Menü

05.12.2023 | 05:45

Gas geben mit Almonty Industries, FuelCell Energy, Fresenius Aktie

  • Almonty Industries
  • Fresenius SE
  • Fresenius Medical Care
  • FMC
  • FuelCell
Bildquelle: pixabay.com

Unvermindert setzt sich die Aufwärtsbewegung an den Indizes fort. Sogar Gold konnte die wichtige Widerstandsmarke von 2.085 USD überwinden und in der Spitze am gestrigen Montag die 2.146 USD je Unze erreichen. Doch noch sollten sich die Goldbugs nicht zu früh freuen, denn das Überschießen im illiquiden Nachthandel wurde im Laufe des regulären Handels auf 2.027 USD wieder abverkauft. Währenddessen suchen die Marktteilnehmer nach neuen Ideen und schauen sich Aktien an, die kurz vor dem Ausbruch oder der Trendwende stehen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0203981034 , DE0005785604 , DE0005785802 , US35952H6018


 

Almonty Industries – Es geht vorwärts

Viele Rohstoffunternehmen konnten in den letzten Wochen kurstechnisch wieder anziehen. Mit dem Goldausbruch über die signifikante Widerstandsmarke von 2.085 USD dürfte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wieder verstärkt auf die Welt der Metalle und deren Produzenten gerichtet werden. Dies sollte auch für Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker-Symbol: ALI) interessant werden, denn das börsennotierte Unternehmen wird zukünftig einer der wichtigsten Rohstoffproduzenten von Wolfram sein. Almonty Industries baut derzeit die Sangdong-Wolfram-Mine in Südkorea auf und aus. Mit der Fertigstellung Ende 2024 wird diese Mine für mehr als 5 % der weltweiten Wolframproduktion stehen. Wird davon die chinesische Produktion ausgeklammert, steigt der Produktionsanteil am Weltmarkt sogar auf ca. 30 % an.

Unterstützung beim Ausbau der Mine in Form von Darlehen erhält der Rohstoffproduzent u. a. von der KfW-IPEX-Bank. Hier wurden Ende November 2023 weitere 13,7 Mio. USD aus der 75,1 Mio. USD umfassenden Kreditfazilität bewilligt. Mittlerweile wurden mit dieser Tranche bereits 53,9 Mio. USD planmäßig ausgezahlt, da Almonty Industries den Minenaufbau zeitplanmäßig einhält. Auch Abnehmer für das Wolfram hat das Unternehmen mit der österreichischen Plansee Gruppe bereits gefunden und vertraglich vereinbart. Zudem konnte die Aktie von Almonty Industries seit Ende September 2023 mit dem Markt von 0,31 EUR auf 0,37 EUR zulegen.

FuelCell mit IBM

Seit der Eröffnung des zweitgrößten Brennstoffzellenparks der USA Mitte November 2023 konnte die Aktie von FuelCell (WKN: A2PKHA | ISIN: US35952H6018 | Ticker-Symbol: FEY2) einen Turnaround hinlegen. Von 1,00 USD ging es bis zum gestrigen Börsenschluss um 36 % auf 1,36 USD aufwärts. Der US-Brennstoffzellenhersteller hat im US-Bundesstaat Connecticut das 14-MW-Baseload-Brennstoffzellenprojekt aufgebaut. Von dort sollen tausende von Kunden der beiden regionalen Energieversorger Eversource und United Illumination mit Strom versorgt werden.

Diese dezentrale saubere Energielösung wird in Connecticut als Energie der Klasse 1 zugeordnet, da sie aus den erneuerbaren Energiequellen Windkraft, Erdwärme und Brennstoffzellen stammt. Der Abnahmevertrag des produzierten Stroms mit den beiden Versorgern ist auf 20 Jahre ausgelegt und dies sorgt nun für stetigen Cashflow bei FuelCell.

Fresenius und FMC

Die Entflechtung von Fresenius (WKN: 578560 | ISIN: DE0005785604 | Ticker-Symbol: FRE) und der bisherigen Tochter Fresenius Medical Care (FMC) (WKN: 578580 | ISIN: DE0005785802 | Ticker-Symbol: FME) ist durch Rechtsformwechsel der FMC in eine Aktiengesellschaft und durch Eintragung ins Handelsregister erfolgt. FMC ist in der Corona Lockdown Phase unter Druck geraten. Die erwirtschafteten Verluste haben aber auch die Mutter in Mitleidenschaft gezogen. Dies lag an der bisherigen Rechtsform der FMC als Kommanditgesellschaft auf Aktien. Durch die Umstrukturierung behält Fresenius weiterhin einen Anteil von 32 % und ist damit größter Aktionär. Der Konzernumbau soll nach Plan von Fresenius Chef Michael Senn weiter vorangetrieben werden, um die Profitabilität der Unternehmensgruppe zu erhöhen.

Für das Analysehaus Jefferies ist Fresenius weiterhin auf einem guten Weg und belässt daher die Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 41 EUR. Die Grundlage für einen positiven Wandel sei geschaffen, schrieb Analyst James Vane-Tempest in einer am Montag vorgelegten Studie. Es gebe zwar das Risiko, dass für das Jahr 2023 keine Dividende gezahlt werde, doch er begrüße die Fortschritte bei der Neuaufstellung der Konzernstruktur. Zudem habe auch die Medizintochter Kabi vielfältige Wachstumschancen.

Fazit

Mit dem Fokus auf den Rohstoff Wolfram hat sich das Unternehmen Almonty Industries klar positioniert und wird in Zukunft zu einem der bedeutendsten Lieferanten für diesen Rohstoff werden. FuelCell konnte ebenfalls die charttechnische Trendwende hinlegen und der Ausbruch lässt Kursziele jenseits der 2 USD-Marke erwarten. Bei Fresenius sind nicht nur Anleger, sondern auch die Analysten wieder zunehmend optimistischer gestimmt, wenngleich ein Ausbruch aus dem übergeordneten Abwärtstrend bei 31 EUR erst noch erfolgen muss.



Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Die Ita Joka S. A. ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Weiter starkes Wachstum voraus - Almonty Industries, Salesforce, Deutsche Telekom

Weiter starkes Wachstum voraus - Almonty Industries, Salesforce, Deutsche Telekom

Kommentar vom 27.02.2026 | 05:45

In den letzten Tagen stand die Reise von Bundeskanzler Merz nach China im Vordergrund der Berichterstattungen deutscher Medien. Doch die Entscheidung des US-Supreme Courts zur Aufhebung der durch US-Präsident Donald Trump per Erlass eingeführten Zölle sowie seine „Trotzreaktion“ mit neuen Sonderzöllen gegen China poppte diese Woche wieder hoch. Das chinesische Handelsministerium warnte vor Vergeltungsmaßnahmen, sollte die USA diese neuen Zölle einführen. Entsprechend reagierten die Rohstoffmärkte und vor allem die Seltenen Erden wieder mit deutlichen Preisaufschlägen. Wer davon profitiert und was es sonst Neues gibt:

Zum Kommentar


4,3 Mrd. USD Deal und Allzeithochs - Almonty Industries, BHP, Wheaton Precious Metals

4,3 Mrd. USD Deal und Allzeithochs - Almonty Industries, BHP, Wheaton Precious Metals

Kommentar vom 19.02.2026 | 05:45

Während die USA immer mehr Kriegsmaterial und Personal in den Nahen Osten verlegt, um sich auf einen Angriff auf den Iran vorzubereiten, steigen viele Börsenindizes und Aktien weiter von Allzeithoch zu Allzeithoch. Besonders die Rohstoffwerte der produzierenden Rohstoffunternehmen profitieren von den Umschichtungen der internationalen Investoren vermehrt raus aus Staatsanleihen, hin zu Rohstoffen und den zugehörigen Produzenten. Entsprechend nachhaltig steigen diese Kurse von Monat zu Monat an und zeugen von einer Fortsetzung des Trends über die nächsten Quartale und Jahre. Daher sollten Investoren am Ball bleiben, denn folgende Unternehmen gehören zu den klaren Gewinnern:

Zum Kommentar


Strategische Rohstoffreserve für Industrie - Almonty Industries, Aurubis, Lynas Rare Earths

Strategische Rohstoffreserve für Industrie - Almonty Industries, Aurubis, Lynas Rare Earths

Kommentar vom 04.02.2026 | 05:45

Der Präsident der USA, Donald Trump, hat am vergangenen Wochenende angekündigt, einen strategischen Vorrat an kritischen Mineralien in den USA aufbauen zu wollen. Dafür sollen im ersten Schritt 12 Mrd. USD bereitgestellt werden, um diese strategische Reserve aufzubauen. Ziel der neuen Politik der Vorratshaltung ist es, die US-Industrieunternehmen vor kurzfristigen Lieferschocks zu bewahren. Diese Erfahrung musste die USA nämlich im vergangenen Jahr nach ihren einseitigen Zollanhebungen gegenüber China machen, denn das Reich der Mitte ergriff mit Exportkontrollen und Exportstopps von Rohstoffen gezielte Gegenmaßnahmen, welche die USA zum Einlenken ihres eingeleiteten Zollkrieges bewegte. Über das Project Vault sollen US-Unternehmen 1,67 Mrd. USD an privatem Kapital und die US-Export-Import-Bank ein Darlehen von 10 Mrd. USD bereitstellen, damit kritische Mineralien für Technologieunternehmen wie auch für Autohersteller und andere Unternehmen beschafft und gelagert werden können.

Zum Kommentar