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08.03.2021 | 05:45

Die Unbestechlichen werden siegen – Triumph Gold, First Majestic Silver, Yamana Gold

  • Triumph Gold
  • first majestic
  • Yamana Gold
Bildquelle: pixabay.com

Die meisten Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern der westlichen Welt sehen Korruption und Bestechlichkeit als moralisch verwerfliches Verhalten an. Personen, die sich durch Bestechung und der Vorteilsgewährung für sich oder andere Dritte hervortun, werden daher strafrechtlich verfolgt. Erfolgt die Korruption jedoch vermehrt bei hochrangigen Politikern von Regierungsparteien und Regierungsmitgliedern, dann unterminiert dies nicht nur die Glaubhaftigkeit in die Regierung, sondern erschüttert zudem auch das Vertrauen in staatliche Institutionen an und für sich – Stichwort „Masken-Raffkes“. In einer bereits gespaltenen Gesellschaft führt dies zu noch mehr Vertrauensverlust. Das dürfte auch einer der wesentlichen Treiber für die bevorstehende Trendwende am Goldmarkt sein, denn wer das Vertrauen in die Politik verliert, verliert auch unweigerlich das Vertrauen in die Währung.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

Triumph Gold – Das sieht richtig gut aus

Das Unternehmen Triumph Gold (ISIN: CA8968121043, WKN: A2DK8F, Symbol: 8N61) ist nach dem starken Anstieg 2020 in den vergangenen Monaten überproportional vom Markt abgestraft worden. Viel zu stark, denn das Unternehmen sitzt auf einem Goldschatz. Das Wissen viele Kleinanleger vielleicht nicht, aber institutionelle Investoren und Rohstoffproduzenten sind längst an Bord, weil sie die geologische Verwerfungszone, in der Triumph Gold exploriert, kennen und die bisherigen Bohrergebnisse gut deuten können.
Der weltweit größte Goldproduzent Newmont ist jedenfalls mit über 10 Prozent Unternehmensanteil ein Ankeraktionär, genauso wie auch der Zijn Mining Fund mit knapp unter 10 Prozent.

Seit gut einem Monat ist nun auch Teck Resources (WKN: 858265 ISIN: CA8787422044 Ticker: TEKB) mit von der Partie. Triumph Gold hat 1,25 Millionen Stammaktien an Teck Resources übertragen und dafür sein Freegold-Mountain-Projekt um das Gold-Kupfergrundstück Big Creek von Teck Resources im kanadischen Yukon erweitert. Darüber hinaus sichert Triumph Gold dem kanadischen Rohstoffriesen, von der potentiellen zukünftigen Produktion aus den zugekauften 258 zusammenhängenden Quarzminen, eine 1,5-prozentige Netto-Schmelzgebühr zu. Mit über CAD 5 Millionen Dollar ist das Unternehmen für das diesjährige Bohrprogramm gut ausgestattet. Da die Infrastruktur in der Region durch die angrenzenden Bergbautätigkeiten sehr gut erschlossen ist, wird ein zukünftiger Minenaufbau vergleichsweise günstig zu bewerkstelligen sein. Zum aktuellen Kurs von ca. 0,11 Euro je Aktie ist das Unternehmen ein klarer Kauf und ein Verdreifachungskandidat beim nächsten Goldpreisschub.

First Majestic Silver – Silbergewinner

Die Aktie von First Majestic Silver (ISIN: CA32076V1031, WKN: A0LHKJ, Symbol: FMV) ist seit Januar 2021 um über 15 Prozent angestiegen. Durch die Fokussierung der Redditianer von Wallstreetbets auf Silber und Silberwerte, explodierte der Aktienkurs in den ersten Wochen des neuen Jahres sogar um über 100 Prozent, gab dann aber die durch Spekulation angefeuerte Übertreibung wieder ab. Derzeit notiert die Aktie bei 12,85 Euro und wird mit einer Marktkapitalisierung von 2,99 Mrd. Euro bewertet. Mit der klaren Fokussierung auf die Silberproduktion in Mexiko mit den Minen San Dimas, Santa Elena und La Encantada hat das Unternehmen zumindest kurzfristig schon einmal gezeigt, wie ein „natürlicher“ Hebel auf den Silberpreis aussehen kann. Ca. 70 Prozent der Produktion ist Silber und die Goldproduktion macht ca. 30 Prozent des gesamten Abbaus aus. Durch die hohen Silber- und Goldpreise konnte das Jahr 2020 jedenfalls mit hohen Gewinnen abgeschlossen werden. Diese werden hauptsächlich für Investitionen in 2021 verwendet und ein Teil der Nettogewinne werden voraussichtlich für kleinere Übernahmen und/oder zur Schuldenreduktion verwendet.

Yamana Gold – Wieder mehr Goldäquivalente produziert

Die Aktie von Yamana Gold (ISIN: CA98462Y1007, WKN: 357818, Symbol: RNY) hat seit der Trendwende des Goldpreises im August 2020 ebenfalls eine Korrekturphase eingeleitet. Knapp 45 Prozent verlor die Aktie seitdem bis vergangene Woche. Nun kommt wieder Kaufnachfrage in den Markt und entgegen dem Goldpreis, stieg der Wert von Yamana Gold wieder an. Das Unternehmen hat im vierten Quartal 2020 auch wieder gutes Geld verdient und konnte ein Nettogewinn von CAD 103 Millionen Dollar ausweisen. Zum Vergleich zu Q.IV 2019 lag der Nettogewinn noch bei CAD 14,6 Millionen Dollar.

Diesen deutlichen Gewinnschub nutzte das Unternehmen um Verbindlichkeiten i.H.v. CAD 53,4 Millionen Dollar allein in Q.IV 2020 zu reduzieren. Im gesamten Jahr 2020 wurde somit die Nettoverschuldung um CAD 323,4 Millionen Dollar auf CAD 565,7 Millionen Dollar reduziert. Im vergangenen Jahr produzierte Yamana knapp 780.000 Unzen Gold und ca. 10,34 Millionen Unzen Silber. Das sind umgerechnet gut 901.000 Unzen Goldäquivalente und liegt damit 11.000 Unzen über den Planzahlen für das Gesamtjahr 2020.
Auf Grund der hohen Gewinne kündigte Yamana Gold eine Dividende von CAD 0,0265 Dollar für das erste Quartal 2021 und hob die Gesamtjahresdividende für 2020 auf CAD 0,105 Dollar an.


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Die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts werden wahrscheinlich als Jahrzehnt des weltweiten Umbruchs und der Rohstoffe in die Geschichtsbücher eingehen. Durch die Lockdown-Politik und Schließung ganzer Wirtschaftszweige sind nach einem Jahr bereits massivste wirtschaftliche Auswirkungen sichtbar. Die Knappheit an den verschiedensten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen macht sich in immer mehr Teilen der deutschen wie auch der globalen Wirtschaft bemerkbar. Kunststoffknappheit in der Verpackungsindustrie, Dachlatten bei Dachdeckern, OSB-Platten bei den Innenausbauern usw.. Die Lieferfristen verschieben sich immer weiter nach hinten und die Preise sind teilweise um 50 – 100 Prozent gestiegen. Dazu kommt der wachsende Vertrauensverlust in die Politik. Genau diese Mischung lässt Rohstoffe aller Art deutlich über Jahre steigen, denn verloren gegangenes Vertrauen wird nicht durch „Ehrenerklärungen“ zurückerlangt.

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