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24.09.2019 | 06:00

Thomas Cook – Diese 4 Unternehmen profitieren von der Insolvenz

  • TUI AG
  • Thomas Cook
  • Urlaub
  • Reisen
  • DER Touristik
  • FTI Group
  • Alltours
  • Hannover
Bildquelle: pixabay.com

Der Gesamtumsatz der 5 größten deutschen Reiseveranstalter lag 2017/18 bei über 36 Mrd. Euro und war damit doppelt so hoch wie noch vor 15 Jahren. An der Spitze liegt ein bekanntes Unternehmen, welches von der Insolvenz der Thomas Cook Group am meisten profitieren sollte.
Einen Überblick zu den Profiteuren der Insolvenz finden Sie hier:

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Die bishergigen TOP 5 Reiseveranstalter nach Umsatz und Urlauberzahlen 2018 sortiert


5. Alltours

(1,44 Mrd. Euro + 1,73 Mio. Urlauber)

Im Geschäftsjahr 2017/2018 schickte Alltours 1,73 Mio. Gäste auf Reisen. 1,44 Mrd. Euro Umsatz konnte der Konzern 2017/18 erwirtschaften -bei 42 Mio. Euro Gewinn vor Steuern. Damit liegt Alltours auf dem fünften Platz der größten Reiseunternehmen in Deutschland.


4. FTI GROUP

(3,6 Mrd. Euro + 7 Mio. Urlauber)

Die Münchener FTI Gruppe ist das viertgrößte Reiseunternehmen Deutschlands und hat sein Geschäftsvolumen in den vergangenen 5 Jahren nahezu verdoppelt. Der Tourismuskonzern ist in der DACH Region vertreten und beschäftigt weltweit über 10.000 Mitarbeiter. 3,6 Mrd. Euro hat das Unternehmen mit Pauschal- und Bausteinreisen, Sprachreisen (LAL), Luxusreisen (Windrose) und Kreuzfahrten verdient.


3. DER Touristik Group

(6,7 Mrd. Euro + 9,9 Mio. Urlauber)

Die zur REWE Group gehörende DER Touristik setzte 2018 ca. 6,7 Mrd. Euro um. Der Konzernsitz ist in Frankfurt am Main. Mehr als 10.500 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, das mit 25 Reisespezialisten u.a. mit den Marken Apollo, Dertour, Exim Tours, ITS, Meiers Weltreisen und Kuoni das Nord-/ West- & Osteuropäische-Reiseveranstaltersegment abbildet. Die Nähe zum Kunden zeigt sich durch 2.400 Reisebüros in Deutschland, Schweiz, Osteuropa und Großbritannien.


2. Thomas Cook Group

(10,65 Mrd. Euro + 19 Mio. Urlauber)

Die börsennotierte Thomas Cook Group (WKN: A0MR3W) hat ihren Sitz in London, ist aber über die Tochter Thomas Cook AG auch in Deutschland vertreten. Damit lag Sie bis 2018 auf dem zweiten Platz der größten Reiseunternehmen Deutschlands und hat weltweit ca. 21.300 Mitarbeiter, die nun, ab dem 23. September 2019, um ihre beruflichen Perspektiven fürchten müssen.
Bekannte Marken sind u.a. MyTravel, Neckermann Reisen, Condor Flugdienst, Bucher Reisen und Öger Tours. Um diese werden nun sicherlich die verbleibenden 4 Reisekonzerne in den kommenden Wochen und Monaten buhlen, denn schließlich will jeder den ein oder anderen Reisenden der jährlich ca. 19 Mio. Urlauber für sein eigenes Unternehmen gewinnen.


1. TUI AG

(19,6 Mrd. Euro + 27 Mio. Urlauber)

Die Touristik Union International AG (WKN: TUAG00), besser bekannt als TUI AG, erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von 19,6 Mrd. Euro. Der weltweit größte Touristikkonzern beschäftigt rund 71.850 Mitarbeiter und über 27 Mio. Urlauber buchen jährlich Ihre Reise über den Konzern und seine Töchter. Der Reiseveranstalter gliedert sich weltweit über die Marken TUI, Robinson Club, RIU, Hapag-Lloyd Cruises sowie Marella Cruises auf. Der Marktanteil der TUI AG am deutschen Markt betrug 2018 ca. 18 Prozent und war damit federführend für 7,3 Mrd. Euro des Gesamtumsatzes.

Als „Platzhirsch“ könnte die TUI AG am meisten von der Insolvenz des Wettbewerbers Thomas Cook profitieren und sich den größten Anteil vom neu zu verteilenden Reisegeschäft einverleiben.
Der wirtschaftliche Ausfall der weltweiten Nr. 2 ermöglicht der Touristikbranche die Konsolidierung und Margenverbesserung, denn viele Urlauber werden in den nächsten Jahren sicherlich genauer auf die Solidität der Reiseunternehmen achten. Davon sollte vor allem die weltweite Nr. 1 profitieren, die mit einer Eigenkapitalquote von über 19,8% vergleichsweise sehr gut am Markt platziert ist.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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