Menü

14.10.2024 | 06:30

Rohstoffchancen JETZT nutzen? Almonty Industries, Arcadium Lithium, Barrick Gold, Rio Tinto Aktie

  • Almonty Industrie
  • Arcadium Lithium
  • Barrick Gold
  • Rio Tinto
Bildquelle: pixabay.com

Durch die langanhaltende Niedrigzinsphase zum einen, aber auch durch die stetigen Aufwärtsbewegungen der Aktienindizes nimmt die Zahl der Depot- und damit auch der Aktienbesitzer immer weiter zu. Allein in Deutschland gibt es (bis Sommer 2024) 32,7 Mio. Wertpapierkonten und damit 1,4 Mio. Depots mehr als noch im Vorjahr 2023. Dieser Zufluss an zusätzlicher Nachfrage könnte eine Erklärung sein, warum die Börsen immer höhere Niveaus ausbilden. Einen weiteren Punkt dürften die überschuldeten Staaten liefern, die zu einer Flucht aus Staatsanleihen hin zu den Rohstoff- und Aktienmärkten führen und so die Kurse auf neue Höhen treiben. Wer davon profitiert:

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0203981034 , AU0000305724 , GB0007188757 , CA0679011084


 

Almonty Industries mit wichtigem Fortschritt

Mit dem Abschluss der finalen technischen Überprüfung kann das Wolframunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker-Symbol: ALI) mit der Installation der Ausrüstung für die Verarbeitungsanlage in der Sangdong-Mine beginnen. Die letzte Testproduktion der Flotation-Verarbeitungstechnologie verschafft dem Unternehmen die Sicherheit der Skalierungsmöglichkeit der Produktionsprozesse und damit den effizienten Einsatz der Betriebsmittel. Für die Testproduktion wurde im Juli und August 2024 die Produktionsanlage im Maßstab 1 zu 500 nachgebaut und getestet. Im Ergebnis konnte ein Wolframkonzentrat von über 60 % erzielt und vom zuständigen südkoreanischen Labor (KETEP - Korea Energy Technology Evaluation and Planning) bestätigt werden. Das entspricht einer Erzausbeute von Wolfram von ca. 82 %.

Mit Abschluss der fast dreijährigen Pilotanlagenphase sind die Vorbereitungen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Prozesstechnologie und die Bestätigung der Anlagenleistung abgeschlossen. Die gewonnenen Erkenntnisse führten zu geringfügigen Anpassungen bei der Ausrüstung und der zu verwendenden Reaktionsmittel. Die Erzausbeute konnte durch diese Optimierungsmaßnahmen im letzten Testlauf auf beeindruckende 86,3 % erhöht werden. Das entspricht einem Anstieg des Wolframgehaltes (WO3) im Konzentrat von 60 % auf ca. 65 %. Der Aufbau der Verarbeitungsanlage wurde im Anschluss gestartet und ist bereits im vollen Gange. Und das wird für eine stabile Produktion von Wolframkonzentrat aus der Sangdong-Mine für die nächsten Jahre sorgen, so der CEO Lewis Black in einem der letzten Interviews.

Mit dem planmäßigen Produktionsstart Ende März 2025 wird Almonty Industries zu einem der größten Wolframproduzenten außerhalb Chinas aufsteigen. Da die Angebotslage am internationalen Wolframmarkt angespannt ist und die westlichen Staaten ihre Abhängigkeit von China reduzieren wollen, dürfte Almonty ein gewichtiger Lieferant mit Preissetzungsmacht werden. Darauf setzen auch immer mehr Investoren und beförderten den Aktienkurs in den letzten 12 Monaten von 0,50 CAD auf zuletzt 0,88 CAD empor.

Rio Tinto nach Arcadium Lithium Übernahme

Mit dem 6,77 Mrd. USD schweren Übernahmeangebot des Rohstoffgiganten Rio Tinto (WKN: 852147 | ISIN: GB0007188757 | Ticker-Symbol: RIO1) für den aus Livent und Allkem hervorgegangenen Lithiumproduzenten Arcadium Lithium (WKN: A3E13Q | ISIN: AU0000305724 | Ticker-Symbol: 7WO) katapultieren sich die Australier auf Platz 3 der größten Lithiumproduzenten. Mit einem Aufschlag von 90 % zum letzten Börsenkurs lässt die Geschäftsführung von Rio Tinto keinen Zweifel an ihrer langfristigen Überzeugung des starken Wachstumsmarktes der Lithiumnachfrage. Hier erwarten die Experten ein jährliches Wachstum von 10 % p. a. bis ins Jahr 2040 hinein.

Durch die Übernahme zu 5,85 USD je Aktie mit einem Aufschlag von 90 % zum letzten Börsenkurs sichert sich Rio Tinto den Zugriff auf die Lithiumminen in Argentinien, Australien, Kanada und den USA. Der Kaufzeitpunkt war zudem strategisch gut gewählt, denn durch das derzeitige chinesische Überangebot an Lithium notierten die Aktienkurse der Lithiumproduzenten nahe ihrer Tiefstände.

„Die Übernahme von Arcadium Lithium ist ein bedeutender Schritt in der langfristigen Strategie von Rio Tinto, um neben unseren führenden Aluminium- und Kupferbetrieben ein Lithiumgeschäft von Weltklasse zu schaffen, dass die für die Energiewende benötigten Materialien liefert“, sagte Jakob Stausholm, CEO von Rio Tinto.

Barrick Gold vor dem nächsten Ausbruch

Im Zuge der zunehmenden geopolitischen Spannungen haben die Goldzukäufe von Zentralbanken den Goldpreis auf neue Allzeithochs geschickt. Viele Goldproduzenten und Explorer konnten davon aber bisher noch nicht wirklich profitieren. So ergeht es auch dem zweitgrößten Goldproduzenten der Welt Barrick Gold (WKN: 870450 | ISIN: CA0679011084 | Ticker-Symbol: ABR). Die Aktie notiert mit 19,99 USD auf einem Kursniveau wie im Sommer 2019. Seinerzeit stand der Goldpreis jedoch noch ca. 1.300 USD je Unze niedriger bei ca. 1.300 USD. Doch auch wenn sich der Aktienkurs von Barrick Gold bisher kaum bewegt hat, so hat sich die fundamentale Situation des Unternehmens zu damals deutlich verbessert.

Ohne Zukäufe konnte das Unternehmen seine Gold- und Kupferreserven stetig schneller ausbauen, als sie durch die Minenproduktion abgebaut werden konnten. So stiegen die Reserven seit 2019 von 71,4 Mio. Unzen Gold um ca. 8 % auf 77 Mio. Unzen Gold bis Ende 2023 an. Das entspricht in etwa einem Goldgehalt über alle Minen des Unternehmens verteilt von ca. 1,65 g Gold je t Gestein. Auch die Verschuldung des Unternehmens konnte CEO Mark Bristow in den vergangenen vier Jahren deutlich senken. Die Nettoverbindlichkeiten schrumpften von ca. 2,1 Mrd. USD in 2019 auf ca. 688 Mio. USD bis zum 30.06.2024.

Aufgrund des weiter gestiegenen Goldpreises im abgelaufenen dritten Quartal 2024 und den sinkenden Gesamtkosten bei der Goldproduktion, wird von etlichen Marktteilnehmern mit einem weiteren Anstieg des freien Cashflows gerechnet. Neben Aktienrückkäufen dürfte dies dann auch zu einer höheren Dividende führen. Standardmäßig schüttet Barrick Gold im Quartal 0,10 USD-Dividende aus. Aufgrund des hohen Cash Bestandes dürfte diese nun um eine Sonderdividende von 0,15 USD erhöht werden. Sollte der Cashflow durch die hohen Goldpreise auch in den kommenden Quartalen so stark ausfallen, dann würde die bisherige Dividendenrendite von 2,0 % auf 5,0 % p. a. springen. Eine Neubewertung der Aktie würde dann die Folge sein.

Youtube

Fazit

Zum Ende des dritten Quartals nimmt die Sangdong-Mine von Almonty Industries die Wolframproduktion auf und steigt zu einem dominanten Anbieter in der globalen Wolframproduktion auf. Einer der größten Aluminium- und Kupferproduzenten Rio Tinto fokussiert sich mit der Übernahme von Arcadium Lithium auf den wachsenden Rohstoffbedarf durch die Energiewende. Diesen bedient zum Teil auch Barrick Gold, welcher nicht nur der zweitgrößte Goldproduzent der Welt ist, sondern mit der Entwicklung des Reko Diq Gold-Kupfer-Projektes in Pakistan auch zur globalen Nummer 3 der Kupferproduzenten aufsteigen könnte.



Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

Die Ita Joka S. A. ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Raus aus US-Staatsanleihen, rein in Rohstoffaktien! Deutsche Rohstoff AG, Power Metallic Mines, Rio Tinto

Raus aus US-Staatsanleihen, rein in Rohstoffaktien! Deutsche Rohstoff AG, Power Metallic Mines, Rio Tinto

Kommentar vom 23.02.2026 | 05:45

Statt das Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten von Amerika bezüglich der Zollpolitik der letzten zwölf Monate zu akzeptieren und die verfassungsgemäße Vorgehensweise über den US-Kongress zu gehen, reagierte der US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Verfassungsorgan mehr als herablassend. Er beschimpfte die sechs Richter des Supreme Courts hart, welche gegen das von ihm per Präsidialerlass eingeführte Zoll-Regime gestimmt hatten, und beschädigte gleichzeitig den Grundpfeiler der Gewaltenteilung in der ältesten Demokratie der Erde. Die globale Flucht aus US-Staatsanleihen dürfte sich daher weiter in Richtung Rohstoffe und Rohstoffaktien fortsetzen und auch die folgenden Aktienkurse weiter befeuern!

Zum Kommentar


Mit Grönland noch mehr Rohstofffokus – AJN Resources, Glencore, Rio Tinto

Mit Grönland noch mehr Rohstofffokus – AJN Resources, Glencore, Rio Tinto

Kommentar vom 19.01.2026 | 05:45

Der US-Präsident Donald Trump ist für seine unkonventionellen und übertriebenen Forderungen bekannt und setzt damit als Verhandlungspartner einen hohen Ankerpunkt in den Verhandlungen. Nun will die US-Administration die Rohstoffunabhängigkeit für die USA wiederherstellen und hat sich hierfür die rohstoffhaltige Insel Grönland ausgesucht, die aber von Dänemark verwaltet wird. Um den Zugriff auf die Insel zu bekommen, will der US-Präsident alle Staaten, die sich gegen die Übernahme der Insel durch die USA stellen, mit neuen Zöllen belegen, darunter auch die Bundesrepublik mit nochmals 10 % Sonderzoll ab 1. Februar 2026. Damit eskaliert die Lage zwischen den NATO-Bündnisstaaten und es zeigt gleichzeitig auf, welche Priorität die Rohstoffversorgung der US-Wirtschaft mittlerweile einnimmt. Daher sollten Investoren auf Rohstoffunternehmen wie diese schauen.

Zum Kommentar


Augen auf! BHP, Glencore, Laurion Mineral, Rio Tinto, Valneva

Augen auf! BHP, Glencore, Laurion Mineral, Rio Tinto, Valneva

Kommentar vom 12.01.2026 | 05:45

Aufgrund der Wiederbesinnung der USA auf die Monroe-Doktrin von 1823 und die Einteilung der Welt in Hemisphären sowie durch die Entführung des venezolanischen Präsidenten gibt die USA damit auch anderen Nationen den Vorwand, vor ihrer „Haustür“ aufzuräumen. Dies dürfte sich vor allem China zu Eigen machen und die Ein-China-Politik mit der Eingliederung Taiwans vollziehen. Ob dies tatsächlich geschehen wird, ist nicht mehr die Frage, sondern wahrscheinlich nur noch, wann die Besetzung von Taiwan erfolgt. Entsprechend sollten sich die Marktteilnehmer bereits aufstellen und dies bei zukünftigen Investitionen berücksichtigen. Besonders die Rohstoffversorgung liegt derzeit im Fokus, aber auch in vielen anderen Bereichen ist Bewegung.

Zum Kommentar