Menü

29.03.2021 | 05:45

Rohstoffe über alles - Deutsche Rohstoff AG, Gazprom, Millennial Lithium

  • GAZPROM
  • Deutsche Rohstoff
  • Millennial lithium
Bildquelle: pixabay.com

Die Börsenindizes rennen von einem Allzeithoch zum nächsten und seit einem Jahr wurde jeder Kursrücksetzer einfach von den Marktteilnehmern weggekauft. Während etliche Branchen mit teilweise dem 50 bis 60-fachen Jahresumsatz an der Börsen gehandelt werden und auf Sicht der nächsten Jahre ggf. Gewinn erzielen könnten, werden andere Branchen mit wachsenden Gewinnen und CashFlow derzeit noch nicht einmal mit dem einfachen Jahresumsatz bewertet. Wer die Zyklik des Börsengeschäftes kennt, positioniert sich nun rechtzeitig, kauft sich günstig in solche Aktien ein und profitiert langfristig am wachsenden Börsenkurs und ggf. den steigenden Dividenden.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: US3682872078 , DE000A0XYG76 , CA60040W1059


 

Deutsche Rohstoff AG – Gewinne sprudeln

Für die Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7 ISIN: DE000A0XYG76 Ticker: DR0) war das Geschäftsjahr 2020 durchwachsen. Den abrauschenden Erdölpreis nutzte das Unternehmen zu außerordentlichen Wertberichtungen seiner Investments, was trotz höherem EBITA als 2019 zu einem Unternehmensverlust führte. Doch die vorgenommenen Abschreibungen in 2020 führen bei dem wieder stark gestiegenen Erdölpreis nun zu hohen stillen Reserven. Allein bei Northern Oil & Gas betragen diese bereits mehr als 40 Prozent und das ist auch das Potential, was in der Aktie der Deutschen Rohstoff AG steckt.

Auch aus anderen Quellen sprudelt der Gewinn. Wie das Unternehmen mitteilte trennte sich die Deutsche Rohstoff AG von der im NASDAQ notierten Oasis Petroleum. Durch den Verkauf von Anleihen und Aktien wurde ein Gewinn von über 7,5 Millionen Euro erzielt, wobei der Großteil davon im Laufe des ersten Quartals 2021 gemacht wurde. Das kann auch jeder nachvollziehen, der sich den Kursverkauf von Oasis Petroleum anschaut. Für 2021 erwartet die Deutsche Rohstoff AG jedenfalls eine um 50 Prozent höhere Jahresproduktion an Erdöl und Erdgas im Vergleich zu 2020 und damit wird auch das EBITDA weiter ansteigen.

Des weiterene entwickelt sich die Beteiligung an Almonty Industries hervorragend. Der Wolframproduzent baut in Südkorea die zukünftig größte Wolframmine außerhalb Chinas und wird in wenigen Jahren für 7-10 Prozent des weltweiten Wolframangebotes stehen. Via der Aktien der Deutschen Rohstoff AG kann sich jeder seine eigene diversifizierte Rohstoffbeteiligung erwerben, denn auch im Goldsegment sind die Mannheimer aktiv.

Gazprom – North Stream 2 wann fertig?

Der Konzern Gazprom (ISIN: US3682872078, WKN: 903276, Ticker: GAZ) hat die letzten Jahre massiv in verschiedenste Infrastrukturprojekte investiert. Am aufregensten ist dabei sicherlich die Gaspipeline North Stream 2, denn die USA fürchten um weniger Absatz ihres teuren Frackinggases. Daher zündet die USA regelmäßig Nebelkerzen, verhängt Sanktionen und droht sogar NATO-Bündnispartnern mit Sanktionen, wenn diese sich dem Willen des Weißen Hauses unter Joe Biden nicht fügen wollen. Gerade die Äußerungen der vorletzten Woche seitens Joe Biden gegenüber seinem Amtskollegen Wladimir Putin, er sei ein Mörder, erhöhten die geopolitischen Spannungen enorm. Der zum Teil in Staatsbesitz befindliche Gazprom Konzern meistert aber bisher alle Schwierigkeiten um den Pipeline Bau sehr gut und wird die Pipeline in diesem Jahr fertig stellen.

Dann ist das nächste Großprojekt des russischen Unternehmens abgeschlossen und sorgt für die nächsten Jahrzehnte für beständigen CashFlow. Auch die Pipeline „Power of Sibiria“ vermeldete Anfang März 2021 Positives, denn im gesamten Februar 2021 konnte bereits mehr als dreimal so viel Erdgas durch die Pipeline gepumpt werden, als ursprünglich angedacht. Wenn dann auch die Schwesterpipeline „Power of Sibira 2“ fertig gestellt sein wird, wird Gazprom für 25 Prozent der chinesischen Gasimporte stehen. Bereits dieses Jahr sollen bis zu 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas an China ausgeliefert werden. Die Aktie hat also langfristig Potential und mit Abschluß der großen Investitionsprojekte steigen auch wieder die Gewinne und Dividenden deutlich an.

Millennial Lithium – 335 Prozent

Der Lithiumexplorer Millennial Lithium (WKN: A2AMUE ISIN: CA60040W1059 Ticker: A3N2) ist in Argentinien tätig und war in den letzten zwölf Monaten einer der Lithium HighFlyer. Vom März-Tief 2020 ging es bis zum 20.01.2021 um über 775 Prozent aufwärts. Doch selbst mit der dann einsetzenden Zwischenkorrektur auf heute, den 29.03.2021, 1,90 Euro je Aktie, notiert die Aktie immernoch 335 Prozent im Plus. Den aktuellen Kursrückgang sieht die Investmentbank Cantor Fitzgerald gelassen und hebt das Kursziel auf 4,20 Euro an. Vom aktuellen Kurs wäre das ein Potential von über 120 Prozent.

Da die Lithiumnachfrage in den nächsten Jahren drastisch steigen wird, das Angebot aber begrenzt ist, ist im Februar 2021 auch Sprott Capital Partners bei Millennial Lithium eingestiegen. Circa 22,40 Millionen Euro sammelte Millennial Lithium zu 2,60 Euro je Aktie ein. Mit diesem Geld sollen die beiden argentinischen Projekte Pastos Grandes und Cauchari East zügig weiter vorangetrieben werden. In zwei Jahren soll dann die Produktion auf dem Pastos Grandes Projekt starten, das sich in der Nähe der Produktionsstätten der Unternehmen wie Albemarle, Livent Corp., Orocobre und SQM befindet.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Übernahmesaison eröffnet -  Intel, Millennial Lithium, Ganfeng Lithium, NSJ Gold

Übernahmesaison eröffnet - Intel, Millennial Lithium, Ganfeng Lithium, NSJ Gold

Kommentar vom 19.07.2021 | 05:45

Die Sorgen über die Pandemie, die Warenknappheit vieler Güter, sowie die steigende Inflation beunruhigt zunehmend die Marktteilnehmer. Eine restriktivere Geldpolitik ist seitens der EZB und der FED nicht zuerwarten. Eine Stagflation mit sinkender Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig hoher Teuerung (Geldentwertung) scheint so langsam immer wahrscheinlicher zu werden. Die Flucht raus aus Staatsanleihen hin zu Aktien, dürfte dem aber nicht im Wege stehen, sondern eher den Trend befeuern. Daher fängt nun langsam auch die Übernahmesaison bei börsennotierten Unternehmen an, die einfach nur von diesem Trend profitieren oder Wettbewerber durch eine Übernahme aus dem Weg nehmen wollen.

Zum Kommentar


KGV von 1 - Jetzt zuschlagen? Gazprom, Royal Dutch Shell, Saturn Oil + Gas

KGV von 1 - Jetzt zuschlagen? Gazprom, Royal Dutch Shell, Saturn Oil + Gas

Kommentar vom 15.07.2021 | 05:45

Die Rohstoffmärkte laufen sich nicht nur aufgrund der Nachfrage, sondern auch wegen der hohen Geldschwemme warm. Statt die Wirtschaft durch eine Zinserhöhung etwas abzukühlen, wird durch milliardenschwere Konjunkturpakete zusätzlich noch Kapital in den Markt gebracht, der schon jetzt kaum mehr die Nachfrage bedienen kann. Der Erdgaspreis kletterte etwa innerhalb eines Jahres um 161% und ein Ende der Rally ist nicht in Sicht. Die Indikation für die Rohölsorte Brent stieg sogar vom Tief im April 2020 um 375% und notiert derzeit bei über 76 USD das Barrel. Das lässt die Gewinnmarge der Ölkonzerne deutlich ansteigen, doch sichtbar ist dies in den Aktienkursen noch nicht.

Zum Kommentar


Profit machen im Rohstoffboom - Gazprom, Carnavale Resources, Millennial Lithium

Profit machen im Rohstoffboom - Gazprom, Carnavale Resources, Millennial Lithium

Kommentar vom 30.06.2021 | 05:45

Seit Monaten laufen die Börsenindizes wie DAX 30, MDAX, Dow Jones 30, Nasdaq 100 oder S&P 500 von einem Allzeithoch zum nächsten. Bereits seit dem Kurssturz vom Frühjahr 2020 wurde jeder Kursrücksetzer als Nachkaufgelegenheit genutzt. Auch die aktuelle Schwächephase wird bisher trotz Indikatoren wieder zum Nachkaufen genutzt. Doch der Boom an den Aktien- und Rohstoffmärkten hat auch auch Folgen. Durch Lockdowns wurden Handels- und Lieferketten massiv gestört und nun trifft die seit sechs Monaten anziehende Nachfrage auf nicht lieferbare Waren. Die Teuerungsraten ziehen in allen Bereichen an und bringen immer mehr Marktteilnehmer - egal ob Automobilbauer oder Handwerker - trotz voller Auftragsbücher in drohende zeitliche Bedrängnis potentieller Vertragsstrafen. Da die Knappheit gleichzeitig die Vorratshaltung erhöht, steigen die Preise munter weiter. Von den direkt steigenden Preisen kann jeder Investor oder Anleger via Aktien oder Investitionen in den Rohstoff profitieren.

Zum Kommentar