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03.02.2026 | 05:45

Unbemerkte Uranrally mit Chancen bei American Atomics

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Bildquelle: pixabay.com

Durch die enorme Jahresanfangsrally bei den Edelmetallen mit neuen Allzeithochs bei Gold mit 5.598 USD je Unze, bei Silber mit 121,65 USD je Unze und dem drastischen Abverkauf bis zum gestrigen Tage waren andere Rohstoffe nicht mehr im Fokus der Medien. Dieses Ungleichgewicht in der Berichterstattung bietet Investoren aber die Chance, sich Märkten zu widmen, die aktuell noch weniger stark bespielt werden. Hier sollten interessierte Investoren auf den Uranmarkt blicken, der sich nach der Korrektur seit Anfang 2025 still und heimlich von 63 USD je Pfund um 50 % auf bereits 99 USD je Pfund bis diesen Montag steigern konnte. Während der Uranpreis nicht mehr weit von dem 2024er Hoch bei 106,40 USD je Pfund entfernt ist, haben die Aktien in diesem Segment bisher noch nicht wieder das vergangene Momentum aufnehmen können.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA0240301089


 

Enormer globaler Energiebedarf

Aufgrund des globalen Bevölkerungswachstums und der damit einhergehenden Elektrifizierung und Digitalisierung der Welt wächst die Nachfrage nach Energie jedes Jahr weiter an. Am stärksten legte das Wachstum der Energienachfrage in den sogenannten BRICS-Staaten zu, die für 2/3 des globalen Anstieges von jährlich ca. 4 % verantwortlich waren. Aber auch der Ausbau von Rechenzentren mit erhöhtem Kühlungsbedarf und die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen lassen den Stromverbrauch ständig weiter ansteigen. Entsprechend stark ist auch der globale Ausbau an neuen Atomkraftwerken, der in den verschiedenen Nationen unterschiedlich stark vorangetrieben wird. Um dem wachsenden Bedarf an Energie Rechnung tragen zu können, ist die Atomkraft und damit neue Atomkraftwerke ein wesentlicher Schlüssel in den meisten entwickelten und sich entwickelnden Ländern der Welt. Von derzeit 63 im Bau befindlichen Kernreaktoren befinden sich die meisten in China (36), Indien (8) und Russland (7). Entsprechend stark wird auch die Nachfrage nach Uran zulegen, welche auf ein beschränktes Angebot trifft und bereits preistreibend ist.

American Atomics will Uran-Wertschöpfungskette für die USA aufbauen

Von dieser wachsenden Nachfrage will auch das kanadische Unternehmen American Atomics (WKN: A41EBW | ISIN: CA0240301089 | Ticker-Symbol: Q3B) profitieren. Das Unternehmen hat sich zusammen mit Chemical Vapour Metal Refining (CVMR) das Ziel gesetzt, das erste vollständig integrierte Uran-Lieferkettenunternehmen Nordamerikas zu werden, mit dem Fokus auf die Versorgung der Nachfrage in den USA. Von der Exploration über die Urangewinnung bis hin zur Umwandlung, Anreicherung und Verwendung von Uran will American Atomics die komplette Wertschöpfungskette abbilden. Bisher ist die USA noch von Uranlieferungen aus Russland und China abhängig, welche das Land aber bis 2027 vollständig zurückfahren möchte. Um als großer Verbraucher von Kernbrennstoffen das Abhängigkeitsverhältnis von Russland und China deutlich zu verringern, fördert die USA daher Projekte in den USA und baut bereits strategische Lagerbestände auf.

American Atomics: Exploration in US-Uranregion

Um die Abhängigkeit der USA von ausländischen Uranlieferungen zu verringern, hat sich American Atomics im bekannten Lisbon-Valley Urangebiet im US-Bundesstaat Utah den Zugriff auf das Big-Indian-Projekt gesichert. In der Vergangenheit wurden in der dortigen Region bereits 78 Mio. Pfund Triuranoctoxid (U₃O₈) mit einem durchschnittlichen Urangehalt von ca. 0,37 % gefördert und anschließend angereichert. Das Big-Indian Grundstück setzt sich aus 217 Claims (Blöcken) zusammen, die sich im Osten des Lisbon-Valley Urangebietes erstrecken. Die dortigen uranhaltigen Vorkommen liegen nach bisherigen geologischen Befunden in einer Tiefe von 600 m bis 830 m und die alten Bohrlochdaten weisen in dieser Tiefe erhöhte Strahlungswerte auf.

Dieses Jahr wird American Atomics mit der systematischen Erkundung dieses Projektgebietes beginnen und es entsprechend systematisch erkunden. Planmäßig will das Unternehmen bis Ende 2030 jedes Jahr mind. 3,6 Mio. USD investieren, um die Exploration und Entwicklung des Grundstückes voranzutreiben. Durch diese jährliche Investitionszusage ermöglicht es sich das Uranunternehmen, seinen Grundstücksanteil bis Ende 2030 kontinuierlich auf 80 % auszubauen.

Weitere Projektgebiete mit ehemaliger Uranmine

Ein weiteres Projekt mit einer Beteiligung von aktuell 60 % besitzt American Atomics in Kenora im kanadischen Bundesstaat Ontario. Das Kenora-Projekt umfasst die frühere Uranmine von Richard Lake. Hier wurde kürzlich erst der NI 43-101 Report aktualisiert. Auf Basis von 60 Bohrlöchern und 7.703 Bohrmetern ergibt sich eine Ressourcenschätzung von 590.000 t U₃O₈ mit einem Anteil von 0,10 % Uran. Das Hauptvorkommen liegt in einer Tiefe von bis zu 300 m und ist insgesamt 210 m lang und ca. 3 m breit.

Zusätzlich befindet sich mit Blue Streak im US-Bundesstaat Colorado ein nächstes Projekt. Dieses liegt im historischen Uran-Vanadiumabbaugebiet mit mehreren ehemaligen Bergwerken und erstreckt sich über 919 ha. Laut dem letzten NI 43-101 Bericht befinden sich in der Kategorie „gemessen und angezeigt“ insgesamt 75.000 Pfund Uran und daraus werden weitere 369.000 Pfund abgeleitet. Wird die Vanadiumressource in einem historischen Vergleichsverhältnis von 6,7:1 umgerechnet, erhöht sich das mögliche Vorkommen auf über 2,9 Mio. Pfund. Aktuell hat sich American Atomics einen Anteil von 49 % des Projektgebietes gesichert, kann aber durch bereits getroffenen Kaufbedingungen den Anteil auf 100 % aufstocken.

Förderung der Uranindustrie durch US-Regierung

Die USA investierte zuletzt 2,7 Mrd. USD in den Aufbau einer eigenen Brennstofflieferkette. Der Ausbau der Atomenergie ist für die Trump-Regierung unumgänglich, wenn der stetig steigende Energiebedarf durch künstliche Intelligenz und zahlreiche neue Rechenzentren gedeckt werden soll. Die US-Nachfrage nach angereicherten Uran soll bis 2035 schätzungsweise auf mind. 50 t pro Jahr ansteigen und die Energieproduktion aus Atomkraft soll sich in den nächsten 25 Jahren vervierfachen.

Auf einen Wachstumsmarkt setzen

Wer auf den langfristigen Anstieg der Nachfrage nach Uran und den Ausbau der Kernenergie setzen will, für den dürfte die Aktie von American Atomics interessant sein. Vom aktuellen Preisanstieg des Uranpreises ist im Chart des Unternehmens bisher noch nicht viel zu sehen und das bietet Investoren die Chance, mit dem ausgebildeten Boden zwischen 0,25 CAD bis 0,30 CAD die Aktie günstig einsammeln zu können. Da das Apriltief vom letzten Jahr bei 0,20 CAD und das Septemberhoch bei 0,98 CAD lag, ergibt sich für strategische Investoren zudem ein sehr interessantes Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV). Bei einem Einstieg zu 0,30 CAD und einem Stoppkurs bei 0,19 CAD mit einem Anstiegspotenzial auf 0,98 CAD beträgt das CRV sehr interessante 6:1.



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