18.05.2021 | 05:18
Rohstoffboom im Gange - Gazprom, Millennial Lithium, NSJ Gold
Die Börsenindizes wie der DAX 30, Dow Jones 30, Nasdaq 100 oder S&P 500 rennen seit Monaten von einem Allzeithoch zum nächsten. Seit März 2020 wurde bisher jeder Kursrücksetzer aufgekauft. Während sich der Nasdaq 100 seit März 2020 bereits verdoppelt hat, stehen die anderen drei Indizes noch vor der Verdopplung. Aber werden sie dies noch erreichen oder ist die seit zwei Wochen anhaltende Schwäche ein Trendwendesignal nach 14 Monaten Dauerrallye? Vielleicht schichten jetzt auch institutionelle Anleger ihre Depots um und nehmen Gewinne aus den teilweise mit dem 50 bis 60-fachen Jahresumsatz bewerteten Aktien mit. Die Umschichtung der Gewinne scheint jedenfalls in Rohstoffe und Rohstoffaktien zu erfolgen. Klar, denn diese profitieren direkt von steigenden Rohstoffpreisen.
Lesezeit: ca.
2 Minuten.
Autor:
Stefan Bode
ISIN:
US3682872078 , CA60040W1059 , CA62973P1071
NSJ Gold – Gold und Kupfer auf der Spur
Der junge kanadische Explorer NSJ Gold (WKN: A2QQ5R ISIN: CA62973P1071 Ticker: 9PZ) hat sich die Konzessionsrechte sowie die Kaufoption auf dem Golden Hills Projekt gesichert. Dieses befindet sich im Westen von Arizona im Lapaz County direkt an der Grenze zu Kalifornien. Dort verläuft der "Walker Lane Gold Trend“, den das Unternehmen nun bebohrt. Fünf Bohrlöcher mit insgesamt 408 Bohrmetern sind bereits niedergebracht worden und wurden um die bereits entdeckte Gold-/Kupfererzgangzone platziert. Dort wurde über eine Länge von 29 Metern ein hoher Kupfergehalt von 1,13 % festgestellt.
Vorteilhaft bei diesem Fund ist die Oberflächennähe, da dieser Gehaltgrad bereits auf den ersten 35 m Bohrabschnitt gefunden worden ist. Auch wurde auf einer Länge von 4,6 m 7,8 g/t Gold nachgewiesen und daher sollen die aktuellen Bohrungen Klarheit über die mögliche Ausbreitung der Gold und Kupfermineralisierung geben. Als spekulative Beimischung eignet sich der Explorer; zumal das Unternehmen mit einer Bewertung bei 0,16 CAD je Aktie eine Marktkapitalisierung von 3,7 Millionen CAD aufweist, die mit ca. 1,5 Millionen Cash-Bestand gedeckt ist.
Dividendenperle mit 4 Milliarden Euro Quartalsgewinn
Der Konzern Gazprom (ISIN: US3682872078, WKN: 903276, Ticker: GAZ) hat in den letzten Jahren massiv in verschiedenste Infrastrukturprojekte investiert und damit seinen zukünftigen Wachstumskurs zementiert. Letztes Großprojekt, welches u.a. durch die USA und die Grünen in der Fertigstellung behindert werden soll, ist das Großprojekt North Stream II. Mit Gerichtsverfahren und Sponsoring von Artikeln in Mainstreammedien wird seit Jahren gegen das Projekt gewettert. Nichts desto weniger wurde erst letzte Woche ein bisheriger Baustopp auf deutscher Seite der Pipeline über 2 km aufgehoben, so dass dieser Abschnitt nun zeitnah beendet werden kann.
Wenn dieses Großprojekt des russischen Unternehmens abgeschlossen wird, dann entfallen endlich die beständig hohen Investitionskosten und das Unternehmen kann in den nächsten Jahren die „Ernte“ durch steigenden operativen CashFlow und Gewinne ausweisen. Ein Anfang macht bereits der Quartalsgewinn in Q.1/2021. Hier berichtete die Gazprom Group, Muttergesellschaft der PJSC Gazprom, von einem Gewinn in Höhe von 362,6 Milliarden Rubel, was ungefähr 4 Milliarden Euro entspricht. Auf das Jahr hochgerechnet würden 16 Milliarden Euro Gewinn bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 65,3 Milliarden Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4,1 bedeuten. D.h. nach 4 Jahren hätte ein Investor sein heutiges Investment durch Dividenden und potentiellen Kursgewinnen zurückverdient.
Millennial Lithium – 315 Prozent in 14 Monaten
Der Lithiumexplorer Millennial Lithium (WKN: A2AMUE ISIN: CA60040W1059 Ticker: A3N2) ist in Argentinien tätig und war in den letzten zwölf Monaten einer der Lithium HighFlyer. Vom März-Tief 2020 ging es bis zum heutigen 18.05.2021 um über 315 Prozent nach oben, obwohl die Aktie seit der seit Januar 2021 andauernden Zwischenkorrektur ca. 50% der Kursentwicklung wieder abgegeben hat. Die Investmentbank Cantor Fitzgerald sieht das aber gelassen und gibt ein Kursziel von 4,20 Euro aus. Vom aktuellen Kurs von 1,82 Euro wäre das ein Potential von ca. 130 Prozent.
Es kann davon ausgegangen werden, dass durch die Energiewende und den Umstieg von Verbrennungsmotoren auf e-Mobilität die Lithiumnachfrage in den nächsten Jahren noch drastisch steigen wird. Allein für Europa wird eine Nachfrageschub von Lithium von einem Faktor von bis zu 60 angenommen. Soviel Lithium ist zu den aktuellen Preisen noch nicht einmal im Ansatz auslieferbar. Auch die Projektentwicklung vom Lithiumfund bis zu einem produzierenden Unternehmen ist ein Prozess, bei dem die Zeiteinheit in Jahren anzugeben ist. Wohl dem Autobauer, der sich bereits heute den Zugriff auf den Verbrauch von morgen gesichert hat, denn sonst wird die Auslastung der zukünftigen Batterieproduktion noch teurer.