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26.10.2020 | 05:45

Wieder massiver Anstieg bei digitalen Assets voraus? - PayPal, BIGG Digital Assets, Deutsche Bank

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Bildquelle: pixabay.com

Auch wenn sich die schwergewichtigen Techaktien wie Amazon, Apple, Nvidia und Co. trotz ihrer hohen Marktkapitalisierungen in den letzten 7 Monaten teilweise mehr als verdoppelt haben, scheint nun für die Highflyer die Luft dünner zu werden. Gewinnmitnahmen setzen den Kursen zu. Die realisierten Gewinne und die Liquidität suchen nun neue Anlagemöglichkeiten. Hauptprofiteur dieser Umschichtung scheint die Welt der digitalen Assets zu werden. Unternehmen mit Fokussierung auf diesen Sektor konnten in den letzten Wochen zulegen und klassische Branchen wie den arg gebeutelten Bankensektor outperformen. Doch auch hier gibt es scheinbar wieder ein Lichtblick.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

PayPal – Spektakuläre Börsenübernahme?

Letzte Woche verkündete der Online-Bezahldienst PayPal (WKN: A14R7U ISIN: US70450Y1038 Ticker: 2PP) den Einstieg in die Kryptowährungen bzw. die Akzeptanz, auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel zuzulassen. Diese Entscheidung allein hatte es schon in sich, denn nun kann jeder Käufer und Verkäufer frei entscheiden, ob er lieber US-Dollar, Euro oder halt Bitcoin oder Ethereum als Zahlungsmittel nutzen und akzeptieren will.
Damit eröffnet PayPal seinen über 320 Millionen regelmäßigen Nutzern nicht nur mehr Auswahl bei den Bezahloptionen, sondern gleichzeitig stellt sich damit erstmals ein internationaler Großkonzern auf die Seite zu mehr Marktwirtschaft. Dass damit jedem Unternehmen und auch jedem Verbraucher eine echte Kontoalternative zu dem planwirtschaftlich organisierten Zentralbankensystem geboten wird, dürfte sich erst nach und nach herumsprechen. Damit PayPal das Kurs-/Währungsschwankungsrisiko für seine Kunden absichern und gleichzeitig eine depotführende Einheit für digitale Vermögenswerte sicherstellen kann, wollen die Kalifornier die Plattform BitGo übernehmen. Wenn sich beide Unternehmen einig werden, könnte die Transaktion bereits im November 2020 erfolgen. Bereits jetzt wickelt BitGo über 20% aller Bitcoin-Transaktionen ab.

BIGG Digital Assets - Cointrackertechnologie

Damit Kryptowährungen sicher und nachvollziehbar gehandelt werden können, hat sich das kanadische Sicherheits- und IT-Unternehmen BIGG Digital Assets (WKN: A2PS9W ISIN: CA0898041086 Ticker: 7111) auf die Kryptosicherheit spezialisiert. Auf der hauseigenen Kryptoplattform „Netcoin“ handeln im Schnitt 20.000 Akteure regelmäßig. Netcoin wird wahrscheinlich die erste legale und zertifizierte Handelsplattform von ganz Kanada werden. Das Genehmigungsverfahren dafür läuft bereits und BIGG Digital Assets erwartet einen positiven Bescheid bis zum Jahresende 2020.
Zum Unternehmen gehört auch die Blockchain Intelligence Group (BIG), welche eine der weltweit führenden Entwickler für die Datenanalyse und Risikobewertung von Geschäften mit digitalen Währungen ist. Innerhalb der BIG wurde genau dafür das Programm QLUE entwickelt welches ein wesentliches Herzstück der Aktiengesellschaft sein dürfte. QLUE (Qualitative Law Enforcement Unified Edge) wird bisher bereits von Strafverfolgungsbehörden, Banken, Börsen, Geldautomatenbetreibern genutzt, um kriminelle Geschäfte aufzudecken und entsprechende Coins zu markieren und zu verfolgen. Erst kürzlich hat eine US-Bundesbehörde wieder eine Jahreslizenz im Wert von 320.000 CAD erworben. Das zeigt die weite Akzeptanz des Systems gerade in Nordamerika. Wenn nun mit den PayPal News, Kryptowährungen als Handelsinstrument zuzulassen, die Nachfrage nach Bitcoin, Ethereum & Co. wieder deutlich zulegt, wird gerade auch BIGG Digital Assets einer der Profiteure von diesem Anstieg sein. Ein wiederholter 200 Prozent Anstieg sollte dabei nicht überraschen, schließlich könnte sich übergeordnet eine Tassen-Henkel-Formation entwickeln.

Deutsche Bank – Investmentbanking bringt Lichtblick

Was keiner mehr geglaubt hat, scheint der Chef der Deutschen Bank (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DBK) Christian Sewing geschafft zu haben. Nach milliardenschweren Verlusten in den vergangenen Jahren zeigt der gigantische Umbau des Konzerns nun die ersten Hoffnungsschimmer und Lichtblicke. Im dritten Quartal 2020 erzielte das grösste deutsche Geldhaus wiederholt einen Gewinn und die Analysten rechnen mit einem Gewinn vor Steuern von 177 Millionen Euro. Damit würden die Frankfurter das dritte Quartal in Folge einen Gewinn ausweisen und damit in den ersten neun Monaten 2020 ca. 480 Millionen Euro verdient haben. Im Vergleichszeitraum 2019 musste der Konzern noch einen Verlust vor Steuern von 687 Millionen Euro ausweisen.
Dieser Wandel hin zur Profitabilität war nur möglich durch eine radikale Schrumpfkur der Deutschen Bank. 18.000 Arbeitsplätze sind dem Rotstift zum Opfer gefallen, das Unternehmen zog sich aus riskanteren Geschäftsbereichen zurück und verkaufte Wertpapiere und Kredite in Milliardenhöhe. Damit wurde die Schwankungsanfälligkeit des Investmentbankings reduziert und diese Sparte liefert nun wieder kontinuierlich die bitter nötigen Gewinnmargen, um den weiteren Konzernwandel zu bewältigen. Auch wenn noch ungefähr 20 Prozent der gut 500 Filialen geschlossen werden, um die Kostenseite zu entlasten, muss die Deutsche Bank zusätzlich die Risikovorsorge für faule Kredite erhöhen, denn die politisch verordnete Corona-Krise wird zu deutlich steigenden Kreditausfällen führen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar vom 26.11.2020 | 05:45

Die Angst vor einem nächsten Crash und einer Deflation ist wahrscheinlich genauso hoch wie die Angst vor einer massiven Geldschwämme durch die Zentralbanken und der damit verbundenen potentiellen Geldentwertung oder gar Hyperinflation. Auch wenn jeder Crashprophet wohl irgendwann recht behalten wird, so wird auch jedes gut strukturierte Depot je nach Szenario unterschiedlich stark davon betroffen sein - positiv wie negativ.
Welche Anlageklassen wie stark betroffen sein werden, ist Spekulation. Jedoch bietet folgendes Beispiel nach dem zweiten Weltkrieg eine drastische Veranschaulichung: Während ein Siemensaktionär seine in Reichsmark gekauften Aktien mit in die neue DM-Welt nehmen konnte, haben Anleger in Versicherungen und Staatsanleihen alles verloren, genauso wie Grund- und Immobilienbesitzer in den Ostgebieten oder bei der Flucht aus der DDR.
Daher könnten Aktien und Investitionen in Unternehmen mit Zukunftsperspektive die Risiken eines Crashs oder Hyperinflation abmildern.

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Kommentar vom 16.11.2020 | 05:45

Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und niemand, der einmal die Vorteile genutzt hat, will sie später wieder missen. Auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt, so vereinfacht der digitale Fortschritt viele Anwendungen und verringert in der Produktion menschliche Fehlerquellen. Die Anwendung von elektronischen Kapitaltransfermöglichkeiten verbreitert die Bezahlmöglichkeiten für die stetig steigenden Nutzerzahlen. Auch als Wertspeicher werden Krypto-Assets immer beliebter. Dass dies auch die kriminellen Elemente jeder Gesellschaft anlockt, steht außer Frage, doch auch hier haben sich Unternehmen bereits positioniert.
Die große Frage, die viele mittlerweile umtreibt, ist: – Wann kommt der digitale Euro von der EZB?

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Kommentar vom 12.11.2020 | 05:45

Die sich stetig verschlechternde globale Geschäftslage hat, mit Ausnahme von China, zu deutlich erhöhter Risikovorsorge bei den Finanzinstituten geführt. Zwangsläufig sinken durch die Rückstellungen die Gewinne und durch den zweiten LockDown war noch kein Silberstreifen am Horizont. Doch die Nachricht vom neuen Impfstoff von BioNTech und Pfizer brachte wieder Leben in die darniederliegende Hoffnung der Bankaktionäre.
Teilweise zweistellig sprangen die Bankaktien an und bescherten wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Ob es tatsächlich das Licht vom Tunnelende ist oder nur ein weiterer entgegenkommender Zug, wird die Zukunft zeigen.

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