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17.09.2021 | 05:45

Der Rohstoffhunger wächst – Millennial Lithium, Kodiak Copper, Rio Tinto

  • Millennial lithium
  • kodiak copper
  • Rio Tinto
Bildquelle: pixabay.com

Das stetige Wachstum der Menschheit und der Fortschritt in der Technik sowie der Entwicklung treiben den Metallhunger der Nationen voran. In 2020 wurden 9 Milliarden Tonnen Erz aus dem Boden gefördert. Bis 2050 soll der Rohstoffbedarf auf bis zu 15 Milliarden Tonnen jährlich anwachsen, so schätzt dies das Deutsche Forschungsnetzwerk Rohstoffe zumindest. Von diesem nachhaltigen Boom kann jeder profitieren, der sich an Rohstoffunternehmen beteiligt.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: MILLENN.LITHIUM CORP. | CA60040W1059 , KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , RIO TINTO LTD | AU000000RIO1


 

Kupfer für die E-Mobilität

Einer der Treiber des Rohstoffhungers ist z.B. das Ziel vieler Länder, allen voran die Länder in der EU, weniger CO2 zu produzieren. Dieser strikte Fahrplan zwingt die Wirtschaft und die Gesellschaft, sich neu aufzustellen. Allein der Kupferverbrauch für ein Elektroauto steigt um den Faktor 3 im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbrenner. Auch in einem Windkraftrad sind bis zu dreißig Tonnen Kupfer verbaut und davon sollen in den nächsten Jahren noch zigtausende weltweit gebaut werden. Die endliche Ressource Kupfer ist bereits in den letzten 12 Monaten um über 50% angestiegen und ein Ende des Nachfrageüberhangs ist nicht in Sicht. Doch die Kupferminen sind endlich und einer der Profiteure des weltweit wachsenden Kupferverbrauchs wird das Unternehmen Kodiak Copper (WKN: A2P2J9 ISIN: CA50012K1066 Ticker: 5DD1) sein. Das Unternehmen sorgte bereits in 2020 für eine riesige Überraschung in der Rohstoffszene als die Bohrergebnisse auf dem Gold-Kupfer-Projekt MPD (Man, Prime, Dillard) einen Kupfererz-Körper fanden, der auf einer Länge von 282m ein Kupfergehalt von 1,16% Kupferäquivalenten beinhaltet.

Das Ergebnis war hervorragend und Kanadas größter Kupferproduzent Teck Ressources stieg bei Kodiak Copper ein. Mit dem Einstieg finanzierte das Unternehmen gleichzeitig die weitere Erkundung der kompletten Liegenschaft. 30.000m Bohrprogramm werden dieses Jahr abgespult, wovon knapp die Hälfte bereits niedergebracht worden sind. Die weitere Ausdehnung des Erzkörpers konnte an mehreren Stellen schon nachgewiesen werden und entnommene Bodenproben verfeinern das Wissen über die geologische Struktur. Trotz der vielen positiven Nachrichten in letzter Zeit und der stetigen Vergrößerung der Kupferäquivalente, die Kodiak Copper immer wertvoller machen, gab der Kurs der Aktie nach dem Einstieg von Teck Resources in den letzten 12 Monaten um ca. 50% nach. Diese Anomalien an der Börse können derzeitig optimal für den langfristigen Einstieg genutzt werden, denn die nächsten Bohrergebnisse werden bereits im Oktober erwartet.

Das Rohstoffkonglomerat

Das Unternehmen Rio Tinto (WKN: 852147 ISIN: GB0007188757 Ticker: RIO1 ) ist u.a. als Eisenerzkonzern aus der Welt der Rohstoffe nicht wegzudenken. Nachdem die Streitigkeit um die Entwicklung der Kupfermine Oyu Toloi mit dem mongolischen Staat beigelegt worden ist, kommen auch die Streitigkeiten mit der australischen Steuerbehörde weiter voran. Statt Zinsstrafzahlung in Höhe von 47 Mio. AUD senkte die Finanzverwaltung die Forderungen bereits auf 27 Mio. AUD. Doch auch dagegen legt Rio Tinto Widerspruch ein, zahlte aber vorab 50% der primär geänderten Steuerbescheide, um eine weitere Strafveranlagung zu vermeiden. Da der Konzern gegen die australischen Veranlagungsbescheinigungen juristisch vorgeht, wird die restliche Forderung des Staates erst beglichen, wenn diese juristisch geklärt ist.

Doch die Rücksetzer der Aktie in den letzten Tagen liegen nicht dort begründet, sondern sind wohl eher dem Rückgang des Eisenerzpreises geschuldet. Nach einer fulminanten Rallye von Eisenerz in den letzten 5 ½ Jahren um 478%, korrigierte der Eisenerzpreis seit Juni 2021 um 43,50%. Auch wenn sich Anleger bei den Gewinnen von Rio Tinto keine Sorgen machen müssen, drückt dies jedoch schon auf die Stimmung der Anleger. Da helfen im Moment zumindest auch nicht die Diversifizierungsbemühungen des Konzernes im Lithiumbereich Fuß zu fassen. Im Juli bestätigte der Konzern nämlich seine Zusage zur Finanzierung des Lithiumborat-Projektes Jadar in Serbien für 2,4 Mrd. USD. Damit will der Konzern Teil der Energiewende werden und am langfristigen Trend der E-Mobilität mit partizipieren.

Übernahmeschlacht geht weiter

Auch Lithium wird aufgrund der E-Mobilität immer wichtiger für die Energieversorgung der E-Autos über starke Batterien. Davon profitiert der in Argentinien tätige Lithiumexplorer Millennial Lithium (WKN: A2AMUE ISIN: CA60040W1059 Ticker: A3N2). Doch wer dachte, die Party um den Lithium HighFlyer wäre zu Ende, der täuschte sich gewaltig. Vom Tief im März 2020 ging es bis zum heutigen 17.09.2021 um über 528% nach oben und das, obwohl die Aktie von Januar bis März 2021 eine Zwischenkorrektur von ca. 50% einlegte. Allein seitdem ging für die Aktie in den letzten sechs Monaten wieder um 73% aufwärts. Durch die Energiewende und den Umstieg von Verbrennungsmotoren auf E-Mobilität, wird die Lithiumnachfrage in den nächsten Jahren noch drastisch steigen.

Der Nachfrageschub von Lithium in Europa wird von Experten mit einem Faktor von bis zu 60 angenommen. Selbst wenn es nur die Hälfte würde, gäbe es soviel Lithium zu den aktuellen Preisen überhaupt nicht. Kein Wunder also, dass der zweitgrößte Lithiumhersteller der Welt, Ganfeng Lithium das Unternehmen für 3,60 CAD je Aktie vom Markt nehmen möchte. Doch dem chinesischen Unternehmen wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht, ein anderes Unternehmen stieg als zweiter Bieter in den Ring und erhöhte das Angebot um 0,25 CAD auf 3,85 CAD je Aktie. Damit ist die Übernahmeschlacht eröffnet und mit einem Gegenangebot von Ganfeng Lithium wird jederzeit gerechnet. Spannend wird auch, wer der neue Bieter ist und das dürfte die nächsten Tage noch Gesprächsthema an der Börse sein.


Fazit

Im Jahrzehnt des Rohstoffes sollte jeder Investor und Anleger auch im Rohstoffsektor Anteile von Aktiengesellschaften sein Eigen nennen. Nur dann kann nachhaltig vom anhaltenden Aufwärtstrend profitiert werden. Ob Lithium, Eisenerz oder Kupfer, alle Rohstoffe werden gebraucht, um die Energiewende und den Umbau der Wirtschaft voran zu treiben. Das wird nicht günstig für die Staaten und die Unternehmen aber durch die Rohstoffproduzenten und -explorer können sie sich ein Stück vom großen Umverteilungskuchen sichern.


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