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14.07.2021 | 05:45

Der Goldpreis ist tot, es lebe der Goldpreis – Barrick Gold, Aztec Minerals, Newmont

  • barrick gold
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  • Aztec Minerals
Bildquelle: pixabay.com

Der Goldpreis lief von August 2020 bis März 2021 in einer Korrektur und viele Analysten erklärten die Hausse von Gold bereits für beendet und den Goldpreis für tot. Doch Totgesagte leben länger und vom Märztief bei 1.676,90 USD je Unze konnte das Edelmetall sich bereits bis zum heutigen Mittwoch, den 14.Juli 2021, auf 1.806 USD wieder hoch arbeiten. Ob dies nur eine kurzfristige Bärenmarktrallye ist und im Anschluss ein finaler Shortangriff seitens der üblichen Verdächtigen erfolgt, bleibt abzuwarten. Am langfristigen Bullenmarkt der Rohstoffe und Rohstoffaktien ändert das aber nichts.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: AZTEC MINERALS CORP. | CA0548271000 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066


 

Aztec Minerals – Was für ein Goldfund

Mit dem zweiphasigen Reverse-Circulation-(RC)-Bohrprogramm von Aztec Minerals (WKN: A2DRF0 ISIN: CA0548271000 Ticker: AZ3) auf seinem Joint-Venture Projekt Tombstone, konnte das Unternehmen wieder hervorragende Goldfunde ausweisen. Mit Auswertung der ersten fünf Bohrungen, wurde zur Überraschung vieler Beobachter in jeder einzelnen Bohrung Gold und Silber nachgewiesen. Die im Bundesstaat Arizona (USA) befindliche Liegenschaft gehört zu 75% Aztec Minerals. Zwei der fünf Bohrlöcher (Bohrloch 1 und 4) durchstießen dabei Schächte der alten Gold-Silbermine, die wahrscheinlich im späten 19ten Jahrhundert angelegt worden sind.

Mit 5,71 g/t Gold und 40,5 g/t Silber über eine Länge von 32m, wies Bohrloch TR21-03 die höchste Menge an Edelmetallen aus. Umgerechnet entspricht dies 6,28 g/t Goldäquivalenten (AuÄq). Im Bohrloch TR21-04 wurde auf einem Abschnitt von 21,3m 1,19 g/t Gold und 37,1 g/t Silber entdeckt, was 1,72 g/t AuÄq entspricht. Bohrloch TR21-05 war wieder etwas besser und hier konnte über 21,4m 2,07 g/t Gold und 26,1 g/t Silber nachgewiesen werden, was 2,44 g/t AuÄq entspricht. Bohrloch TR21-01 zeigte über 27,44m 0,53 g/t AuÄq und Bohrloch TR21-02 ebenfalls über 27,44m 0,846 AuÄq.

Hinweis: Die Umrechnung von Silber in Gold erfolgt zu einem Verhältnis von 70:1 und so ergeben sich Goldäquivalenten (AuÄq) um eine Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen darstellen zu können.

Newmont – gut diversifiziert

Der weltweit größte Goldproduzent 2020 war das US-amerikanische Unternehmen Newmont (WKN: 853823 ISIN: US6516391066 Ticker: NMM). Mit Konstanz überzeugt das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer mehr Investoren. Grundsätzlich hat sich ja auch nichts an den massiven Inflationierungsprogrammen der Zentralbanken geändert, um dem aktuellen Finanzsystem noch mehr Zeit zu kaufen. Der langfristige Preis ist jedem klardenkenden Menschen bekannt und führt zu einer immer stärkeren Erosion des Vertrauens in das Finanzsystem selber.

Mit einer Dividendenrendite von derzeit 3,44% p.a. gehört die Aktie von Newmont in jedes langfristig gut diversifizierte Depot. Als Inflationsabsicherung, wie auch gegenüber dem Abwertungswettlauf der Währungsräume, dürfte Newmont zum einen durch weitere Nachfrage nach der Aktie selber aber auch vom perspektivisch weiter steigenden Goldpreis profitieren. Newmont generiert derzeit mit jedem Anstieg des Goldpreises um 100 USD einen freien Cash Flow von ca. 400 Mio. USD. Mit einem freien Cashflow im ersten Quartal 2021 von ca. 442 Mio. USD notiert die Aktie aktuell bei 63,79 USD (51,50 EUR). Bei Gesamtkosten (AISC) von 1.039 USD je Unze Gold und einem Goldpreis von 1.803 USD je Unze hat Newmont eine auskömmliche Marge von 764 USD je Unze Gold.

Barrick Gold mit positiven Nachrichten

Dem größten Goldproduzent der Welt folgt Barrick Gold (ISIN: CA0679011084 WKN: 870450 Ticker: ABR) als Nummer Zwei. Ebenfalls von den massiven Staatsverschuldungen und Rettungspaketen profitiert natürlich auch die Goldkonzern deutlich, auch wenn die Notierungen in den letzten Monaten nachgelassen haben. In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 produzierte das Unternehmen 1,1 Mio. Unzen Gold und 93 Mio. Unzen Kupfer und konnte diese zu 1.777 USD je Unze Gold und 4,12 USD je Pfund Kupfer verkaufen. Die Gesamtkosten (AISC) von 1.018 USD je Unze Gold waren etwas günstiger als bei Newmont aber der Trend das immer weniger Gold seit zehn Jahren produziert wird, muss das Unternehmen nachhaltig abstellen.

Daher sind die Nachrichten von der Tongon Produktion positiv zu werten. Hier konnte Barrick Gold die Minendauer signifikant verlängern. Als diese Mine vor ca. zehn Jahren in Produktion ging, war die Mine auf zehn Jahre Dauer ausgelegt. Durch stetige Bohrprogramme konnten immer wieder neue Goldreserven nachgewiesen werden und mittlerweile konnte das Unternehmen diese Woche über den CEO Mark Bristow verkünden, dass die Tongon Mine noch weitere zehn Jahre in Produktion bleiben wird. Von diesen Neuigkeiten braucht Barrick Gold aber noch einige, um nicht in wenigen Jahren von Platz Nummer 2 auf Platz Nummer 3 der größten Goldproduzenten zu rutschen.


Wer sein Depot langfristig absichern möchte, der kommt an den Aktien der Edelmetallexplorer und Produzenten nicht vorbei. Die aktuelle Schwächephase sollte daher zum sukzessiven Zukaufen genutzt werden, denn die glühenden Druckerpressen der Welt werden auch im sogenannten Sommerloch nicht still stehen.


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Kommentar vom 20.05.2021 | 05:20

Gold hat wie vor 1 1/2 Wochen noch vermutet den Ausbruch bestätigt und sollte nun Kurs auf neue Allzeithochs nehmen. Was ein Goldpreisanstieg für die Margen der Goldaktien bedeutet kann sich jeder an seinen eigenen Investmentfingern abzählen. Die Sektorrotation nimmt dabei Fahrt auf und zieht das Geld aus dem Wasserstoffsektor und dem Anleihensektor ab und führt zu deutlichen Zuflüssen in den Rohstoffsektor und hier allen voran in den Goldmarkt und dessen Marktteilnehmern. Ein neues Allzeithoch beim Goldpreis noch in diesem Jahr ist daher nicht ausgeschlossen. Das heißt aber auch, dass dann niemand mehr anonym eine Unze Gold kaufen kann, weil diese über 2.000 Euro je Unze notieren wird!

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„Nach Gold drängt, Am Gold hängt. Doch alles. Ach wir Armen!“ stellte bereits Gretchen in Goethes Faust I fest. Der Bezug von damals ist noch genauso aktuell, denn Goethe behandelt in seinen beiden Werken auch die ungedeckten Schuldscheinausgaben, die damals und bisher immer in der Geschichte der Menschheit zur Entwertung der Kaufkraft geführt haben. Auch wenn das heutige Gelddrucken und Aufkaufen von Staatsanleihen mit der Modern Monetary Theorie gerechtfertigt wird, so ändert sich durch wohlklingende Namen nicht das folgenschwere Endergebnis. Wer das Endergebnis nicht abwarten will, der kauft jetzt Gold und Silber und nimmt das Aufwärtspotential mit Rohstoffaktien voll mit.

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Kommentar vom 13.04.2021 | 05:45

„Gold ist Geld – alles andere ist Kredit“, sagte der Bankier J.P. Morgan (1837 - 1913) als einer der einflussreichsten Privatbanker und Unternehmer seiner Zeit bereits vor mehr als 120 Jahren. Jeder, der heute in die Bilanzen der weltweiten Notenbanken schaut und sich die exponentielle Zunahme der neugeschöpften Geldmenge ansieht, dürfte spätestens im Jahre 2021 verstehen, was J.P. Morgan bereits damals gemeint hat. Allein im Februar 2021 stieg diese im Euroraum um 12,3% zum Vorjahresmonat an. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und in Geldwerten wie Staatsanleihen und Sparbüchern investiert bleibt, der verliert immer schneller seine Kaufkraft, während Sachwertinvestoren ihre Kaufkraft z.B. via Aktien behalten oder gar erhöhen können. Nur angewandtes Wissen kann zum Schutz der Ersparnisse führen; daher heute drei Alternativen.

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