Menü

12.11.2019 | 15:37

51% p.a. interner Zinsfuß bei Skeena Resources - Barrick Gold profitiert mit

  • Skeena Resources
  • barrick gold
Bildquelle: pixabay.com

Nach den hervorragenden Bohrergebnissen in diesem Jahr, stellte letzte Woche das kanadische Explorationsunternehmen Skeena Resources seine erste vorläufige Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Das im goldenen Dreieck von British Columbia tätige Unternehmen agiert auf der einst hochgradigsten Goldmine der Welt - der Eskay Creek Mine - welche einst Barrick Gold gehörte. Doch durch eine Rückkaufoption vom Dezember 2017 hat sich Barrick Gold eine Hintertür offengelassen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0679011084


 

Wirtschaftlichkeitsberechnung

Am 07.11.2019 verkündete das Unternehmen Skeena Resources die Ergebnisse der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsberechnung. Diese Berechnung wurde extern von SRK Consulting und AGP Mining Consultant unterstützt sowie von Ausenco Engineering Canada durchgeführt, zusammengefasst und abgeschlossen.

Highlight Nr. 1

  • hochgradiger Tagebau mit durchschnittlich 3,23 g/t Au und 78 g/t Ag möglich
  • Barwert nach Steuer bei 5% Abzinsung von USD 491 Mio. und 51% internen Zinsfuß bei einem Goldpreis von USD 1.325/oz und einem Silberpreis von USD 16/oz Ag
  • Amortisationszeit nach Steuern von ca. 1,2 Jahren
  • Vorproduktionsinvestitionskosten (CAPEX) von USD 233 Mio.
  • Verhältnis von Barwert nach Steuer zu CAPEX beträgt 2,1 : 1
  • bei einer Lebensdauer der Mine ("LOM") von derzeit 8,6 Jahren wird von einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 236.000 oz Gold und 5.812.000 oz Ag ausgegangen
  • die Lebensdauer soll durch weitere Bohrungen verlängert werden
  • LOM Gesamktkosten (All in Sustaining Costs - AISC) von US$757/oz AuEq (AuEq = Goldäquivalente = Silberproduktion auf Goldpreis umgerechnet)
  • Cashkosten von US$731/oz AuEq
  • 6.850 Tonnen pro Tag (TPD) Durchsatz in der Gesteinsmühle und Flotationsanlage zur Herstellung von verkaufsfähigem Konzentrat

Zusammenfassung der Wirtschaftlichkeitsberechnung

Die Eskay Creek Mine soll in einem konventionellen Tagebau betrieben werden. Dabei wird das Oberflächengestein abgetragen, zu einer Gesteinsmühle gefahren und dort zermahlen. Im Anschluss wird das Gold und Silber per Flotations-Trennverfahren ausgewaschen. Das gewonnene Gold-Silber-Konzentrat wird an Drittschmelzereien geliefert und zu Marktkonditionen verkauft.
Die Verarbeitungskapazität von 6.850 Tonnen pro Tag führt zu einer Produktionslebensdauer von 8,6 Jahren. Für die Erschließung, Vorbereitung und Aufbau des Tagebaues muss mit ca. 1,5 Jahren kalkuliert werden. Da durch den früheren Minenbetrieb der Eskay Creek Mine die Infrastruktur bereits aufgebaut ist und die Zufahrtsstraßen allwetterfest sind, fallen die Gesamtkosten (AISC) der Produktion vergleichsweise gering aus. Der Minenbetrieb ist an das Stromnetz angeschlossen und erhält den Strom aus einem naheliegenden 195-MW-Wasserkraftwerk.

Highlight Nr. 2

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung basiert auf der grubenbegrenzten Ressourcenschätzung des Unternehmens vom 28. Februar 2019 und enthält weder die Ergebnisse aus dem diesjährigen Bohrprogramm 2019 noch den nur Untertage abbaufähigen Ressourcen. Daher sollten sich Investoren die Bohrergebnisse von z.B. Bohrgebiet 21 A noch einmal genau anschauen.

Ergebnisse der Bohrlöcher der Zone 21A

• SK-19-052: 16,52 g/t Au; 73 g/t Ag; (17,49 g/t AuEq) über 7,54 m
• SK-19-053: 27,37 g/t Au; 18 g/t Ag; (27,61 g/t AuEq) über 9,40 m
• SK-19-055: 28,38 g/t Au; 1 g/t Ag; (28,39 g/t AuEq) über 5,83 m
• SK-19-057: 17,38 g/t Au; 113 g/t Ag; (18,88 g/t AuEq) über 18,50 m
• SK-19-058: 17,93 g/t Au; 15 g/t Ag; (18,13 g/t AuEq) über 22,65 m
• SK-19-059: 2,18 g/t Au; 36 g/t Ag; (2,67 g/t AuEq) über 28,00 m
• SK-19-060: 9,86 g/t Au; 157 g/t Ag; (10,26 g/t AuEq) über 28,50 m
• SK-19-061: 6,75 g/t Au; 285 g/t Ag; (10,56 g/t AuEq) über 27,50 m
• SK-19-063: 312,81 g/t Au; 95 g/t Ag; (314,07 g/t AuEq) über 2,21 m
• SK-19-065: 3,34 g/t Au; 56 g/t Ag; (4,09 g/t AuEq) über 37,50 m
• SK-19-066: 4,02 g/t Au; 79 g/t Ag; (5,07 g/t AuEq) über 30,50 m

Ausblick

Die Prognosen und Erwartungen der Unternehmensführung wurden durch die bisherigen Bohrungen mehrfach bestätigt. Die aufgefundenen Gold- & Silbergehalte zeigen die Mächtigkeit des aufgespürten Erzkörpers auf. Damit ist die vorgelegte Machbarkeitsstudie vom 07.11.2019 bereits mit dem Tag der Veröffentlichung bereits wieder veraltet. Dies ist jedoch positiv zu werten, denn dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Mine, was wiederum zu längerem Cashflow für die Aktionäre führt.

Charttechnik

Chart vom 26.09.2019 mit Erwartung einer Schulter-Tasse-Formation. Preis 0,47 CAD

Chart vom 12.11.2019 mit Bestätigung der damaligen Erwartung. Preis 0,63 CAD in der Spitze mit positiven höheren Hoch bei 0,71 CAD im Vergleich zum 11.09.2018.

Unternehmenspräsentation November 2019

skeena-presentation-_eskay-creek-pea_nov-2019_final4_website


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Tailerstone Limited sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Tailerstone Limited ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Tailerstone Limited hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Tailerstone Limited sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Gold fällt trotz Inflation und Teuerung – Allkem, Barrick Gold, Desert Gold Ventures Aktie

Gold fällt trotz Inflation und Teuerung – Allkem, Barrick Gold, Desert Gold Ventures Aktie

Kommentar vom 06.09.2022 | 05:45

Trotz zunehmender internationaler Instabilität der Finanzmärkte und der weltweiten Zunahme von Preissteigerungen und Inflationskennzahlen, tänzelt der Goldpreis seit August 2020 Tango um das damalige Hoch von 1.750 EUR. Dabei fiel der Goldkurs bis März 2021 auf 1.411 EUR je Unze und stieg im Anschluss auf über 1.900 EUR bis März 2022. Doch gerade das Anziehen der Zentralbankzinsen der FED in den USA und der EZB im Euroraum lies den Goldpreis bis Anfang September 2022 wieder kurzzeitig unter die Marke von 1.700 EUR je Unze Gold fallen. Kann aber die EZB trotz möglichem Zinsschritt von 0,75% auf 1,25% der Teuerung im Euroraum von 9,1% überhaupt Einhalt gebieten?

Zum Kommentar


Rohstoffversorgung immer unsicherer - Barrick Gold, Globex Mining, Metals Creek Res, Rio Tinto, Excellon Resources Aktie

Rohstoffversorgung immer unsicherer - Barrick Gold, Globex Mining, Metals Creek Res, Rio Tinto, Excellon Resources Aktie

Kommentar vom 22.06.2022 | 05:45

Immer mehr Politiker stellen nach drei Jahrzehnten Globalisierung und enormen Wohlstandsgewinnen einiger weniger Bevölkerungsgruppen fest, dass dadurch die Abhängigkeit der deutschen wie auch der europäischen Wirtschaft vom Ausland extrem gewachsen ist. Selbst Brüssel, unter der eingesetzten (jedoch demokratisch nicht legitimierten) Kommissionspräsidentin von der Leyen, stellte nach der orchestrierten Sanktionsspirale gegen Russland fest, dass die Abhängigkeit von wesentlichen Rohstoffen nicht nur mit Russland besteht, sondern China in manchen Bereichen sogar Monopolist im weltweiten Angebot ist. Mit Geld aus der Druckerpresse für zig Milliardenkredite kann zwar am Schreibtisch die vermeintliche Rohstoffsicherheit wieder eingekauft werden, doch für physische Ware von Seltene Erde, Erdgas, Erdöl, Stahl, Kohle, Uran, Silber, Kupfer & Co. braucht es neben dem Zugriff auf die Lagerstätten auch die Abbaukapazitäten, Veredelungsanlagen und Logistik. Ein Prozess für den unter normalen Umständen bereits 5 bis 10 Jahre vergehen.

Zum Kommentar


Auskorrigiert? – Alibaba, Barrick Gold, Triumph Gold Aktie

Auskorrigiert? – Alibaba, Barrick Gold, Triumph Gold Aktie

Kommentar vom 24.05.2022 | 05:45

Die wirtschaftliche Eintrübung der Weltkonjunktur, der Mangel an vielen Materialien und die daraus folgenden Preissteigerungen sind eine große Herausforderung für viele Anleger. Selbst ein Anstieg der Zentralbankzinsen würde die Inflation nicht einfangen können, denn eher das Gegenteil ist der Fall. Steigende Zinsen erhöhen die Kapitalkosten für die verbleibenden Produzenten. Diese produzieren derzeit aber nicht zu viel, sondern durch die politischen Lockdowns sind die Warenströme mehrfach unterbrochen worden und daher produzieren sie zu wenig, um die Nachfrage bedienen zu können. Steigen nun noch die Zinsen, müssen die Produzenten dies auf jedes Produkt umlegen und erhöhen damit die Preise zusätzlich. Schwere Zeit, aber wer nun Weitsicht hat, der kann mit den richtigen Aktien profitieren.

Zum Kommentar