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05.01.2026 | 05:45

Durchbruch in 2026? E.ON, dynaCERT, Heidelberger Druckmaschinen, Ondas Holdings

  • E.ON
  • dynaCERT
  • Heidelberger Druckmaschinen
  • Ondas Holdings
Bildquelle: pixabay.com

Die Prognosen der Analysten, Bankhäuser und Investmentprofis für das gestartete neue Jahr 2026 sind vielfältig und die Einschätzungen liegen teils weit auseinander. Während die einen vor einem starken Rückgang in einem überhitzten Markt warnen, sehen andere eine weitere Fortsetzung des Bullenmarktes trotz historischer Höchststände an den Aktienmärkten als unausweichlich an. Wer in der von Unsicherheit geprägten Welt des Geldes aber langfristig seinen Vermögensaufbau bewerkstelligen möchte, der dürfte mit den Grundprinzipien wie Risikostreuung und Diversifikation weiterhin am besten fahren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA26780A1084 , DE000ENAG999 , DE0007314007 , US68236H2040


 

dynaCERT Inc. mit Trendwende?

Das kanadische Cleantech-Unternehmen dynaCERT Inc. (WKN: A1KBAV | ISIN: CA26780A1084 | Ticker: DMJ) hat das abgelaufene Jahr 2025 genutzt, um sich neu aufzustellen. Dabei ist der Kern des im Wasserstoffbereich tätigen Unternehmens geblieben, aber die vertretenen Personen haben sich geändert. Der bisherige Unternehmenslenker Jim Payne baut das Unternehmen seit 2024 zielgerichtet um und konnte einen Branchenkenner aus der Automobilindustrie für den Unternehmensumbau gewinnen. So wechselte der jahrelang als geschäftsführender Gesellschafter der Hatz Gruppe tätige Bernd Krüper bereits 2024 seine bisherige Tätigkeit und wurde neuer Präsident von dynaCERT Inc.

In 2025 nahm die Dynamik zu und es konnten weitere Veränderungen und Fortschritte erzielt werden. So wurde die Kooperation mit dem Elektrolysespezialisten Cipher Neutron weiter ausgebaut und dynaCERT Inc. hält seit Sommer 2025 insgesamt 15 % an dem Elektrolyseurunternehmen. Ebenfalls konnte im Sommer 2025 das Projekt der Umrüstung der Hafenkräne des französischen Hafens von Rochefort begonnen und im Herbst 2025 bereits abgeschlossen werden. Bei diesem Pilotprojekt wurden Hafenkräne mit dynaCERTs HydroGEN™-Technologie entsprechend umgerüstet. Diese reduziert den Dieselverbrauch der Kräne, senkt die CO2-Emissionen und zusätzlich reduziert sich die Stickoxid- und Feinstaubbelastung um 20 % bis 45 %. Der Hafenbetreiber ließ insgesamt fünf Kräne umzurüsten.

Diese positive Referenz will dynaCERT Inc. in 2026 nutzen, um den globalen Markt der Hafenausrüstung für sich zu gewinnen. Bis 2032 soll dieser Absatzmarkt von zuletzt 19,72 Mrd. USD um 4,5 % p. a. auf 28,3 Mrd. USD Jahresumsatz anwachsen. Gerade im Bereich der Hafenausrüstung sehen die Kanadier enormes Potenzial, denn ca. 64 % der Maschinen in diesem Bereich werden derzeit noch mit Diesel betrieben. Das ist gerade für die Nachrüsttechnologie von dynaCERT Inc. ein sehr spannendes Wachstumssegment und könnte in 2026 den Durchbruch für die Aktie bringen. Das Research-Unternehmen GBC hat jedenfalls auf Basis der Wachstumspläne des Unternehmens ein Kursziel von 0,75 CAD (0,46 EUR) ermittelt.

Heidelberger Druckmaschinen mit Kaufempfehlung

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (WKN: 731400 | ISIN: DE0007314007 | Ticker-Symbol: HDD) konnte im vergangenen Jahr 2025 einen beeindruckenden Kursanstieg aufweisen. Notierte die Aktie noch im April im Tief bei 0,86 EUR, so schoss der Wert bis August 2025 auf 2,81 EUR empor. Hier machten sich der Rüstungsboom und die verbesserte Auftragslage deutlich bemerkbar bei den Investoren, ehe Gewinnmitnahmen bis Jahresende den Wert wieder auf 2,00 EUR drückten. Dort verharrte die Aktie auch zwischen den Jahren in den umsatzschwachen Tagen zum Jahresausklang und zum Jahresanfang 2026.

Doch in 2026 könnte die Aktie einen weiteren Schub erleben, denn die Nachfrage aus dem Rüstungsbereich nimmt stetig zu. So konnte noch vor Weihnachten 2025 eine Absichtserklärung mit Ondas Autonomous Systems (OAS) (WKN: A2QLNR | ISIN: US68236H2040 | Ticker-Symbol: 1B8) im Bereich der autonomen Verteidigungstechnologie für Europa unterzeichnet werden. Hier liegt der Fokus beider Unternehmen darauf, eine effiziente Lösung für die Bekämpfung unbemannter Luftfahrzeuge (UAV) zu entwickeln. Heidelberger Druckmaschinen setzt damit seine Diversifizierungsstrategie weiter um und stößt in den Bereich der Märkte für Verteidigung weiter vor. Auch wenn dies erst mittelfristig zu Umsätzen führen dürfte, sieht das Research-Unternehmen mwb research ein Kursziel von 2,80 EUR als realistisch an und vergibt nach wie vor eine Empfehlung zum „Kauf“.

E.ON auf Positive Catalyst Watch

Auch die Aktie des Energieversorgers und Europas größtem Netzbetreibers E.ON (WKN: ENAG99 | ISIN: DE000ENAG999 | Ticker-Symbol: EOAN) konnte das Jahr 2025 positiv abschließen und eine Trendwende hinlegen. So wurde im Januar 2025 mit 10,34 EUR das letzte Tief der Aktie markiert und von da aus bis August 2025 eine Rallye von 58 % auf 16,55 EUR hingelegt. Von da aus konsolidierte der Wert bis Mitte Dezember um die 15 EUR Marke, ehe die Aktie seitdem wieder Kurs in Richtung neuer Jahreshochs nahm. Bei zuletzt 16,43 EUR fehlen auch nur noch 0,13 EUR, um das August Hoch zu überwinden und ein neues 12-Jahreshoch zu erreichen.

Trotz des Anstiegs in 2025 ist die Aktie noch moderat bewertet. So beträgt die Dividendenrendite bei 0,55 EUR Dividende aktuell 3,34 % p. a. und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist mit 13,92 als günstig zu bewerten. Die US-Bank JPMorgan und deren Analyst Javier Garrido stuft die Aktie von E.ON als „Overweight“ ein und erhöhte vor Weihnachten das Kursziel von 16,00 EUR auf 17,50 EUR. Die europäischen Versorger seien günstig bewertet und werden daher als „Positive Catalyst Watch“ betrachtet. Im ersten Quartal 2026 erwartet der Analyst zudem positive Signale für das Gesamtjahr und hält die Chancen auf Verbesserung der Netzwerkregulierung in Deutschland für unterschätzt.

Fazit

Die Aktien von E.ON und Heidelberger Druckmaschinen haben in 2025 bereits einen ersten Aufwärtsimpuls gesehen, der sich in 2026 fortsetzen dürfte. Auf die Trendwende bei der Aktie wartet derzeit noch das Cleantech-Unternehmen dynaCERT Inc.; hat aber durch die Unternehmensumstrukturierung und die letzten Auftragsabwicklungen das Fundament für einen Trendwechsel in 2026 bereits gelegt.



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