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09.11.2020 | 05:45

Ausbruchaktien – Jinko Solar, Almonty Industries, Aston Martin

  • Almonty Industries
  • Wolfram
  • Aston Martin
  • JinkoSolar
Bildquelle: pixabay.com

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ – wusste bereits Heraklit von Ephesus, 535-475 v.Chr., zu berichten. Vor dem Hintergrund von Jahrzehntetrends wie Digitalisierung und Dekarbonisierung ist das Zitat von Heraklit heute noch genauso aktuell wie vor über 2.500 Jahren. Rasch verändernde Marktbedingungen und zunehmende Komplexität muss jedes Unternehmen bewältigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Profiteure dieses Wandels sind Jinko Solar, Almonty Industries und Aston Martin.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Aston Martin – Turnaround geschafft? 10,5% p.a. per Anleihe

Nach der letzten Vorstellung des britischen Luxusautoherstellers Aston Martin (WKN: A2N6DH ISIN: GB00BFXZC448 Ticker: A5S) ist einiges passiert, positiv wie auch negativ. Auch wenn der Glanz des James-Bond „Dienstautos“ abgenutzt ist, so trauern die Fans um Sean Connery, der wie kein anderer die Filmfigur James-Bond geprägt hat. Insgesamt sieben Mal verkörperte er James Bond zwischen 1962 und 1983. Der Aston Martin DB5 unterstützte ihn 1964 zum ersten Mal in Goldfinger.
Auch wenn der Verlust für die Aston Martin & James Bond Fans schmerzlich ist, hatten die Aktionäre allen Grund zur Freude, denn Daimler stieg nach unserem letzten Bericht bei Aston Martin ein und katapultierte die Nachfrage nach Aktien nach oben. In der Spitze wurde die Aktie mit 0,70 Euro gehandelt und damit 25% höher!
Kurz darauf verkündete zudem das Management der Luxusmarke, eine 1,1 Milliarde USD Anleihe mit 10,5 Prozent p.a. Verzinsung auf den Markt zu bringen. Mit dem Geld will das Unternehmen auslaufende Papiere refinanzieren und staatliche Garantien ablösen.

Wolfram – verkannter Wertstoff

Wolfram ist ein stiller Begleiter im Alltag und nicht mehr weg zu denken. Welche Anwendungsfelder fallen einem aber ein?
Wolfram als Mikromotor ist z.B. für den Vibrationsalarm des Mobiltelefons verantwortlich. Als Glühfaden in der Glühbirne erhellt er den meisten Menschen morgens die Räume. Bei vereisten Autofenstern sorgen Wolframfäden im Glas zügig für klare Sicht.
Doch über 80% des weltweiten Wolframs stammen aus China und das empfinden immer mehr Staaten als strategisches Problem. Die Lösung für die Abhängigkeit bietet das kanadische Wolframunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD ISIN: CA0203981034 Ticker: ALI). Almonty Industries betreibt bereits zwei Wolframminen in Portugal und Spanien. Bis 2022 will das Unternehmen zu einem der wichtigsten Wolframproduzenten außerhalb Chinas werden. Denn dann soll die größte Wolframmine in Südkorea in Betrieb gehen. Die dortige Sangdong Mine soll für 30% der nicht-chinesischen Wolfram-Weltproduktion stehen. Investoren sollten daher Kursschwäche nutzen und erste Positionen aufbauen.

Jinko Solar – über- oder unterschätzt

Die Aktie von Jinko Solar (WKN: A0Q87R ISIN: US47759T1007 Ticker: ZJS1) hat in den letzten Monaten für viele Schlagzeilen gesorgt. Ob massive Fehlspekulation und Pleitekandidat, oder Profiteur und beste Investition in diesem Jahrhundert. Über 200 Prozent ging es schon seit Anfang September bis heute, den 09.11.2020, aufwärts. Doch auch wenn der neue „Börsenstar“ glänzt, funkelt nicht alles im Unternehmen. Mit einem hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) wird dem Unternehmen ein sehr starkes Wachstum unterstellt, obwohl die Gewinne der letzten Jahre alles andere als konstant gewesen sind. Die Börse scheint aber seit der US Wahl letzte Woche die Klimaschutzkarte zu spielen, denn der wahrscheinliche neue US-Präsident Joe Biden dürfte für einen stärkeren Klimaschutz der USA stehen und das befeuerte die Aktie von Jinko Solar.
Die Aktie stieg vom Wahltag bis Freitag, den 06.11.2020 um über 40%. Dort setzten aber wieder Gewinnmitnahmen der kurzfristigen Spekulanten ein. Dennoch wurde die vergangene Woche mit einem Kursplus von fast 10% abgeschlossen. Von Neuinvestitionen sollte aktuell Abstand genommen werden. Bereits investierte Investoren sollten ihre Gewinne nicht mehr aufs Spiel setzen und die Aktien eng absichern. Das letzte Tief von 55,82 USD könnte dabei als Orientierung dienen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Die globale Automobilindustrie befindet sich in einer wichtigen Übergangsphase in eine neue Ära. Diese Ära stellt nicht nur die Antriebsform und den zu verbrauchenden Energieträger in Frage, sondern auch die Art und Weise wie bisher Geschäfte angebahnt und abgewickelt worden sind. Ganz klar ist auf jeden Fall: wer keine klare Vision und Umsetzungsstrategie hat, wird diese Transformationsphase nicht überstehen und den Markt für immer verlassen.

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Kommentar vom 13.10.2020 | 05:45

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab und immer neue Meldungen befeuern die Krise: Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Systemkrise, politische Krise, Coronakrise, … .
Jede Medaille hat jedoch drei Seiten. Die neutrale Seite als Rand und die beiden sich gegenüberliegenden Flächen als negative und positive Seite der Medaille. Die meisten Menschen werden durch die permanente Negativität aus dem Gleichgewicht gebracht, verlieren die Fokussierung und leben dann in permanenter Angst. Wer das Umdenken jedoch schafft und die Zeit der Krise als Chance zur Neuorientierung auffasst, der kann gerade jetzt von den Trendwenden, Unterbewertungen und Kurskorrekturen an den Aktienmärkten profitieren. Zeit sich Amazon, Scottie Resources und JinkoSolar anzuschauen.

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Die Furcht vor Versorgungsengpässen bei Rohstoffen ist angesichts der Dominanz Chinas im Rohstoffmarkt vorherrschend und bekannt. Gerade auch die Corona-Krise hat gezeigt, wie verletzlich eine hocheffiziente und vernetzte Weltwirtschaft ist, selbst wenn nur kleine Teile innerhalb der Produktionskette fehlen, sei es durch Betriebs- oder gar Grenzschließungen.
Viele Staaten der westlichen Welt haben dies bereits erkannt und eigene Förderprogramme entwickelt, um auf industriell wichtige Rohstoffe strategischen Zugriff zu haben.

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