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29.12.2021 | 05:45

Durchstarter für 2022 - Gazprom, MAS Gold, Pfizer Aktie

  • Pfizer
  • MAS Gold
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Bildquelle: pixabay.com

Während die Pharmabranche in 2021 durch die anhaltenden Corona-Maßnahmen als einer der Gewinner des Jahres bezeichnet werden kann, ist wahrscheinlich der größte Verlierer US-Präsident Joe Biden. Kein Präsident der USA verlor vor dem 46ten Staatsführer des Landes so schnell an Zustimmung im eigenen Volke wie Biden. Als wäre das nicht genug, ist nun auch das Billionenschwere, an den Durchführungsplan des Great Reset angelegten „Build Back Better“ Strategie gescheitert. Dabei stolperte Joe Biden über die einzige abweichende Stimme des demokratischen Senators Joe Manchin aus West Virginia im Kongress. Die Schwäche der USA dürften gerade Staaten wie China oder Russland nutzen und damit dürfte ein volatiles Jahr 2022 bevorstehen. Doch wer wird Verlierer und wer Gewinner in 2022?

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078 , MAS Gold Corp. | CA57457A1057 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035


 

Gazprom als Profiteur der Energiekrise?

Seitdem Außenministerin Baerbock weiter gegen die Erdgaspipelin Nord Stream 2 geschossen und damit die nötige Erdgas- und Energieversorgung für die deutschen und westeuropäischen Verbraucher torpedierte, hat der Energiepreis in Westeuropa noch einmal deutlich zugelegt. Allein in der Woche nach ihrer Aussage, ging der Börsenkurs noch einmal um über 40% gen Norden. Mittlerweile hat der Börsenstrompreis mit über 250 Euro pro Megawattstunde in der Weihnachtswoche um den Faktor 6 zum Vorjahreszeitraum zu gelegt. Keine guten Zeiten für den Verbraucher, der bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 KWh Erdgas und 5.000 KWh Strom mit ca. 931 Euro Mehrausgaben im Jahr 2022 rechnen darf.

Von den Turbulenzen dürfte aber gerade der Erdgas-Versorger Gazprom (WKN: 903276 ISIN: US3682872078 Ticker-Symbol: GAZ) profitieren. Als größter Lieferant von Erdgas gerade für Deutschland, sind beide Seiten voneinander stark abhängig. Deutschland hat allein in 2020 mit 56,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas ca. ein Viertel der Erdgas Exporte von Russland aufgesogen. Alternativen hat dabei gerade Deutschland auf Grund der Energiewende nicht. Durch das Abschalten von Atomkraftwerken und auch dem Ausstieg aus der Kohleverstromung wird gerade Deutschland noch mehr Erdgas benötigen. Erdgas das aber in dieser gewaltigen Menge nur aus Russland über Gazprom geliefert werden könnte. Will daher Deutschland nicht frieren oder ohne Strom auskommen, sollte zwingend ein Kompromiss mit Gazprom gefunden werden. Profiteur in dieser Verhandlungsposition dürfte Gazprom sein, welcher ebenfalls um die Schieflage der deutschen Versorger weiß.

Gold und Inflation

Ein Profiteur der zunehmenden politischen Unsicherheiten und der anziehenden Inflation dürfte in 2022 der Goldpreis und damit auch Unternehmungen aus dem Goldsektor sein. Einer der kleineren Goldexplorer ist das Unternehmen MAS Gold (WKN: A2JHS7 ISIN: CA57457A1057 Ticker: 63G). Das kanadische Minenexplorationsunternehmen konzentriert sich auf Explorationsprojekte in Saskatchewan (Kanada) entlang des La Ronge Grünstein Gürtels. Das Infrastrukturell gut erschlossene Gebiet ist bekannt durch diverse Goldprojekte mit erheblichen Ressourcen an Gold. Auf Grund der geologischen Struktur wird in diesem Gebiet noch deutlich mehr Gold vermutet als bisher bekannt. Diese ähnelt nämlich auf Grund der bereits vorliegenden Datenbasis sehr den hochgradigen Gesteinsschichten der Goldregionen in Westafrika.

Das sehr erfahre Team um MAS Gold CEO Jim Engdahl konnte noch in 2021 die Rechte an der ehemalige Goldmine Contact Lake erwerben. Diese wurde bis 1998 von Cameco betrieben, als der Goldpreis kurz vor seinem 40 Jahre Tief stand. Auf Grund des damals zu niedrigen Preises von ca. 280 USD je Unze Gold, wurde die Mine stillgelegt und geriet zwei Jahrzehnte lang aus dem Fokus der Goldminengesellschaften. Doch seitdem ist der Goldpreis wieder deutlich um den Faktor 6 angestiegenen und davon will MAS Gold und seine Investoren profitieren. Insgesamt besitzt das Unternehmen mit Greywacke Lake, Preview North, Elizabeth Lake und Henry Lake bereits vier Grundstücke mit einer Fläche von 33.843 Hektar. Die Schätzungsweise abgeleiteten Goldressourcen betragen bei einem Cut-off Gehalt von 0,49 g/t Gold allein auf dem Gebiet von North Lake ca. 494.000 Unze Gold. Auf Greywake North werden 156.000 Unzen Gold vermutet, so dass CEO Jim Engdahl sehr zuversichtlich ist, das Unternehmen auf über 1 Millionen Unzen Goldressourcen zu bekommen.

Pfizer – Paxlovid

Zu den Gewinnern des Jahres 2021 gehörte definitiv der Pharmakonzern Pfizer (WKN: 852009 ISIN: US7170811035 Ticker-Symbol: PFE). Zusammen mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech werden mit dem mRNA-Wirkstoff Comirnaty Milliarden Umsätze weltweit gemacht. Und ein Ende der Umsätze ist nicht in Sicht, denn durch die ständige Mutation des Corona-Viruses, werden regelmäßig Auffrischungsimpfungen nötig sein. In einigen Ländern der Welt wie Israel, ist die Bevölkerung schon bei 4 Impfungen innerhalb eins Jahres angekommen und der neue Wirkstoff gegen Omikron soll im Laufe des ersten Quartales 2022 durch BioNTech vorgestellt werden. Hierbei geht das Unternehmen davon aus, das mit drei Spritzen eine Immunität erreicht werden könnte. Allein in 2021 dürfte der Konzern ca. 3 Milliarden COVID Ampullen hergestellt und über 2,3 Milliarden davon bis Mitte Dezember 2021 ausgeliefert haben. In 2022 sollen die Kapazitäten dann bereits 4 Mrd. Ampullen erreichen und davon sind bereits die Hälfte bereits für ca. 31 Mrd. USD verkauft worden.

Den starken CashFlow nutzt Pfizer sehr umsichtig und steckt viel Geld davon in Forschung und Entwicklung, um dem Wettbewerb immer ein Stück voraus zu sein. Hierbei wurde z.B. noch kurz vor Weihnachten das Medikament Paxlovid vorgestellt. Dieses Medikament in Tablettenform soll Corona-Erkrankten mit milden und mittleren Symptomen verabreicht werden können, um eine Verschlechterung vorzubeugen. Für bereits intensivmedizinisch behandelte Patienten ist Paxlovid zunächst nicht angedacht. Die US-Arzneimittelbehörde erteilte dem Medikament die Notzulassung für Patienten ab 12 Jahren. Doch auch für Übernahmen nutzt Pfizer das viel Geld. So wurde für 6,7 Mrd. USD Arena Pharmaceuticals übernommen, um auch im Wachstumsmarkt Cannabis vertreten zu sein. Durch die Übernahme in bar, kauft sich Pfizer sich das komplette KnowHow der Cannabis- und Biotechforschung ein.


Fazit

Während Gazprom derzeit durch politisches Sperrfeuer, kurzfristig unter Druck geraten könnte, dürfte die langfristigen Aussichten mehr als positiv sein. Gleiches gilt auch für MAS Gold, das durch anziehenden Inflationsdruck wieder auf den Anlageschirm der Goldinvestoren treten dürfte. Den stärksten CashFlow wird aber vorerst Pfizer in 2022 aufweisen und mit den vielen Booster-Impfungen, der Zulassung von Paxlovid und der strategischen Übernahme von Arena Pharmaceuticals, ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt und könnte die Dividenden in Zukunft deutlich anheben.


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