Halbleiter unverzichtbar", sagte CEO Dr. Reinhard Ploss. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Infineon aufgrund der guten Entwicklung angepasst und auf „Overweight“ gesetzt. Das Kursziel von 39 EUR bleibt aber unverändert und entspricht vom aktuellen Kurs von 34,60 EUR einem Aufschlag von knapp 13%.


Fazit

Auch wenn anziehende Inflationsraten und Materialknappheit etlichen Branchen schwer zu schaffen macht, profitieren andere Branchen wie die Halbleiterindustrie im entsprechenden Maß. Daher sollte nicht nur auf die Verlierer der Krise geschaut werden, sondern Investitionen an den mittelfristigen Profiteuren ausgerichtet sein.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Die Sorgen über die Pandemie, die Warenknappheit vieler Güter, sowie die steigende Inflation beunruhigt zunehmend die Marktteilnehmer. Eine restriktivere Geldpolitik ist seitens der EZB und der FED nicht zuerwarten. Eine Stagflation mit sinkender Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig hoher Teuerung (Geldentwertung) scheint so langsam immer wahrscheinlicher zu werden. Die Flucht raus aus Staatsanleihen hin zu Aktien, dürfte dem aber nicht im Wege stehen, sondern eher den Trend befeuern. Daher fängt nun langsam auch die Übernahmesaison bei börsennotierten Unternehmen an, die einfach nur von diesem Trend profitieren oder Wettbewerber durch eine Übernahme aus dem Weg nehmen wollen.

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Heute geht es rund um die Apple Aktie, denn am Freitag, den 09.07.2021 ging ein Alarm wegen einem neuen Allzeithoch an. Jeder Trend endet einmal und die Apple Aktie ist in den letzten Jahren stark gestiegen und erreicht nun eine deutliche Überbewertung und das zumindest kurzfristig. Daher ist es wichtig nun langsam vorsichtiger zu werden, Aktienpositionen abzusichern und sukzessive auch Gewinne mitzunehmen.

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Laut Eurostat, der Europäischen Statistikbehörde, sinkt die Teuerungsrate in der Eurozone im Juni auf offizielle 1,9%. Energiepreise für Benzin und Diesel sind dabei im Warenkorb die Haupttreiber der anziehenden Teuerung, die sich ansonsten im Rahmen bewegen. Würde die Energiepreissteigerung bei Industriegütern herausgerechnet werden, dann sei der Preisanstieg in dem Monat nur mit 1,2% ausgefallen. Einkäufer, ob privat oder gewerblich, können sich davon im wahrsten Sinne des Wortes 'nichts kaufen', weil schlicht und ergreifend kaum Waren vorhanden sind oder sich in einigen Branchen Preise mehr als verdoppelt haben. Das wiederum spiegelt sich zumindest in der Statistik (noch) nicht wider. Will der Anleger von der Inflation und Flucht in Sachwerte profitieren, sollte er etwa in Aktien investieren.

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