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02.12.2019 | 05:45

Angst vor dem Crash? - E.ON, Gazprom, Triumph Gold als Depotretter?

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Bildquelle: pixabay.com

Wenn Anleger Angst vor sinkenden Börsenkursen haben und Vermögensverwalter sowie Banken den nächsten Crash propagieren, dann sollte sich die aktuelle Marktphase genauer angeschaut und nicht überstürzt gehandelt werden. Klar, sollte es zu einem Crash kommen, dann sind zyklische Industrien, wie der Automobil- und der Chemiesektor eher betroffen, weil Konsumentscheidungen in die Zukunft verlagert werden, als die bei defensiven Werten der Fall ist. Dabei werden defensive Werte oftmals gleichgesetzt mit Unternehmen, die auch in Krisenzeiten relativ sichere Absatzmärkte haben, wie die Energieversorgung oder Nahrungsmittelkonzerne, denn: Gegessen wird immer.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

E.ON

Die Aktie von E.ON (WKN: ENAG99) war unter Aktienhändlern in den Jahren 2008 – 2016 eher unter dem Namen E.OFF bekannt, denn sie verlor über 86 Prozent des Kurswertes in der Spitze. Erst mit dem Tief Ende 2016 wurde der Schalter wieder von E.OFF auf E.ON umgelegt und die Aktie konnte in der ersten Anstiegswelle um 80 Prozent binnen 12 Monaten bis Ende 2017 steigen. Die anschließende Korrekturphase wurde erst im August 2019 beendet und seitdem entwickelte sich die Aktie von E.ON vom einstigen „Schmuddelkind“ hin zum Musterschüler im Energiesektor. Mit der Übernahme von Innogy (WKN: A2AADD) im Sommer 2019 hat sich E.ON nun wieder ein neues Profil mit klarem Geschäftsmodell gegeben. Genau auf so eine Ausrichtung hat die Börse gewartet. E.ON dürfte damit in den kommenden Jahren zum Börsenliebling vieler Investoren werden.

Gazprom

Die Aktie von Gazprom (WKN: 903276) lieferte in diesem Jahr fast ausschließlich positive Nachrichten. Die baldige Fertigstellung wichtiger Pipelines wie North Stream II nach Deutschland und auch der Sila Sibiri nach China dürfte den CashFlow von Gazprom für die nächsten Jahre massiv erhöhen. Da nach der Fertigstellung der Pipelines die Ausschüttungsquote von 25% auf 50% auch den Aktionären zu Gute kommen soll, reagierte der Kurs in 2019 bereits mit einem Anstieg von über 70% in der Spitze.
Dennoch dürfte es nun aber zumindest kurzfristig zu Gewinnmitnahmen kommen, denn der ukrainische Noch-Geschäftspartner Naftogaz gewann ein Berufungsverfahren gegen Gazprom und dieses verpflichtet Gazprom zu einer Zahlung von 2,56 Mrd. US-Dollar. An der Zahlung der Summe dürfte Naftogaz ggfs. gar kein Interesse haben, denn den Ukrainern ist eher daran gelegen, einen neuen Liefervertrag mit Gazprom auszuhandeln, denn der aktuelle Vertrag läuft zum 31.12.2019 aus. Aus diesem Grund dürfte die Aktie zumindest kurzfristig unter Druck geraten, was aber auf lange Sicht eher die Chance zum Nachkauf liefert, um sich diese Dividendenperle zu sichern.

Triumph Gold zusammen mit Rio Tinto und Newmont Goldcorp.

Das Unternehmen Triumph Gold (WKN: A2DK8F) produziert/ liefert im Vergleich zu Gazprom oder E.ON weder Gas noch Strom, sondern im Crashfall profitiert das Unternehmen von der Flucht des Kapitals in Gold und Silber bzw. in die Produzenten der Edelmetalle.
Das Freegold Mountain Projekt ist dabei das Herzstück des Unternehmens mit verschiedenen hochgradigen Zonen von Gold- und Silbergehalten. Das wissen auch die großen Marktplayer und mit ca. 18% der Aktien ist das Schwergewicht der Goldindustrie Newmont Goldcorp. (WKN: 853823) mit einer Marktkapitalisierung von 32 Mrd. USD der größte Einzelaktionär bei Triumph Gold.
Im zweiten unternehmenseigenen Projekt von Triumph Gold auf der Andalusite-Peak Liegenschaft wurde im August 2019 ein Optionsvertrag mit dem 87 Mrd. USD Konzern Rio Tinto (WKN: 852147) vereinbart.
Tritt also der von Vermögensverwalter sowie Banken propagierte Crash ein, dürften Anleger mit den benannten Papieren in unterschiedlichen Sektoren weniger stark vom Absturz betroffen sein und ggfs. sogar profitieren.


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