20.03.2026 | 05:45
Goldkorrektur - Starke Hände kaufen jetzt zu! Desert Gold
Der Rohstoffsuperzyklus ist durch den Iran-Krieg zum einen weiter befeuert und zum anderen kurzfristig auch durcheinander gewirbelt worden. Die Investoren und Anleger sind in den letzten Wochen durch die neue Marktsituation teilweise überfordert gewesen, reduzierten ihre Positionen in Aktien und wechselten zwischenzeitlich in Cash oder kurzlaufende Staatsanleihen. Das brachte selbst die überhitzten Anlageklassen der Edelmetalle in den letzten Tagen unter Druck und so korrigierte Silber in der Spitze auf 65,50 EUR und Gold auf 4.500 USD je Unze. Niveaus, die zuletzt im Dezember 2025 und Februar 2026 gesehen wurden. Auch wenn die ersten Stimmen bereits vom Crash sprechen, handelt es sich lediglich um eine normale Korrektur im Bullenmarkt, denn an den Kernproblemen der Überschuldung der Staaten und die damit einhergehende Flucht in die Rohstoffe und Rohstoffproduzenten hat sich im übergeordneten Bild nichts geändert. Im Gegenteil, mit dem Wissen um eine laufende Korrekturbewegung bieten sich für Nachzügler wieder attraktive Einstiegsniveaus. Wer eher mittel – und langfristig denkt und handelt, der nutzt den aktuellen Marktstress und schaut sich ggf. diesen Wert einmal an:
Lesezeit: ca.
4 Minuten.
Autor:
Stefan Bode
ISIN:
CA25039N4084
Desert Gold: Signifikantes Aufwärtspotenzial
Mit Fokus auf die Exploration und Entwicklung von Mineralressourcengrundstücken in Mali und der Elfenbeinküste ist das kanadische Goldexplorationsunternehmen Desert Gold Ventures Inc. (WKN: A14X09 | ISIN: CA25039N4084 | Ticker-Symbol: QXR2) gut positioniert. Das Hauptprojekt des Unternehmens ist das unternehmenseigene SMSZ-Goldprojekt im Westen Malis und im Sommer 2025 wurde ein erster positiver Meilenstein mit der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) erreicht. Daraufhin, aber auch wegen des starken Anstiegs des Goldpreises, stieg das Interesse seitens der Anleger und Investoren an der Aktie von Desert Gold deutlich an.
Die PEA weist eine interne Projektverzinsung von 34 % p. a. (IRR) aus und ist trotz anziehender Zinsen auf Tagegeld oder kurzlaufenden Anleihen für viele Investoren eine interessante Rendite. Noch interessanter wird es, wenn ein genauerer Blick in die PEA geworfen wird. Hier findet der gewillte Leser mehrere sehr konservative Annahmen des Unternehmens. So wurde die 34 % IRR p. a. nur durch den Abbau von Gold in den Goldlagerstätten Barani East und der anschließenden Ausbeutung der Lagerstätte Gourbassi erreicht. Vor allem die Annahme eines sehr konservativen Goldpreises von 2.500 USD je Unze ist ein deutlicher Abschlag auf den aktuellen Goldpreis von 4.600 USD. Um genauer zu sein, müsste der Goldpreis um über 45 % fallen, damit dieses kaufmännische und bodenständige Szenario überhaupt eintreten würde.
Entsprechend niedrig fällt der aktuelle Nettogegenwartswert mit 24 Mio. USD aus. Wird mit diesem Goldpreis von 2.500 USD je Unze Gold gerechnet, beträgt die Amortisationszeit des Projektes 3,25 Jahren. Wird aber in derselben PEA aus August 2025 das seinerzeit optimistischere Szenario eines Goldpreis von 3.366 USD berücksichtigt, würde die Amortisationszeit auf 2,5 Jahre reduziert und die interne Rendite auf 64 % springen. Auch der Nettogegenstandswert (NPV) würde auf 54 Mio. USD (74 Mio. CAD) ansteigen und sich damit mehr als verdoppeln. Da die aktuelle Marktkapitalisierung gerade einmal bei 32 Mio. CAD liegt, würde ein Anstieg der Aktie von 0,105 CAD auf 0,243 CAD nötig sein, nur um den NPV der beiden Projektgebiete zu erreichen.
PEA Update immer noch unter dem aktuellen Goldpreis
Selbst das PEA Update aus November 2025, das mit einem Goldpreis von 4.070 USD rechnet, liegt noch 11 % unter dem aktuellen Goldpreis von 4.600 USD je Unze. Obwohl die beiden Abbauzonen Barani East und Gourbassi nur ca. 10 % des aufgespürten Goldes von Desert Gold entsprechen, werden selbst darauf vom Markt derzeit immer noch Abschläge auf die eigentliche Werthaltigkeit der Projekte genommen. Entsprechend ist die Geschäftsführung um CEO Jared Scharf einen anderen Weg gegangen und sie haben die PEA angepasst. Statt die nötige Förderinfrastruktur für beide Projektgebiete aufzubauen, startet Desert Gold erst einmal mit der Goldgewinnung im anfänglich kleineren Rahmen. Dafür sammelte der Goldexplorer im Februar 2026 insgesamt 7 Mio. CAD bei Investoren ein und will damit die Produktionskapazitäten im Tagebau bis Ende Juni 2026 aufgebaut haben. Sämtliche dafür nötigen Materialien und Ausrüstungsgegenstände sind bereits bestellt und sollen nach und nach in den kommenden Wochen eintreffen und aufgebaut werden.
Erste Goldproduktion in Q. 3/2026 erwartet
Mithilfe der 7 Mio. CAD wird Desert Gold innerhalb der nächsten Monate die Produktionsanlagen aufbauen und nach Fertigstellung wird die Anlage pro Tag ca. 200 t goldhaltiges Gestein verarbeiten. Da sich allein in Gourbassi East in den 680.000 t Goldgestein ca. 2 g/t Gold befinden, könnte die Anlage über 9 Jahre betrieben werden, ehe das aktuell bekannte goldhaltige Erz abgebaut wäre. In dieser Laufzeit und bei 200 t Tagesdurchsatz der Anlage könnten Monat für Monat bis zu 386 Unzen Gold gewonnen werden, was bei einem unterstellten PEA-Goldpreis von 4.070 USD einem Monatsumsatz von 1,57 Mio. USD und bei aktuell 4.600 USD einem Monatsumsatz von 1,78 Mio. USD entsprechen würde.
Da durch die geringere Anfangsproduktion als in der PEA unterstellt, die Produktionskosten je Goldunze höher liegen dürften, würde Desert Gold aber selbst bei Gesamtkosten (AISC) von sehr hohen 2.000 USD ein monatliches EBITDA von 800.000 USD bzw. auf Zwölfmonatssicht bei 9,6 Mio. USD (13,15 Mio. CAD) erzielen. Für das Unternehmen würde der erzielte Cashflow ausreichen, den weiteren Ausbau der Minenproduktion aus eigener Hand zu finanzieren. Da der CEO Jared Scharf mit der Produktionsaufnahme im dritten Quartal 2026 rechnet, wäre das Unternehmen ab diesem Zeitpunkt vom Kapitalmarkt unabhängig und die derzeitigen Aktionäre müssten mit keinen größeren Verwässerungseffekten durch weitere Kapitalmaßnahmen mehr rechnen.
Unterbewertung von Desert Gold – 378 % Kurspotenzial
Das Analyseunternehmen GBC AG geht in seinem aktuellen Research vom 18.03.2026 davon aus, dass Desert Gold durch Reinvestitionen der Erträge aus dem zweiten Halbjahr 2026 im ersten vollen Produktionsjahr 2027 ca. 432.000 t Erz verarbeiten und daraus 11.600 Unzen Gold gewinnen kann. Das angenommene EBITDA würde dann in 2027 bis 2035 bei jährlichen 20,19 Mio. USD (27,66 Mio. CAD) liegen. Nach Abzug von Steuern und anfänglichen Investitionsausgaben rechnen deren Analysten Greiffenberger und Filker mit einem freien Cashflow von jährlich 16,29 Mio. USD (22,29 Mio. CAD). Dies summiert sich bis 2035 auf eine Summe von 155,9 Mio. USD (213,58 Mio. CAD). Bei einer Abdiskontierung dieser Summe mit 10 % p.a. ergibt sich ein aktueller Kapitalwert allein für dieses Projekt von 89,6 Mio. USD (122,75 Mio. CAD). Bezogen auf die aktuelle Marktkapitalisierung von 32,46 Mio. CAD ergibt sich eine Unterbewertung der Aktie - nur für dieses Teilprojekt - von 378 %!

Fazit
Dass Minen- bzw. Rohstoffaktien in jedes Portfolio gehören, haben die Entwicklungen der letzten Quartale mehr als bestätigt. Die derzeitigen teils deutlichen Kursrücksetzer bei Silber und Gold bietet bisher noch nicht investierten Anlegern und Investoren die Chance, sich bei aussichtsreichen Unternehmen im Edelmetallsektor zu einem viel besseren Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV) einzusteigen, als dies noch vor zwei Monaten der Fall war. Daher sollten sich die Leser ein eigenes Bild zu Desert Gold verschaffen und ggf. die aktuelle Analyse der GBC AG durcharbeiten.
Den Link zur GBC Analyse finden Sie hier: