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25.03.2024 | 08:15

Phänomenaler Anstieg – BASF, Medigene, Novo Nordisk A/S Aktie

  • BASF
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Bildquelle: pixabay.com

Die Rekordjagd an den Börsen geht weiter und jeder kleinste Rücksetzer wurde bisher gnadenlos wieder aufgekauft. Doch nach der Rekordjagd an der Wallstreet wurden ab Freitagnachmittag Gewinne mitgenommen. Der US-Leitindex Dow Jones schloss den Tag mit einem Minus und damit schrammt der Index nur knapp an der magischen 40.000 Punkte Marke vorbei. Schaffen dies die Börsianer noch vor dem Osterwochenende? Einen phänomenalen Kursanstieg konnten aber auch diese Aktien hinlegen.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: DE000BASF111 , DE000A1X3W00 , DK0062498333


 

Medigene mit massivem Kursanstieg

Mit einem phänomenalen Kursanstieg meldete sich in der vergangenen Woche die Aktie von Medigene (WKN: A1X3W0 | ISIN: DE000A1X3W00 | Ticker-Symbol: MDG1) auf dem Börsenparkett zurück. Das Unternehmen aus Planegg/Martinsried war in den letzten Jahren in der Versenkung verschwunden und wurde bis Ende 2023 auf 1,35 EUR im Tief abverkauft. Doch seitdem setzte eine fast unbemerkte Bodenbildungsphase ein und am vergangenen Montag konnte der Wert erstmalig den Abwärtstrend auf Tagesbasis überspringen. Das nutzten die ersten Marktteilnehmer, um weitere Positionen aufzubauen, die sich am vergangenen Donnerstag in einem starken Kursanstieg entluden.

Nachdem der Wettbewerber MorphoSys, die in unmittelbarer Nähe zur Medigene Zentrale ihren Sitz haben, von der Schweizer Novartis für 2,7 Mrd. EUR übernommen wurden, rücken die Martinsrieder nun in den Fokus der Aktionäre. Mit der firmeneigenen End-to-End Plattform zur Entwicklung von TCR-T Therapien hat das Biotech-Unternehmen mehrere gute Pfeile im Köcher. Diese Technologieplattform soll die eigenen TCR-T Medikamentenkandidaten in Bezug auf Sicherheit, Beständigkeit und Wirksamkeit verbessern, aber der Erfahrungs- & Patentschatz des Unternehmens ist auch für andere Unternehmen sehr interessant. So kollaboriert das Unternehmen seit über zwei Jahren mit BioNTech und verkaufte an diese Entwicklungs- und Vermarktungsrechte. Dafür erhielt Medigene seinerzeit Vorabzahlungen von 26 Mio. EUR und konnte damit einen größeren Teil der Forschungskosten der letzten beiden Jahre bestreiten und würde dies auch noch bis Anfang 2025 ohne Kapitalerhöhungen können.

Mit 112 erteilten Patenten und 131 beantragten neuen Patenten verteilt auf 28 verschiedene Patentfamilien wächst das Patentportfolio von Medigene ständig weiter. Außerdem hat Medigene eine starke Produktpipeline aufgebaut, die in den kommenden Jahren zu Medikamenten entwickelt oder an die großen Pharmakonzerne auslizenziert werden könnten. Bei einem derzeitigen Aktienkurs von 2,35 EUR weist das Biotech-Unternehmen nur eine Marktkapitalisierung von gut 57 Mio. EUR auf. Größere Marktteilnehmer, die ein Auge auf die Patente werfen, sollten sich nun beeilen, bevor die Firma durch weitere Kursanstiege noch teurer im Einkauf wird oder werden sich durch eine noch kommende Kapitalerhöhung am Unternehmen beteiligen.

Novo Nordisk Allzeithoch + Gewinnmitnahmen

Seit über sieben Jahren und fast ununterbrochenen läuft die Aktie des in Dänemark ansässigen Novo Nordisk Konzerns (WKN: A3EU6F | ISIN: DK0062498333 | Ticker-Symbol: NOV) von Allzeithoch zu Allzeithoch. Jeder Rücksetzer wurde bisher aufgekauft, denn der Erfolg des Gewichtsverlustmedikaments Wegovy ist nach wie vor anhaltend. Das Unternehmen ist innerhalb weniger Jahre zum Marktführer bei der Behandlung von Adipositas aufgestiegen und wächst international sehr stark. Das führt regelmäßig zu Lieferengpässen, so dass die Dänen die Nachfrage über höhere Preise regulieren können.

Auch die Talkshow Moderatorin Oprah Winfrey befeuert den Hype um die Abnehmspritzen, nachdem sie sagte, dass auch sie welche verwendet. Sie merkte aber nicht an, ob sie das Produkt von Novo Nordisk oder Eli Lilly bevorzugt, wobei dies bei dem gigantischen globalen Markt an fettleibigen Menschen nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

Eine wichtige Rolle in der dänischen Wirtschaft hat aber Novo Nordisk neben der Erdgaswirtschaft bereits erreicht. Der Absatz der Produkte ist so erfolgreich, dass die dänische Zentralbank in der vergangenen Woche die Prognose für das ganze Land angehoben hat. Bisher rechneten die Währungshüter mit einem Anstieg von nur 1,3 %, erhöhten ihrer Prognose nun aber für 2024 deutlich auf 2,4 %.

Für die Analysten von Berenberg ist aber bei den derzeitigen Kursen die gesamte Wachstumsphantasie bereits in den Kursen eingepreist. Das Kursziel liegt mit 900 DKK nur 1 % über dem aktuellen Kurs und daher ist die Aktie für deren Analysten Kerry Holford ein "Hold".

BASF mit Ausbruch

Ebenfalls in der letzten Woche, aber bereits zwei Tage vor Medigene, konnte die Aktie von der BASF SE (WKN: BASF11 | ISIN: DE000BASF111 | Ticker-Symbol: BAS) den charttechnischen Ausbruch aus dem Abwärtstrend vollziehen. Die Aktie konnte in einem Rutsch um über 8 % von 48,50 EUR auf zuletzt 52,72 EUR ansteigen. Damit fehlen nur noch 1,32 EUR Kursanstieg, um das Hoch aus Februar 2023 bei 54,04 EUR aus dem Markt zu nehmen.

Mit einem Paukenschlag schlug dann letzte Woche BASF-Chef Brudermüller auf, als er forderte, die Stromnetze zu verstaatlichen. Aufgrund der Energiepolitik der letzten und aktuellen Bundesregierung ächzen die deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich unter viel zu hohen Strompreisen. Daher sollten die Netze „alle unentgeltlich“ zur Verfügung gestellt werden und durch den Staat verstaatlicht werden. Er verglich in dem Interview mit der FAZ die Stromnetze mit dem Straßennetz, die Grundlage einer erfolgreichen Volkswirtschaft sind. Doch die Netzgebühren steigen beständig, weil der Staat u. a. Windparks für Milliardensummen versteigere und damit die Anschlusskosten und auch die Stromkosten dadurch immer weiter ansteigen. „Bei 20 Cent je KWh braucht die deutsche Industrie zur Dekarbonisierung nicht mehr aufmachen. Da ist sie mausetot, bevor sie damit begonnen hat“, so CEO-Brudermüller.

Auch wenn Ludwigshafen weiterhin größter Standort des Unternehmens bleiben wird, werden weitere Anlagenstillungen die Folge sein. Währenddessen ist der erste Spatenstich für den Bau einer Methylglykol-Anlage in Zhenjiang, China erfolgt. Die geplante Betriebsaufnahme der 46.000 t großen Jahresproduktion soll Ende 2025 erfolgen. Diese soll den wachsenden Bedarf an Bremsflüssigkeiten abbilden.

Fazit

Die BASF-Aktie konnte sich in den letzten Wochen mit einem Schlag aus dem Abwärtstrend, genauso wie die Aktie der bei München ansässigen Medigene, befreien. Damit sind erst einmal weitere Anschlusskäufe wahrscheinlich. Vorsichtiger werden sollten Anleger bei der Aktie von Novo Nordisk. Ggf. erste Gewinne mitnehmen und in andere Werte reinvestieren.



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