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23.10.2020 | 05:45

Aufstand im Bankensystem? PayPal, wallstreet:online AG, TUI AG

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Bildquelle: pixabay.com

Immer mehr Menschen realisieren die massiven Auswirkungen der politisch verordneten Corona Maßnahmen für die globale Wirtschaft. Während China schnell den Schalter von Off auf On gelegt hat, verweilt ein Großteil der westlichen Industrienationen in der Schockstarre. Statt mutig voran und neue Wege zu gehen, wollen die Regierungen am liebsten die Wirtschaft und das jeweilige Volk in den Winterschlaf schicken. Im Frühjahr soll dann mit dem „großen Neustart“ die Wirtschaft wieder hochgefahren und die Menschen mit alles heilenden Impfstoffen geweckt werden. Ist das in einer komplexen Welt wirklich so einfach und realitätsnah oder schlichtweg verrückt?
Um dieser Verrücktheit entfliehen zu können, arbeiten clevere Unternehmen an Lösungen und beschreiten mutig neue Wege. Und davon kann jeder Aktionär profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

PayPal – Mit Krypto-Zahlungen gegen die Zentralbanken?

Der vielgenutzte Online-Bezahldienst PayPal (WKN: A14R7U ISIN: US70450Y1038 Ticker: 2PP) ist mit seinen über 320 Millionen regelmäßigen Nutzer bei Onlinekäufen nicht mehr weg zu denken. Im Frühjahr 2020 bestätigte das Unternehmen der Europäischen Union die Arbeiten an einer Zahlfunktion für Kryptowährungen. Doch mit der Meldung vom Mittwoch, den 21.10.2020, überraschte das Unternehmen nicht nur die Wettbewerber, sondern auch die Zentralbanken mit einem Paukenschlag. Die Bezahlfunktion Kryptowährungen zu kaufen, zu verkaufen oder sie sogar im PayPal-Konto halten/sparen zu können wurde eingeführt. Damit können nun alle Menschen mit Zugang zum Internet und einer E-Mailadresse ganz einfach Bitcoin, Ethereum oder Litecoin & Co. zum Handel nutzen, ohne einen meist recht umständlichen Zugang an einen der weltweiten Kryptobörsen eröffnen zu müssen. Das US-amerikanische Unternehmen wächst beständig im Umsatz wie auch Gewinn. Im Vergleich zu den meisten Staaten der Welt könnte PayPal sämtlich Schulden aus dem CashFlow innerhalb eines Geschäftsjahres zurückzahlen. Damit könnte die Einführung der Bezahlfunktion mit Kryptowährungen durch PayPal einen massiven Impact auf die Zentralbanken der Welt wie auch auf die Kryptowährungen an sich haben.

wallstreet:online AG – Innovation wird belohnt

Die Weichen für die massive Aufwärtsbewegung der wallstreet:online AG Aktie (WKN: A2GS60 ISIN: DE000A2GS609 Ticker: WSO1) in 2020 legte das Unternehmen bereits Ende 2019 mit der Einführung von Smart Broker. Mit der Einführung des hauseigenen Brokers für die größte Finanzcommunity Deutschlands wollten die Macher hinter den bekannten Finanzportalen wie Börsennews, Ariva, wallstreet:online, finanznachrichten oder auch dem Smart Investor die Kundenbindung erhöhen und die Kosten für das Sparen in Aktien oder Zertifikaten deutlich senken. Dass der Smart Broker aber mit seinem Gebührenmodell derart den Nerv der Anleger und Aktiensparer trifft, hatte selbst die Geschäftsführung der wallstreet:online AG nicht erwartet. Eine ganze Zeitlang kam es im Mai und Juni 2020 auf Grund des Neueröffnungsansturms sogar zu einem längeren Abarbeitungsstau, so dass die gewünschten Konten/Depots erst zwei bis drei Wochen später eröffnet werden konnten. Das war für die smarten Investoren das Signal, dass die wallstreet:online AG im zukünftigen Quartal wohl mehr verdienen wird als angenommen und somit auch den prognostizierten Ausblick nach oben revidieren dürfte. Die GBC AG gab im letzten Research Bericht jedenfalls ein Kursziel von 15 Euro je Aktie aus, was zum aktuellen Stand von 10,65 Euro einen Anstieg von über 40 Prozent bedeuten würde. Wer noch nicht investiert ist, kann die aktuelle Korrekturphase nutzen, um weitere Positionen an der Aktie aufzubauen.

TUI AG – starke positive Divergenz?

Die TUI AG (WKN: TUAG00 ISIN: DE000TUAG000 Ticker: TUI1) gehört wie alle mit der Reise- und Touristikbranche verbundenden Unternehmen zu den durch die LockDown-Maßnahmen der Regierung mit am stärksten betroffenen Großunternehmen. Nur mit massiven Staatshilfen via der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) konnte das in Hannover ansässige Unternehmen vor der Insolvenz gerettet werden. Ob diese Staatshilfen nun wiederum richtig waren, oder ob es besser gewesen wäre, das Unternehmen weiterhin den marktwirtschaftlichen Prinzipien zu unterwerfen, soll nicht Gegenstand des heutigen Kommentares sein. Was jedoch in den letzten Tagen aufgefallen ist, ist, dass sich im Relativen Stärken Index (RSI) eine starke positive Divergenz ausgebildet hat. Zwar notiert die Aktie des Reisekonzerns mit 3,37 Euro zum 23.10.2020 nahe dem diesjährigen März-Tief, jedoch scheint nachhaltiges Kaufinteresse unterhalb eines Kurses von 3,50 Euro je Aktie vorzuliegen.
Wer mutig und/oder spekulativ auf den Turnaround setzen möchte, der baut aktuell Positionen auf. Es ist schließlich davon auszugehen, dass mit der Freigabe eines möglichen Impfstoffes gegen Covid-19, die weltweiten Reiseaktivitäten wieder zulegen werden. Es ist bei privaten Reisen sogar mit gewissen Nachholeffekten zu rechnen, um die verpassten Erlebnisse in gewisser Hinsicht nachzuholen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Während China nicht nur mit einer neuen Freihandelszone Impulse setzt, sondern auch mit dem ersten Mondflug seit 40 Jahren der Welt wieder einen übergeordneten wissenschaftlichen Fortschritt aufzeigt, verrennt sich die westliche Politik in immer mehr Beschränkungen, Kontrollen und befeuert damit eine geistige und gesellschaftliche Abwärtsspirale. Groß- wie auch Kleininvestoren flüchten aus einst sicheren Staatsanleihen und suchen den Schutz ihres Kapitals in nationalen und internationalen (Hidden-) Champions.

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Die Angst vor einem nächsten Crash und einer Deflation ist wahrscheinlich genauso hoch wie die Angst vor einer massiven Geldschwämme durch die Zentralbanken und der damit verbundenen potentiellen Geldentwertung oder gar Hyperinflation. Auch wenn jeder Crashprophet wohl irgendwann recht behalten wird, so wird auch jedes gut strukturierte Depot je nach Szenario unterschiedlich stark davon betroffen sein - positiv wie negativ.
Welche Anlageklassen wie stark betroffen sein werden, ist Spekulation. Jedoch bietet folgendes Beispiel nach dem zweiten Weltkrieg eine drastische Veranschaulichung: Während ein Siemensaktionär seine in Reichsmark gekauften Aktien mit in die neue DM-Welt nehmen konnte, haben Anleger in Versicherungen und Staatsanleihen alles verloren, genauso wie Grund- und Immobilienbesitzer in den Ostgebieten oder bei der Flucht aus der DDR.
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Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und niemand, der einmal die Vorteile genutzt hat, will sie später wieder missen. Auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt, so vereinfacht der digitale Fortschritt viele Anwendungen und verringert in der Produktion menschliche Fehlerquellen. Die Anwendung von elektronischen Kapitaltransfermöglichkeiten verbreitert die Bezahlmöglichkeiten für die stetig steigenden Nutzerzahlen. Auch als Wertspeicher werden Krypto-Assets immer beliebter. Dass dies auch die kriminellen Elemente jeder Gesellschaft anlockt, steht außer Frage, doch auch hier haben sich Unternehmen bereits positioniert.
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