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18.03.2022 | 05:45

E-Mobilität- und Chipsektor – Altech Advanced Materials, Intel, Volkswagen

  • Intel
  • Altech Advanced Materials
  • Volkswagen
Bildquelle: pixabay.com

Nicht erst der Ukraine-Krieg hat die Strom-, Gas- und Spritpreise explodieren lassen, sondern die Steuerpolitik der vergangenen und jetzigen Regierung. Kostet der Diesel je Liter im Einkauf für den Tankstellenpächter ca. 1,45 EUR je Liter, so sind vom Verkaufspreis von ca. 2,30 EUR je Liter 0,85 EUR ausschließlich Steuern wie Energiesteuer, CO2-Abgabe, Erdölbevorratungsabgabe und die Mehrwertsteuer. Eine Senkung der Steuerlast ist zur Abwendung einer depressiv-werdenden Wirtschaftslage zwingend erforderlich, denn sonst verschärft sich die bestehende Lieferkettenproblematik noch einmal erheblich nebst neuer Probleme im vorherrschenden Chip-,Teile,-Rohstoffmangel.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001 , ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A2LQUJ6 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039


 

Altech Advanced Materials - Unter Manndeckung nehmen

Altech Advanced Materials (WKN: A2LQUJ ISIN: DE000A2LQUJ6 Ticker-Symbol: AMA1) widmet seine Forschung der Optimierung der Lebensdauer von Batterien und Akkumulatoren. Innerhalb der E-Mobilität ist eines der größten Probleme der stetige Leistungsabfall der Batterie. Dieser beschleunigt sich noch, wenn Hitze, Kälte und Schnellladeprozesse die Batterie zusätzlich unter „Stress“ setzen. Aber das Spezialisten-Team nebst Kooperationspartner von Altec Advanced Materials haben einen Weg gefunden, die Lebensdauer von Batterien im Auto signifikant zu erhöhen und damit wirtschaftlicher zu machen. Gerade in Zeiten rasant steigender Preise können solche Technologiesprünge ein deutlicher Wettbewerbsvorteil für die E-Mobilitäts-Autobauer sein.

Die Beschichtung der Graphitbestandteile von Batterien mit Aluminiumoxid (HPA) ist bereits erprobt, verringert die Lithiumablagerung am Graphit deutlich und verlängert die Batterielebensdauer nach Angaben um signifikante 20% bis 30%. Zudem kann die Akku-Leistung um 8% bis 10% gesteigert werden. Die Pilotanlage zur Vorbereitung der industriellen Fertigung soll im Lausitzer Industriepark Schwarze Pumpe entstehen. Da die Lithiumpreise immer höhere Hochs erklimmen, dürfte die Automobilindustrie für ihre Batteriensparte bei Altech Advanced Materials schon Schlange stehen. Das Unternehmen gehört daher unter Manndeckung.

Intel – Investitionsboom an der A2-Linie

Der US-Chipriese Intel will in den nächsten zehn Jahren insgesamt 88 Mrd. USD (ca. 80 Mrd. EUR) in den Aufbau neuer Standorte in Deutschland, Polen, Frankreich, Spanien und Italien investieren. Dazu kommen zwei neue Standorte in den USA dazu. In Irland hat das Unternehmen bereits 12 Mrd. EUR investiert und nun soll als nächstes der Standort Magdeburg aufgebaut werden. Bis 2027 sollen zwei benachbarte Halbleiterwerke für die Produktion von Prozessoren und Grafikchips auf dem Magdeburger Industriegelände aufgebaut werden. Ca. 3.000 High-Tech-Arbeitsplätze sollen direkt bei Intel entstehen und über 10.000 zusätzliche Stellen in der benötigten Zulieferindustrie.

Damit entsteht nach Tesla in Grünheide bei Berlin, am Standort von VW in Hannover, Braunschweig und Wolfsburg eine neue Industriestraße an der A2. Für den Wirtschaftsstandort Magdeburg ist das jedenfalls eine extreme Aufwertung und das dürfte auf die ganze Stadt und Umgebung abstrahlen. Auch die Immobilienpreise dürften mit diesem Ansiedlungsprogramm signifikant anziehen, ähnlich dies bei Leipzig nach der Ansiedlung von BMW, Dt. Post, Amazon & Co. der Fall gewesen ist.

Volkswagen – Krieg belastet, Produktion verzögert

In Folge des Ukraine-Krieges standen in vielen Werken von Volkswagen die Bänder still. Der Krieg in der Ukraine ließ eine Versorgung mit Kabelbäumen aus dem Kriegsgebiet unmöglich werden. Doch in den kommenden Wochen soll die verzögerte Produktion wieder aufgenommen werden. Zuerst soll das Stammwerk in Wolfsburg in der kommenden Woche im Ein-Schicht-System wieder hochgefahren werden. Im Werk in Zwickau soll dann in der darauffolgenden Woche wieder gearbeitet werden. Aber beim Tochterunternehmen Skoda sieht die Lage noch düster aus. Da hier mehrere Zulieferer aus der Ukraine stammen, ist nicht absehbar, wann die Werke mit Skodaproduktion wieder an den Start gehen können.

Die langen Wartezeiten für Kunden und die ständige Produktionsverschiebung machen sich aber nicht bei den Bilanzkennzahlen bemerkbar. Zum einen werden die Mitarbeiter des Unternehmens über das Vehikel der Kurzarbeit an die deutsche Steuerzahlergemeinschaft ausgelagert und zum anderen produziert das Unternehmen nun nur noch die margenstärkeren Automobile. Damit verknappt sich zwar das Angebot, durch höhere Margen verbessert sich aber inmitten einer Wirtschaftskrise der Gewinn des Unternehmens signifikant. Der Gewinn stieg um den Faktor 5 auf 2,5 Mrd. EUR und gibt dem Unternehmen genügend Kapitalpuffer für die kommenden Monate.

Fazit

Die Investitionsoffensive der Europäischen Union in der Chipindustrie zeigt erste Erfolge mit der geplanten Ansiedlung zweier Werke in Magdeburg. Damit dürfte die Abhängigkeit von asiatischer Chipproduktion ab 2027 deutlich verringert werden. Die Abhängigkeit bis dahin muss aber auch erst einmal durchstanden werden. Hier könnten sich innovative Unternehmen wie Altech Advanced Materials anbieten oder Volkswagen, die einen engen Draht zur Politik haben.


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