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28.12.2021 | 05:45

Comeback der Wasserstoffaktien? Ballard Power, dynaCERT, Nel ASA Aktie

  • Ballard Power
  • DynaCERT
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Bildquelle: pixabay.com

Wie sieht die Transportwelt von morgen aus und können Nutzfahrzeuge zukünftig emissionsfrei mit grünem Wasserstoff angetrieben werden? Im Nutzfahrzeugbereich bietet die Wasserstofftechnologie im Vergleich zur reinen batterieelektrischen Mobilität zwei wesentliche Vorteile. Zum einen gewährleistet Wasserstoffmobilität eine deutlich höhere Reichweite (800 bis 900 km mit einer Tankfüllung) und zum anderen kann ein Wasserstofftank in nur wenigen Minuten gefüllt werden. Da das Aufladen einer Batterie im Lastverkehr erheblich länger dauert und damit auch Standzeiten massiv erhöht werden, hat Wasserstoff die besseren Chancen sich zumindest in diesem Segment durchzusetzen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: BALLARD PWR SYS | CA0585861085 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235


 

Wasserstoff ist Alternative der Stunde – dynaCERT

Das kanadische Unternehmen dynaCERT (WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Ticker: DMJ) mit Sitz in Toronto, produziert und vertreibt eine einzigartig patentierte Technologie, welche sowohl den Kraftstoffverbrauch als auch die CO2-Emmission bestehender Diesel-Motoren deutlich minimieren kann. Der durch ein Elektrolysesystem erzeuge Wasser- und Sauerstoff wird über Luftzufuhr dem Verbrennungsprozess zugeführt. Diese Technologie wird in Form von Nachrüstkits vertrieben, um bestehende Fahrzeuge umweltfreundlicher und effizienter betreiben zu können.

Die Kunden z. B. ein Transportunternehmen, können somit ihre Umweltbelastungen kurzfristig deutlich reduzieren. Aber auch in anderen Bereichen mit hohem Dieselverbrauch, wie z. B. bei der Bergbaumaschinen oder Schiffen, kann die sogenannte HydraGEN-Technologie zum Einsatz kommen. Aufgrund des erheblichen Umrüstpotentials in den o. g. Bereichen, kann ein spekulatives Investment in dynaCERT Sinn machen. Im Moment wartet der Markt aber noch eine Bodenbildung im Bereich von 0,125 EUR und 0,15 EUR ab.

Ballard Power – Unterstützungszone hält noch

Das ‘Urgestein‘ in der Wasserstofftechnologie ist Ballard Power Systems Inc. (WKN: A0RENB ISIN: CA0585861085 Ticker: PO0). Das kanadische Unternehmen, mit Sitz in Vancouver, stellt emissionsfreien PEM-Brennstoffzellen für den Schwerlastbetrieb her. Doch auch in anderen Bereich sind die Kanadier aktiv. Zum Beispiel soll in einem dreijährigen Projekt mit Microsoft und Caterpillar, die Stromversorgung inkl. Notstrom für Rechenzentren mit großformatigen Wasserstoff-Brennstoffzellen demonstriert werden. Die Anwendungsfelder von Ballard Power Produkten werden immer umfangreicher und mit dem Markt der Rechenzentren eröffnet sich ein ganz neues Geschäftsfeld

Doch trotz diverser Innovationen und starken Partnerschaften war nach dem starken Anstieg der Aktie in 2019 und 2020 eine Korrektur überfällig und führte in 2021 zu einem Kursrückgang von über 71%. Aber obwohl der Aktienkurs vom Allzeithoch im Januar ‘21 bei 34,80 EUR auf 10,96 EUR gefallen ist, befindet sich der Kurs derzeit noch oberhalb der wichtigen Unterstützungszone, die im Bereich von 10,25 EUR – 10,75 EUR verläuft. Wenn diese Zone hält, könnte charttechnisch hier eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit vorliegen, die eng abgesichert, eine hohes Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV) verspricht.

Weitere Aufträge – Nel ASA

Das ebenfalls global operierende Unternehmen Nel ASA (WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Ticker: D7G) mit Sitz in Oslo, liefert Lösungen für die Herstellung von Wasserstoff aus elektrischer Energie, sowie dessen Speicherung und Verteilung. Die Norweger die u. a. auch eine Fertigungslinie für Wasserstoff-Tankstellen betreiben, gaben zum Heiligen Abend einen größeren Auftrag für ein alkalisches Elektrolyseursystem über 3 Millionen EUR bekannt. Die Auslieferung der Anlage in Europa soll in 2022 erfolgen, so dass mit der Wasserstoffproduktion in 2023 begonnen werden kann.

Im Rahmen eines neuen Kaufauftrages aus den USA, sollen weitere Wasserstofftankstellen in den USA ausgerüstet werden. Nel ASA Tochtergesellschaft Nel Hydrogen Fueling hat den Auftrag von einem Kraftstofflieferanten erhalten, aber keinen Namen dazu genannt. Umfang des Auftrages sind sechs Millionen USD und die Einheiten sollen in 2022 und 2023 ausgeliefert werden. Doch bei einer Marktkapitalisierung von 2,3 Mrd. EUR sind das keine nennenswerten Auftragsvolumina, die sich zum Überschwang eignen. Daher wird Nel ASA auch planmäßig erst in 2026 schwarze Zahlen schreiben. Charttechnisch könnten mit dem Tief vom 20.12.21 bei 1,399 EUR ein Boden ausgebildet worden sein, so dass ein impulsiver Anstieg bevorstehen könnte. Eng abgesichert bei 1,39 EUR bietet sich für kurzfristig orientierte Anleger eine spannendes CRV von 3 zu 1.


Fazit

Mit der Versorgung der PKW-Industrie bzw. der Batterie-Fahrzeuge stehen die Staaten vor gewaltigen Herausforderungen. Es ist fraglich, ob ausreichend Elektrizität dauerhaft zur Verfügung gestellt werden kann. Somit muss ein erheblicher Teil der Mobilität bzw. des Transportwesens mit anderen Energiequellen versorgt werden. Hier wird Wasserstoff eine zentrale Rolle spielen. Die Zeit ist längst reif, den potentiellen Beitrag von Wasserstoff zu einem nachhaltigen Energiesystem weiter voranzutreiben. Wasserstoff wird daher für die Erreichung eines Energiesystems mit ‘Netto-Null-Emissionen‘ bis 2050 unverzichtbar sein. Damit können Kursrücksetzer in diesem Segment zum Einstieg genutzt werden, wenn zwingend Stopkurse gesetzt werden.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Kommentar vom 20.06.2022 | 05:45

Wegen Wärmeversorgungproblematik und massiven Steigerungen der Energiepreise durch die einseitige Sanktionspolitik der Westeuropäischen Staaten, werden die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie immer interessanter. Etliche Politiker bezeichnen diese sogar entsprechend politisch aufgeladen als Friedenstechnologie. Unternehmen aus dem Sektor zeigen auch nach dem Hype der letzten Jahre schon wieder Stabilisierungstendenzen. Es könnte sogar, nach den erheblichen Verlusten der letzten beiden Jahre, wieder ein neuer Bullenmarkt in diesem Segment eröffnet werden, da die Staaten nun zig Milliarden EUR, GBP und USD in diesen Bereich investieren und großzügig subventionieren.

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Mit immer schärferen Sanktionen gegen Russland führte die EU-Kommission zusammen mit den EU-Staaten ein Teil-Embargo für russisches Öl ein. Dadurch werden nun sämtliche Importe von Erdöl und Destillaten boykottiert, die nicht via Pipeline transportiert werden. Von dem Embargo betroffen sind nun alle Transporte über Land per LKW, See per Tanker oder dem Transportflugzeug . Damit steigen die Kosten für den Endverbraucher mit Ansage immer schneller. Gleichzeitig sinken aber auch die Opportunitätskosten für Wasserstoff immer schneller und das könnte den nächsten Boom für den Sektor einleiten.

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Seit zwei Quartalen schrumpft die deutsche Wirtschaft bereits und schlittert damit in eine Rezession. Die sogenannten „Wirtschaftsweisen“ mussten ihre Wachstumsprognose bereits drastisch reduzieren. Im November 2021 sagten sie noch ein BIP-Wachstum für die Bundesrepublik von 4,6% voraus und reduzierten dieses nun auf nur noch 1,8%. Die durch Lockdowns verursachten Lieferengpässe und steigende Energiepreise belasten die Unternehmen zusehends und der Ukrainekrieg verschärft die angespannte Lage. Die Inflation steigt immer weiter und selbst der Sachverständigenrat rechnet mit einer 6,1%igen Teuerung in 2022. Ein so hoher Kaufkraftverlust kann in der Regel am besten über langfristiges Investieren an der Börse ausgeglichen werden.

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