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06.09.2022 | 05:45

Gold fällt trotz Inflation und Teuerung – Allkem, Barrick Gold, Desert Gold Ventures Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Trotz zunehmender internationaler Instabilität der Finanzmärkte und der weltweiten Zunahme von Preissteigerungen und Inflationskennzahlen, tänzelt der Goldpreis seit August 2020 Tango um das damalige Hoch von 1.750 EUR. Dabei fiel der Goldkurs bis März 2021 auf 1.411 EUR je Unze und stieg im Anschluss auf über 1.900 EUR bis März 2022. Doch gerade das Anziehen der Zentralbankzinsen der FED in den USA und der EZB im Euroraum lies den Goldpreis bis Anfang September 2022 wieder kurzzeitig unter die Marke von 1.700 EUR je Unze Gold fallen. Kann aber die EZB trotz möglichem Zinsschritt von 0,75% auf 1,25% der Teuerung im Euroraum von 9,1% überhaupt Einhalt gebieten?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: Allkem Ltd. | AU0000193666 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084


 

88% Goldrückgewinnung bei Desert Gold

Trotz nach wie vor hohem Goldpreis und hohen Gewinnmargen der Goldproduzenten, meiden die Anleger derzeit die Aktien von Goldproduzenten und Goldexplorern. Das kann auch am Aktienkurs des Explorationsunternehmen Desert Gold (ISIN: CA25039N4084 WKN: A14X09 Ticker: QXR2) abgelesen werden. Trotz guter Ergebnisse in den letzten Monaten, stagniert die Aktie auf niedrigem Niveau wie zuletzt in 2020. Die Kanadier konnten z.B. in den letzten Jahren die Goldressourcen nachhaltig auf über 1 Mio. Unzen erweitern und kratzen bereits an der 1,1 Mio. Unzen Gold Marke. Auch bei den Tests zur Gewinnungsrate des Goldes aus dem zerkleinerten Gestein konnte Desert Gold noch Ende August 2022 sehr gute Ergebnisse mitteilen.

Dabei konnte bei Proben aus dem Projektionsgebiet Mogoyafara South aus dem frisch erbohrten Bohrproben zwischen 86% und 88% des Goldes aus dem Gestein geholt werden. Das sind sehr gute Ergebnisse und sehr wichtig für die Wirtschaftlichkeit bei einem späteren Abbau des Erzkörpers. Bei früheren metallurgischen Tests auf dem Projekt Baranie East konnten je nach Gesteinsschicht Gold im Verhältnis von 83% bis 98,7%, bei Gourbasse West zwischen 93,6% bis 95,2% und bei Gourbassi East 87,6% bei frisch zerkleinerten Golderzen erzielt werden.

Allkem in der Überbewertung?

Das Rohstoffunternehmen Allkem (WKN: A3C8Z7 ISIN: AU0000193666 Ticker-Symbol: 3O10) hat sich auf die Gewinnung und Verarbeitung von chemischen Lithiumverbindungen konzentriert. Das aus der Fusion der in Argentinien operierenden Orocobre und in Australien tätigen Galaxy entstandenene Unternehmen, legte im August 2021 den ersten eigenständigen Unternehmensbericht für das zweite Quartal 2021 vor. Daher ist der Vergleich der Kennzahlen zum abgelaufen zweiten Quartal 2022 interessant, auch wenn in beiden Berichtszeiträumen ein Nettoverlust ausgewiesen worden ist. Das Unternehmen produziert derzeit Lithium an den Standorten Olaroz in Argentinien und der Mt. Cattlin Mine in Australien.

Dazu wurde im japanischen Naraha für die industrielle Lithiumverarbeitung eine Konversionsanlage errichtet. Um die Produktionsleistung bis Ende 2026 zu verdreifachen, werden drei weitere Lithiumminen aufgebaut. Das Sal de Vida Projekt und das Cauchari Projekt befinden sich in Argentinien und James Bay in Kanada. Durch die starke mediale Fokussierung auf die Energiewende und den dafür nötigen Rohstoffe wie Lithium, sind aber viele Lithiumaktien auf dem aktuellen Niveau hoch bewertet. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18, würde eine Investition in die Aktien von Allkem sich nach aktueller Einschätzung erst nach 18 Jahren amortisieren. Für den volatilen Rohstoffsektor ist das zu viel, zumal andere deutlich größere und diversifizierte Rohstoffunternehmen wie Rio Tinto derzeit gerade einmal mit einem KGV von sechs gehandelt werden. Mittelfristig ist daher die Aktie von Allkem interessant, kurzfristig dürften aber Gewinnmitnahmen dem Kurs zusetzen.

Barrick Gold immer interessanter

Seit Anfang 2022 hat Barrick Gold (WKN: 870450 ISIN: CA0679011084 Ticker-Symbol: ABR) als die Nummer 2 der Goldproduzenten die Dividendenausschüttung verdoppelt. Doch dem Aktienkurs hat dies bisher nichts genutzt und die Aktie notiert mit ca. 15 EUR je Anteilsschein ca. 7,4% unter dem Jahresschlusskurs von 2021. Das erscheint nicht viel im Vergleich zu den Aktienmärkten, doch nur wenn die bis März 2022 laufende Zwischenrallye ausgeblendet worden ist. Wird die Messlatte an dem März Hoch gelegt, so seht der anhaltende Rücklauf der Barrick Gold Aktie mit 37% vielen Aktien an der Börse in nichts nach.

Fundamental betrachtet ist dieser anhaltende Abverkauf jedoch als Untertreibung anzusehen, denn trotz anziehender Gesamtkosten auf über 1.200 USD je Unze bleibt die Gewinnmarge mit 500 USD je Unze bzw. 30% Bruttomarge sehr hoch. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ist derweil auf nur noch 0,86 gefallen und bietet Investoren ausreichend Substanz als Absicherung während das Kurs-Gewinn-Verhältnis noch knapp über 14 notiert. Mit einer umgerechneten Dividendenrendite von 3,18% p.a. und einem Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Mrd. USD, wird der Aktienkurs unternehmensseitig gut unterstützt. Inklusive des Aktienrückkaufprogrammes dürfte die umgerechnete Dividendenrendite bei ca. 5% p.a. liegen. Daher ist die Aktie bei Kursen um 15 EUR je Anteilsschein für langfristig orientierte Anleger interessant.


Trotz möglicher Erhöhung des Leitzinses von derzeit 0,5% durch einen Zinsschritt von 0,75% durch die Europäischen Zentralbank auf dann 1,25%, ist dies nur ein Tropfen auf den immer heißer werdenden „Inflationsstein“. Da diese Teuerung aber auf einen Angebotsmangel durch die Lockdowns und Sanktionspolitik herrührt, dürfte die Verknappung günstiger Kredite für die Wirtschaft das Angebot der Firmen sogar noch weiter reduzieren. Das würde aber nicht nur die Preise weiter verteuern, sondern auch das Vertrauen in Politik und Zentralbank weiter zerrütten und die Nachfrage nach Sachwerten wie Gold und Goldaktien antreiben.


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