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30.06.2021 | 05:45

Profit machen im Rohstoffboom - Gazprom, Carnavale Resources, Millennial Lithium

  • GAZPROM
  • Carnavale Resources
  • Millennial lithium
Bildquelle: pixabay.com

Seit Monaten laufen die Börsenindizes wie DAX 30, MDAX, Dow Jones 30, Nasdaq 100 oder S&P 500 von einem Allzeithoch zum nächsten. Bereits seit dem Kurssturz vom Frühjahr 2020 wurde jeder Kursrücksetzer als Nachkaufgelegenheit genutzt. Auch die aktuelle Schwächephase wird bisher trotz Indikatoren wieder zum Nachkaufen genutzt. Doch der Boom an den Aktien- und Rohstoffmärkten hat auch auch Folgen. Durch Lockdowns wurden Handels- und Lieferketten massiv gestört und nun trifft die seit sechs Monaten anziehende Nachfrage auf nicht lieferbare Waren. Die Teuerungsraten ziehen in allen Bereichen an und bringen immer mehr Marktteilnehmer - egal ob Automobilbauer oder Handwerker - trotz voller Auftragsbücher in drohende zeitliche Bedrängnis potentieller Vertragsstrafen. Da die Knappheit gleichzeitig die Vorratshaltung erhöht, steigen die Preise munter weiter. Von den direkt steigenden Preisen kann jeder Investor oder Anleger via Aktien oder Investitionen in den Rohstoff profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078 , CARNAVALE RESOURCES LTD | AU000000CAV5 , MILLENN.LITHIUM CORP. | CA60040W1059


 

Elektromobilität frisst Industriemetalle

Der junge australische Explorer Carnavale Resources (WKN: A0MJ31 ISIN: AU000000CAV5 Ticker: YBB) hat Zugriff auf mehrere hochgradige Projekte im Gold-, Kupfer-, Nickel- und Platingruppenelemente-Bereich. Diese vier Projekte befinden sich in Westaustralien und haben teilweise sehr hohe Metallanteile in durchgeführten Bohrungen ausgewiesen. Die bisherige Vorgehensweise mit Fokussierung auf Edel- und Industriemetalle spielt dem CEO von Carnavale Resources, Humphrey Hale, in die Hände. Die Nachfrage, genährt aus dem erneuerbaren Energiensektor und die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektromobilität, ist ein wichtiger Wachstumstreiber für Industriemetalle.

Zwei Projekte der Australier profitieren direkt von diesem Trend. Zum einen das Barracuda-Projekt mit Nickel-, Kupfer- und Platingruppenmetallen. Zum anderen das Nickelprojekt Grey Dam. Die beiden anderen Projekte befinden sich ebenfalls im Westen von Australien und zahlen auf das Konto der physischen Nachfrage nach den Edelmetallen Gold- und Silber ein. Am weitesten vorangeschritten ist dabei das Goldprojekt Kookynie. Hier gibt es bereits Nachweise mit einem sensationell hohen Goldgehalt von bis zu 16,25 g/t. Das Unternehmen rechnet in den nächsten zwei bis drei Wochen mit neuen Ergebnissen aus den bereits durchgeführten Aircore-Bohrungen auf dem Projekt Kookynie. Sollten hier wieder gute Goldfunde nachgewiesen werden, dürfte der für Australien typisch-niedrige Aktienkurs von 0,005 Euro wieder deutlich anspringen und sich ggf. wie letztes Jahr im Sommer mehr als verdoppeln. Bei Kauf unbedingt auf eine Limitorder achten!

Drohungen verteuern Erdgaspreis

Viele Anleger und Investoren stehen durch jahrelange Drohungen von USA, EU, NATO wie auch deutschen Spitzenpolitikern gegenüber Russland, den dortigen Börsenunternehmen sehr skeptisch gegenüber. Aufgrund dieser Skepsis, werden viele russische Unternehmen nur zu einem Bruchteil der Kurse im Verhältnis zu ihren westlichen Gegenstücken gehandelt. Schauen sich Investoren aber einmal die Bilanzen der russischen Unternehmen genauer an, stellen sie fest, dass viele Konzerne zum einen kaum verschuldet sind und zum anderen in der Weichwährung Rubel ihre Kosten haben, aber durch Exporte ihre Erträge in US-Dollar, Euro oder Yuan erzielen. Erst am Wochenende keilten die Kanzlerkanditaden der SPD und Union, Olaf Scholz und Armin Laschet, erneut gegen die mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Gazprom (ISIN: US3682872078, WKN: 903276, Ticker: GAZ) und das deutsch-russische Musterprojekt Nord Stream II aus.

Dabei waren sich die beiden Kanzleraspiranten in einer Diskussionsrunde der Münchner Sicherheitskonferenz zu möglichen Transitkürzungen für die Ukraine durch Russland einig: "Sollte sich Präsident Putin an diese Regel nicht halten und es gegen die Ukraine einsetzen, kann man es jederzeit - selbst wenn die Pipeline fertig ist - auch wieder stoppen, weil dann die Geschäftsgrundlage weg ist. So einfach ist das." Geschieht dies auf Kosten der deutschen Erdgaskonsumenten? Seit über einem Jahr steigt der Erdgaspreis und hat seitdem um über 160% zugelegt. Ob der Rubel/Euro also direkt zu Gazprom über Nord Stream II oder indirekt via den Transit über die Ukraine (das selbst offenbar nicht frei von Korruption ist) rollt, dürfte Gazprom, allerdings nicht den hiersigen Konsumenten, egal sein. Wer davon profitieren will, erhält derzeit von Gazprom als Aktionär eine 3,62%-Dividende als Schmerzensgeld.

200 Prozent in 12 Monaten trotz Korrektur

Millennial Lithium (WKN: A2AMUE ISIN: CA60040W1059 Ticker: A3N2) ist als Lithiumexplorer in Argentinien tätig. Trotz 50%iger Kurskorrektur seit Januar 2021 bis zum heutigen 30. Juni 2021, notiert die Aktie immer noch 200% oberhalb des Aktienkurses aus Juni 2020. Auch geht die Expansion des Unternehmens weiter voran. Erst im Laufe des Juni wurden zwei weitere Bergbaulizenzen dem Unternehmen erteilt. Es handelt sich dabei um PPG 01 (ex. La Union) und PPG03 (ex Aguamarga 19) und erweitert den Landbesitz um 1.363,5 Hektar auf insgesamt 14.091 Hektar. Mit diesen Lizenzen kann Millennial Lithium nicht nur die Projektinfrastruktur optimieren, sondern erweitert die Frischwasserquellen für das Auslösen von Lithium erheblich.

Durch die Lizenzen entfällt ein möglicherweise jahrelang anhaltender Rechtstreit für Grunddienstbarkeiten für die beiden neuen Bergbaulizenzen, was zu drastischen Verzögerungen bei der Erschließung und Projektfinanzierung hätte führen können. Damit ist ein Damoklesschwert für Millennial Lithum verschwunden. Bisher hat die Börse den Wegfall des Risikos nicht honoriert. Das könnte aber von langfristig- orientierten Inverstoren als Chance genutzt werden.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Der Erdölpreis aber auch der Preis von Erdgas hat sich innerhalb des letzten Jahres sehr stark entwickeln. Die dazu gehörigen Erdöl- und Erdgasproduzenten konnten sich dabei mehr als verdoppeln und verdienen, trotz leichter Kursrücksetzer in den vergangenen Tagen, an der nachhaltigen Aufwärtsbewegung gutes Geld. Wer seit über einem Jahr die Rohstoffkarte gespielt hat, konnte zusätzlich Geld verdienen. Aber geht es so weiter und sind die aktuellen Kursrücksetzer bei den Aktien und den Rohstoffen nur der Beginn einer großen Korrektur?

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Nachdem sich die Bilanzsummen der EZB und der FED in den letzten 20 Jahren immer schneller und stärker aufgebläht haben, will die FED nun langsam in Bezug auf die Billionenschweren Anleihen-Aufkaufprogramme kürzer treten und sukzessive die Aufkäufe reduzieren. 120 Mrd. USD kaufte allein die FED jeden Monat an Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren auf. Bis Juni 2022 könnte dann Schluss sein mit der Bilanzausweitung, zumindest bei der FED. Die EZB hat dagegen angemerkt, dass sich vorläufig nichts ändern wird. Durch die weltweit anziehende Teuerungsrate dürfte aber auch die EZB gezwungen sein zu handeln, denn die Flucht in Gold dürfte für viele Investoren als Inflationsabsicherung angesehen und umgesetzt werden.

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Der europäische Erdgaspreis hat auf dem niederländischen Erdgasmarkt einen Short Squezze vollzogen und hat sich dort bereits seit Jahresanfang 2021 ver-6-facht während der US-Preis für Erdgaspreis bisher „nur“ um 150% in den letzten 10 Monaten angestiegen ist. Auch der Erdölpreis ist charttechnisch ausgebrochen und der am 20. April 2020 gestartet Bullenmarkt steht noch am Anfang. Das wird nicht nur ein teurer Winter, sondern für viele auch ein ganz bitterkalter.

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