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01.07.2021 | 05:45

Gute Nachrichten mit Infineon, Micron Technology, White Metal Resources

  • Infineon
  • Micron Technologies
  • White Metal Resources
Bildquelle: pixabay.com

Laut Eurostat, der Europäischen Statistikbehörde, sinkt die Teuerungsrate in der Eurozone im Juni auf offizielle 1,9%. Energiepreise für Benzin und Diesel sind dabei im Warenkorb die Haupttreiber der anziehenden Teuerung, die sich ansonsten im Rahmen bewegen. Würde die Energiepreissteigerung bei Industriegütern herausgerechnet werden, dann sei der Preisanstieg in dem Monat nur mit 1,2% ausgefallen. Einkäufer, ob privat oder gewerblich, können sich davon im wahrsten Sinne des Wortes 'nichts kaufen', weil schlicht und ergreifend kaum Waren vorhanden sind oder sich in einigen Branchen Preise mehr als verdoppelt haben. Das wiederum spiegelt sich zumindest in der Statistik (noch) nicht wider. Will der Anleger von der Inflation und Flucht in Sachwerte profitieren, sollte er etwa in Aktien investieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , MICRON TECHN. INC. DL-_10 | US5951121038 , WHITE METAL RES | CA9640461062


 

Wertspeicher Gold, Silber und Kupfer

Da die Geldmenge in den vergangenen Jahrzehnten durch Zentralbanken beliebig vermehrt wurde, und dies auch aller Voraussicht nach so bleiben wird, besinnen sich immer mehr Anleger immitter anziehender Inflation und Strafzinsen darauf, in Sachwerte zu investieren. Somit schützen sie schließlich ihr Vermögen. Neben Immobilien sind auch ganz klar Rohstoffe und Aktien im Fokus. Physisches Gold und Silber wird immer stärker von Anlegern nachgefragt und selbst bei Banken rückt der physische Goldbesitz durch Basel III immer weiter in den Vordergrund. Doch auch Kupfer erfreut sich nun durch E-Mobilität und Digitalisierung der Wirtschaft wachsender Beliebtheit, denn ohne das Metall als Ausgangsrohstoff würde beides nicht stattfinden können.

Mit Blick auf diese Entwicklung ist das kanadische Unternehmen White Metal Resources (WKN: A115ZF ISIN: CA9640461062 Ticker: CGK1) besonders interessant, denn hier erkauft sich der Aktionär u.a. Zugang zu eben jenen Metallen: Gold, Silber und Kupfer. Insgesamt bieten die Kanadier mit fünf aussichtsreichen Rohstoff-Projekten erhebliches Wachstumspotential und durch mehrere parallele Bohrprogramme auf den Projekten, berichtet das Unternehmen regelmäßig über entsprechende Funde. Erst am 29. Juni 2021 gab das Unternehmen die neuesten Ergebnisse von Bohrungen nördlich des Kupfer-Silberprojekt Okohongo in Namibia bekannt. Proben von bis zu 31,8 % Kupfer, 65 g/t Silber und 20% Blei konnten entnommen werden.

Das Unternehmen geht nun davon aus, dass sich die bisherige Vererzung von Okohongo viel weiter ausdehnt, als zunächst angenommen. Bedeutet, hier wird White Metal Resources die nächsten Bohrungen planen, doch erst, wenn das aktuell geplante 3.000m-Bohrprogramm auf dem Goldprojekt Tower Stock in Ontario abgeschlossen ist. Dort wurden zuletzt Abschnitte von 1,7 g/t Gold auf über 82,5m und 0,63 g/t Gold über 63,5m ausgemacht.

Berichtssaison eröffnet

Am 30. Juni 2021 hat das Halbleiterunternehmen Micron Technology (WKN: 869020 ISIN: US5951121038 Ticker: MTE) Ergebnisse vorgelegt. Analysten rechneten mit 1,71 USD Gewinn je Aktie, was einem Anstieg von 108,5% zum Vorjahr bedeutet hätte. Beim Umsatz erwarteten die Analysten einen Anstieg von 33,5% auf 7,26 Mrd. USD im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten zwei Jahren wurden Analystenschätzungen, was den Gewinn je Aktie angeht, regelmäßig deutlich übertroffen. Der Markt wartete daher mit Spannung ungläubig auf die nachbörslichen Zahlen von Micron Technologies.

Und wie in den letzten Jahren üblich schaffte Micron Technology auch dieses Mal den Markt zu überraschen. Der Gewinn je Aktie wurde um gegenüber den Analystenschätzung um 0,17 USD übertroffen und erreichte 1,88 USD. Der Umsatz lag mit 7,42 Milliarden USD ebenfalls 160 Millionen USD höher als erwartet . Spannend im Jahresvergleich ist auch die deutliche Zunahme der Bruttomarge. Diese stieg von 32,4% auf 42,1% signifikant an. Das zu den 'Großen Fünf' der Branche zählende Unternehmen dürfte somit als richtungsweisend für den ganzen Halbleitermarkt angesehen. Donnerstag und Freitag sind mit Sicherheit für Unternehmen aus dem Halbleitersegment deshalb besonders spannend.

Spannung vor Tech-Earnings steigt

Interessant wird neben den Zahlen von Micron Technology auch, wie der Markt auf Unternehmen der Technologiebranche, vor allem auch bei Infineon (WKN: 623100 ISIN: DE0006231004 Ticker: IFX) reagiert. Kommt es zu Gewinnmitnahmen oder geht die Aufwärtsbewegung einfach weiter? Auf Grund der guten Zahl bei Micron Technologies dürfte mit einem weiteren Kursschub gerechnet werden aber die Börse ist oftmals auch launisch und überrascht den Markt.

Seit dem Märztief 2020 bis aktuell ging es bei Infineon bereits um 235% auf 34,00 EUR je Aktie aufwärts. Da aber der Nachfrageüberhang die Chipindustrie beflügelt, die Preissetzungsmacht bei den Halbleiterkonzernen liegt und dies wohl auch bis 2022 so bleiben dürfte, sollte die Konsolidierung der Aktie spätestens zum 03. August 2021 enden. Dann veröffentlicht der Konzern aus Neubiberg bei München seine eigenen Quartalszahlen. Trotzdem stehen die Investoren dem rasanten Wachstum mit Skepsis gegenüber. Seit Ende Januar 2021 konsolidiert der Aktienkurs von Infineon seitwärts aber dennoch nahe dem Jahreshoch von 37,30 EUR.

Das Marktumfeld sehen Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs jedenfalls positiv und geben Infineon die Einstufung „Kaufen“ mit einem Kursziel von 43,80 EUR. Damit übertrifft Goldman das durchschnittliche Kursziel anderer Kollegen, die Infineon eher bei 39,75 EUR fair bewertet sehen.


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