Menü

15.04.2021 | 05:45

Den Boom nicht verpassen! – Varta, Volkswagen, Silkroad Nickel

  • Volkswagen
  • Varta
  • Silkroad Nickel
Bildquelle: pixabay.com

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen setzen Segel.“ lautet ein gern zitiertes Sprichwort. Während Berlin das Bundesgebiet im Dauerlockdown halten will, haben viele Staaten auf der Welt den Lockdown und sämtliche Einschränkungen für die Bevölkerung und Wirtschaft schon zurückgenommen. Die deutsche Exportwirtschaft hält derzeit noch einigermaßen die Umsatzzahlen hoch, aber auch nur weil die Tochterunternehmen z.B. in China die deutlichen Umsatzausfälle aus den EU-Märkten teilweise überkompensieren. Auch der langfristigen Phantasie- & Perspektivlosigkeit der deutschen Politik setzt China seit 2013 mit dem Seidenstraßenprojekt „One Belt, One Road“ (OBOR) eine Jahrhundertvision für den Austausch von Wissen und Waren entgegen. Diese OBOR-Initiative sorgt bei allen beteiligten Ländern für wirtschaftlichen Aufschwung und liefert damit gerade in der globalen Wirtschaftskrise einen starken Hoffnungsschimmer. Ob es Berlin, Brüssel oder Washington passt oder nicht, spielt für Chinas Strategen dabei keine Rolle.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000A0TGJ55 , SGXE31916740 , DE0007664039


 

Rohstoffmangel sorgt für Preisanstieg

Wenn Angebot und Nachfrage nicht mehr im Einklang sind, dann verändert sich der Gleichgewichtspreis. Da die globale Nachfrage nach fast allen Rohstoffen innerhalb der letzten 12 Monate stark gestiegen ist und das Angebot nicht beliebig ausgeweitet werden kann, steigen die Preise und das teilweise sehr stark. Der globale Boom nach E-Mobilität befeuert die Nachfrage nach Kupfer, Kobalt, Lithium aber auch, was wenige wissen, nach Nickel. Während Kupfer und Lithiumproduzenten schon gut bekannt sind in der deutschen Investmentgemeinschaft, ist Nickel bzw. Nickelproduzenten bisher noch nicht bei der breiten Anlegermasse im Depot vertreten, obwohl es gerade für wiederaufladbare Batterien sehr wichtig ist.

Batterien brauchen mehr Silkroad Nickel

Das Land, das mit Abstand die größte Nickelproduktion der Welt stellt, ist Indonesien und dies macht gut ein Viertel der jährlichen Primärproduktion aus. Dort sitzt auch das Unternehmen Silkroad Nickel (WKN: A2JP4G ISIN: SGXE31916740 Ticker: 7JV). Das Rohstoffunternehmen fördert das Nickel- und Kobalthaltige Erz. Mittels langfristiger Lieferverträge wird dieses Erz größtenteils an den chinesischen Stahlkonzern Tsingshan Holding und an Huayue Nickel & Cobalt verkauft.

Auch der zweitgrößte chinesische Lithiumproduzent Ganfeng Lithium ist seit dem 12. Januar 2021 vertraglich mit Silkroad Nickel verbunden. Ganfeng Lithium beliefert u.a. auch den Volkswagen Konzern und will sich mit Silkroad Nickel nun im Bereich der Batterieproduktion in Indonesien stärker engagieren. Da noch sehr wenige an der Basis des E-Mobilitätsbooms investiert haben, dürfte sich ein Invest in Silkroad Nickel in den nächsten Jahren deutlich auszahlen.

Volkswagen – Es geht erst los!

Bisher waren die Unternehmen Tesla und NIO die Börsenstars am Sternenhimmel der Elektroautobauer. Doch dieses Jahr hat sich das Blatt gewendet. Volkswagen prescht mit aller Macht vorwärts und will mittelfristig zum reinen E-Mobilitätsanbieter werden. Durch diesen Schwenk konnte die Aktie des Wolfsburger Autobauer bereits seit Jahresanfang um über 55 Prozent zulegen. Bereits 2020 investierte Volkswagen insgesamt 60 Milliarden von 150 Milliarden Euro Investitionsbudget in den Bereich der E-Fahrzeuge und selbstfahrenden Automobilen.

In 2021 erhöht Volkswagen die Anstrengungen noch einmal und investiert fast die Hälfte der 150 Milliarden Euro vorgesehenen Gesamtinvestitionen in diesen Bereich. Bereits im letzten Jahr baute Volkswagen fast halb so viele elektrische Autos wie Tesla und bis 2025 will VW der größte E-Mobilitätskonzern der Welt sein. Im Vergleich zu Tesla wird die Aktie von Volkswagen aber nicht mit einem Preis-Buchwert-Verhältnis von 33 zu 1, sondern nur von 1,05 zu 1 gehandelt. Positiv ausgedrückt, ist Volkswagen im Vergleich zu Tesla um den Faktor 30 unterbewertet.

Varta – Boom in 6 Minuten?

Seit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2020 konsolidierte die Aktie von Varta (WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Ticker: VAR1) deutlich und notiert mit 121,35 Euro zum 15.04.2021 ca. 33 Prozent unter dem Januar 2021 Hoch. Die Marktteilnehmer gingen davon aus, dass in 2021 das Wachstum nicht mehr so stark ist wie 2020 und nahmen lieber ihre Gewinne mit. Doch mit dem Einstieg in die Elektromobilität und der Lithium-Ionen- Rundzelle V4Drive dürfte ein nächster Turbo gezündet werden.

Die V4Drive Turm-Batterie kann innerhalb von 6 Minuten geladen werden. Der Einsatz im Premiumsegment des E-Mobilitätssektors dürfte wahrscheinlich sein, denn noch ist die Batterie sehr teuer. Doch welcher Kunde will 30 Minuten oder länger warten, bis sein Auto wieder geladen ist, sofern er sofort eine Stromtankstelle mit freier Ladesäule findet? Da die Batterie durch die schnelle Energieaufnahme auch für die Bremsenergie genutzt werden kann, dürfte die Automobilindustrie schnell auf diese Innovation anspringen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Tailerstone Limited sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Tailerstone Limited ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Tailerstone Limited hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Tailerstone Limited sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Inflation und Dollar steigen, aber Gold fällt? - First Majestic Silver, MAS Gold, Varta AG Aktien

Inflation und Dollar steigen, aber Gold fällt? - First Majestic Silver, MAS Gold, Varta AG Aktien

Kommentar vom 29.04.2022 | 05:45

Die massive Angst der internationalen Investoren vor einer Ausweitung des Krieges in der Ukraine und eine direkte Konfrontation zwischen USA/NATO und Russland wird immer deutlicher. Das Kapital flüchtet in Unmengen aus dem EURO in die anderen Währungsräume, allen voran in den USD-Raum. Auch aus den anderen Teilen der Welt ist die Flucht in die aktuelle Weltreservewährung im vollen Gange. Das heizt zusätzlich die Inflation in den jeweiligen Fluchtwährungsländern weiter an. Aber warum fällt dann der Goldpreis? Vielleicht intervenieren auch wieder die westlichen Notenbanken gemeinsam im aktuellen zweiten Quartal 2022 mit Goldverkäufen, um einen Ausbruch des Goldpreises und die damit einsetzenden Massenflucht in den Edelmetallbereich noch eine zeitlang aufzuschieben.

Zum Kommentar


Mobilitätswende in Gefahr – Power Nickel, Varta, Volkswagen

Mobilitätswende in Gefahr – Power Nickel, Varta, Volkswagen

Kommentar vom 29.03.2022 | 05:45

Als vor zwei Jahren weltweit angesehene Ökonomen warnten, dass Lockdowns zu schwerwiegenden Folgen in der Weltwirtschaft führen werden, wurden diese nicht ernst genommen, direkt abgekanzelt und aus Beratergremien ausgeladen. Doch zwei Jahre später kann jeder diese Auswirkungen spüren und diese werden durch die Sanktionierung der russischen Volks- und Rohstoffwirtschaft nochmal massiv verschärft. Mittlerweile ist nicht nur die Mobilitätswende in Gefahr, sondern für die deutsche Volkswirtschaft steht noch mehr auf dem Spiel.

Zum Kommentar


E-Mobilität- und Chipsektor – Altech Advanced Materials, Intel, Volkswagen

E-Mobilität- und Chipsektor – Altech Advanced Materials, Intel, Volkswagen

Kommentar vom 18.03.2022 | 05:45

Nicht erst der Ukraine-Krieg hat die Strom-, Gas- und Spritpreise explodieren lassen, sondern die Steuerpolitik der vergangenen und jetzigen Regierung. Kostet der Diesel je Liter im Einkauf für den Tankstellenpächter ca. 1,45 EUR je Liter, so sind vom Verkaufspreis von ca. 2,30 EUR je Liter 0,85 EUR ausschließlich Steuern wie Energiesteuer, CO2-Abgabe, Erdölbevorratungsabgabe und die Mehrwertsteuer. Eine Senkung der Steuerlast ist zur Abwendung einer depressiv-werdenden Wirtschaftslage zwingend erforderlich, denn sonst verschärft sich die bestehende Lieferkettenproblematik noch einmal erheblich nebst neuer Probleme im vorherrschenden Chip-,Teile,-Rohstoffmangel.

Zum Kommentar