12.01.2026 | 05:45
Augen auf! BHP, Glencore, Laurion Mineral, Rio Tinto, Valneva
Aufgrund der Wiederbesinnung der USA auf die Monroe-Doktrin von 1823 und die Einteilung der Welt in Hemisphären sowie durch die Entführung des venezolanischen Präsidenten gibt die USA damit auch anderen Nationen den Vorwand, vor ihrer „Haustür“ aufzuräumen. Dies dürfte sich vor allem China zu Eigen machen und die Ein-China-Politik mit der Eingliederung Taiwans vollziehen. Ob dies tatsächlich geschehen wird, ist nicht mehr die Frage, sondern wahrscheinlich nur noch, wann die Besetzung von Taiwan erfolgt. Entsprechend sollten sich die Marktteilnehmer bereits aufstellen und dies bei zukünftigen Investitionen berücksichtigen. Besonders die Rohstoffversorgung liegt derzeit im Fokus, aber auch in vielen anderen Bereichen ist Bewegung.
Lesezeit: ca.
3 Minuten.
Autor:
Stefan Bode
ISIN:
AU000000BHP4 , JE00B4T3BW64 , CA5193221010 , GB0007188757 , FR0004056851
LAURION Mineral vermutet zusammenhängendes Golderzsystem
Das kanadische Unternehmen LAURION Mineral (WKN: A0LHML | ISIN: CA5193221010 | Ticker-Symbol: 5YD) sucht in der kanadischen Provinz Ontario nach Gold. Das Projekt, auf welches die Explorationsgesellschaft ihren Fokus richtet, nennt sich Ishkōday und umfasst eine Gesamtfläche von 57 km². Das Projektgebiet zeichnet sich bereits durch nachgewiesene Goldvorkommen und weitere Metallvererzungen aus. Durch die letzte Finanzierungsrunde ist das diesjährige Bohr- und Erkundungsprogramm abgesichert, sodass in den kommenden Monaten der Fokus auf die Weiterentwicklung des Projektes gelegt werden kann.
Bereits Ende November 2025 machte Laurion Minerals mit den Ergebnissen aus drei Bohrlöchern auf sich aufmerksam. So konnten bei den Bohrungen Nummer 63, 65 und 66 des diesjährigen Sommerbohrprogramms mehrere goldhaltige Abschnitte verkündet werden. Diese befanden sich in der Auswertung in verschiedenen Tiefen des Gesteins und reichten von 1,02 g/t Gold auf einer Länge von 1,50 m bis zu 2,67 g/t Gold bei einem Abschnitt von 0,7 m Länge.
Die Präsidentin und Chefin des Unternehmens, Frau Cynthia Le Sueur-Aquin, sagte, dass diese Funde noch frühe Ergebnisse aus einem geologisch komplexen Gebiet seien, aber den Geologen wichtige Hinweise über den möglichen Verlauf der Gold- und Metallvorkommen liefern. Die Vermutung besteht, dass die beiden alten Bergbaugebiete Brenbar und Sturgeon River über ein größeres Mineralisierungssystem miteinander verbunden sind. Dies bekräftigen auch die letzten vier Laborergebnisse aus den Bohrlöchern 67, 68, 69 und 70. Hier waren die goldhaltigen Abschnitte zwischen 0,5 m bis 3,0 m lang und wiesen Goldgehalte von etwa 1,04 g/t bis 7,3 g/t auf. Insgesamt wurden auf Ishkōday bisher 470 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 100 km niedergebracht.
Valneva – Wie geht es weiter?
Im Sommer 2025 bekam die Aktie von Valneva SE (WKN: A0MVJZ | ISIN: FR0004056851 | Ticker-Symbol: AYJ) einen Schub, nachdem die Marktzulassung des Chikungunya-Impfstoffs IXCHIQ durch die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA veranlasst worden ist. Als erstes Land der Welt wurde in Brasilien der Valneva Impfstoff für Personen über 18 Jahren zugelassen, um den immer wieder auftretenden Chikungunya-Virus in den verschiedenen Landesteilen zu bekämpfen.
Doch nun ist die Lage bei Valneva etwas ungewiss, denn noch vor dem Jahreswechsel beendeten Valneva und der größte Impfstoffhersteller der Welt, das Serum Institute von Indien, die Lizenzvereinbarung für den Chikungunya-Impfstoff. Während die einen Marktteilnehmer die Beendigung der Lizenzvereinbarung als negativ betrachten, sehen das andere Marktbegleiter mehr als nur positiv. Durch diesen strategischen Schritt von Valneva erhält das Unternehmen die direkte Kontrolle über seine Lieferkette und die Kommerzialisierung zurück und könnte ggf. eine Kooperation mit einem der großen Pharmakonzerne eingehen.
BHP oder Rio Tinto mit Glencore?
Viele Augen sind derzeit auf das australische Rohstoffunternehmen BHP (WKN: 850524 | ISIN: AU000000BHP4 | Ticker-Symbol: BHP1) gerichtet. Vor allem wegen der Sondierungsgespräche und einer möglichen Übernahme von Glencore (WKN: A1JAGV | ISIN: JE00B4T3BW64 | Ticker-Symbol: 8GC) durch Rio Tinto (WKN: 852147 | ISIN: GB0007188757 | Ticker-Symbol: RIO1). Bis zum 05.02.2026 hat Rio Tinto Zeit, um ein formelles Angebot zu unterbreiten, sofern die Frist nicht verlängert wird.
Sollte es tatsächlich zu einer Übernahme von Glencore durch Rio Tinto kommen, würde dies den Bergbausektor nachhaltig durcheinanderwirbeln. Beide Unternehmen kämen zusammen auf eine Marktkapitalisierung von derzeit 178 Mrd. EUR (208 Mrd. USD) und würden damit an BHP, welches derzeit mit 139 Mrd. EUR (158 Mrd. USD) bewertet wird, vorbeiziehen und zur Nummer 1 aufsteigen.
Bereits im letzten Jahr kam es zu einer Neuformierung im Rohstoffsektor, als Anglo American die Fusion mit dem kanadischen Kupferkonzern Teck Resources verkündete. Die Konsolidierungswelle würde sich mit der möglichen nächsten Übernahme fortsetzen und damit auch den Druck auf das Management von BHP erhöhen, schneller zu wachsen. Einige Marktteilnehmer rechnen damit, dass BHP ggf. ebenfalls ein Angebot für Glencore abgibt und somit eine Übernahmeschlacht um das Unternehmen entstehen könnte. Dagegen spricht aber, dass das Portfolio von Glencore für beide Konzerne zu vielfältig ist und es ggf. nur um einen Wettkampf um die kupferhaltigen Assets kommen könnte, während die restlichen Vermögenswerte nach und nach veräußert werden würden.
Fazit
Ein klares Momentum liegt derzeit bei den Aktien aus dem Rohstoffsegment und davon profitieren besonders die Rohstoffkonzerne wie BHP, Glencore und Rio Tinto. Doch auch bei den Goldexplorern wie LAURION Minerals steigt die Nachfrage an und dies könnte die Aktie in den nächsten Jahren auf neue Allzeithochs bringen. Ungewiss ist aktuell noch die weitere Entwicklung bei der Valneva-Aktie, bei welcher ein Ausbruch gen Norden wie auch gen Süden derzeit nicht ausgeschlossen werden kann.