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08.08.2023 | 13:33

Ausgeliefert - dynaCERT, Nel ASA, Plug Power Aktie

  • dynaCERT
  • Nel Asa
  • Plug Power
Bildquelle: pixabay.com

Die politische Unsicherheit auf den internationalen Märkten nimmt weiter zu. Während der militärische Putsch in Niger die internationalen Finanzmärkte bis auf den Uransektor wenig interessierte, hat die aktuelle Stellungnahme der italienischen Politik vom Dienstag, den 8.8.2023 bereits jetzt weit mehr Einfluss gezeigt. Die italienische Regierung hat angekündigt, eine Sondersteuer für „Übergewinne“ von Banken in Italien einführen zu wollen. Die dortigen Banken wie Unicredit oder Intesa Sanpaolo sind solchen Maßnahmen ausgeliefert und die Aktien brachen daraufhin um 7 bzw. 8 % ein. Die Steuer soll 40 % betragen und dem Staat in 2023 noch zwischen 3 bis 4 Mrd. EUR an Steuermehreinnahmen einbringen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: DE000A0D6554 , CA26780A1084 , US72919P2020


 

dynaCERT – Auslieferung verzögert

Nachdem am 26.5.2023 beim kanadischen Wasserstoffunternehmen dynaCERT (WKN: A1KBAV | ISIN: CA26780A1084 | Ticker: DMJ) eine Bestellung von HydraGEN™-Einheiten eingegangen und bezahlt worden ist, verzögert sich die Auslieferung der Einheiten durch fehlende Dokumente beim Käufer. dynaCERT erhielt für die ersten 93 HydraGEN™-Einheiten bereits die Bezahlung, konnte aber bisher nur 2 Geräte ausliefern, da vom Käufer fehlende Dokumente die Exporterlaubnis verhinderten. Daher musste das Unternehmen die Auslieferung der restlichen 91 Geräte verschieben, da u. a. die entsprechenden elektrischen Spannungsdaten mit welchen der Käufer in Guyana arbeitet, bisher nicht berichtet worden sind.

Auch hält der guyanische Zoll die beiden gelieferten Geräte noch zurück, da das Käuferunternehmen die Zollunterlagen für die Geräte noch nicht abgegeben hat. CEO & President von dynaCERT Jim Payne gibt sich bzgl. der Verzögerungen bisher gelassen und sagte: „Als international tätiges kanadisches Unternehmen haben wir gelernt, die alltäglichen geschäftlichen Herausforderungen, die der globale Klimawandel manchmal mit sich bringt, zu respektieren. Wir unterstützen weiterhin bereitwillig die Klimaschutzziele des Staates Guyana und freuen uns darauf, alle Geschäftsleute willkommen zu heißen, die an unserem unerlässlichen Streben nach einer besseren nachhaltigen Zukunft für alle beteiligt sind, einschließlich ausnahmslos aller unserer bestehenden und potenziellen Kunden in Guyana."

Plug Power vor den Quartalszahlen

Während im Juni und Juli 2023 die Aktie von Plug Power (WKN: A1JA81 | ISIN: US72919P2020 | Ticker: PLUN) noch positiv überraschen konnte und der Aktienkurs von unter 7 EUR auf über 12 EUR ansteigen konnte, ging es in den letzten 6 Handelstagen wieder unter die 10 EUR Marke zurück. Anscheinend traut die Börse dem Unternehmen keine positiven Überraschungsmomente zu den heute vorzulegenden Quartalszahlen zu. Der US-Brennstoffzellenbauer hatte erst kürzlich zusammen mit der US-Handelskammer und 31 weiteren Organisationen mit einem Brandbrief an den US-Präsidenten Biden auf sich aufmerksam gemacht. Die eingeführten Clean Hydrogen Production Tax Credit (PTC), welche die Wasserstofftechnologie in den USA fördern soll, ist schlecht ausgearbeitet und die Richtlinien für Steuergutschriften sind zu strikt.

Die Kritik lässt die Aktionäre nun aber weniger optimistisch in die Zukunft blicken und seit dem Brandbrief fällt der Kurs der Aktie ab. Auch die Aufträge für zwei Elektrolyseure für den australischen Markt, wie auch der nicht näher bezeichnete Großauftrag aus Europa, überzeugen die Aktionäre im Moment nicht mehr. Für Goldman Sachs hingegen ist der aktuelle Pessimismus übertrieben. Die Investmentbank stellte Plug Power vor den Quartalskennzahlen als potenziellen Short-Squeeze Kandidaten vor. Da die Plug Power Aktien eine hohe Leerverkäuferquote von ca. 23 % Anteil hat, könnte eine positive Überraschung bei den Quartalskennzahlen zum zwangsweisen Eindecken der Leerverkäufer führen, und damit einen starken Kaufdruck bei der Aktie auslösen.

Nordex ohne Impulse

Der Nordex Aktie (WKN: A0D655 | ISIN: DE000A0D6554 | Ticker-Symbol: NDX1) fehlen nach wie vor die Impulse und das Papier verlor seit Ende Juli mehr als 12 % seiner Marktkapitalisierung. Wurden am 27.7,2023 noch 13,67 EUR je Anteilsschein aufgerufen, so wurde die Aktie zuletzt mit 11,92 EUR gehandelt. Ob hier im aktuellen Marktumfeld noch einmal Dynamik auf der Oberseite aufkommen könnte, ist aktuell fraglich, auch wenn Analysten höhere Kurse erwarten.

Goldman Sachs sieht die Aktie derzeit als „Neutral“ gibt aber ein Kursziel für den TecDax Wert von 15 EUR aus, nachdem die Kennzahlen im 2. Quartal besser als erwartet waren. Optimistischer ist dagegen Jefferies. Diese stufen die Nordex Aktie als „Buy“ ein und halten eine Zielmarke von 17 EUR für gerechtfertigt, weil die Profitabilität sich zum zweiten Mal in Folge verbessert hat. Die Deutsche Bank gab zuletzt sogar 18 EUR als Kursziel aus.



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