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25.05.2021 | 05:25

Heidelberger Druckmaschinen, Steinhoff, RYU Apparel – Sind das Zockerpapiere?

  • Heidelberger Druckmaschinen
  • Steinhoff
  • RYU Apparel
Bildquelle: pixabay.com

Viele Anleger suchen gerade im PennyStock Bereich (Unternehmen mit Aktienpreisen unter 1 Euro) nach Firmen, die erst wenige Anleger auf der Beobachtungsliste haben. In der Hoffung eine mögliche Überrendite für das Gesamtdepot zu finden, versuchen sich auch Kleinanleger in diesem Marktsegment. Freilich entwickeln sich nur die wenigsten PennyStocks zur nächsten Amazon, Facebook oder Google, aber um die persönliche Gier zu befriedigen, werden teils sehr hohe Verlustrisiken eingegangen.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

100 Millionen bis 2025?

Sport zu Hause ist seit über 14 Monaten voll im Trend. Doch mit den wärmeren Temperaturen und der weltweiten Zurücknahme von Ausgangssperren zieht es die Sportler wieder verstärkt nach draußen. Genau darauf hat sich das junge Unternehmen RYU Apparel (WKN: A2P9Z6 ISIN: CA74979J4072 Ticker: RYAA) spezialisiert und fokussiert sich auf hochwertige Sport- und Freizeitbekleidung. Mit „Respect Your Universe“ besitzt der Kleidungshersteller eine preisgekrönte Marke. Die Kollektion sieht dabei nicht nur gut aus, sondern ist auch hoch funktional. Damit vereint RYU Apparel die drei Lebensbereiche Sport, Lifestyle und Mode in einem Label. Über diverse Marketing- & Social-Media-Kanäle bewirbt der CEO Cesare Fazari die Trendmarke und will bis 2025 die 100 Millionen Umsatzmarke erreicht haben. Ab dem vierten Quartal 2021 soll zudem die Gewinnzone erreicht werden.

Wie geht es weiter?

Die durch Urkunden- und Bilanzfälschung bekannt gewordene holländische Aktiengesellschaft Steinhoff (WKN: A14XB9 ISIN: NL0011375019 Ticker: SNH) ist zu einem Zockerpapier geworden, jedoch seit Oktober 2020 mit positivem Trend. Immerhin konnte sie seitdem um über 210 Prozent zulegen und notiert derzeit bei 0,113 Euro je Aktie. Der jahrelange Dauerstreit geht in die letzte Runde und alle Beteiligten wollen endlich eine Lösung in diesem kräftezehrenden Vergleich erzielen. Doch wie teuer wird dieser Vergleich für die Steinhoff Aktionäre? Da hier noch sehr viel Unsicherheit mitspielt und auch die Zukunft dadurch noch ungewiss ist, ist ein Turnaround von Steinhoff noch nicht ausgemachte Sache. Dennoch wurde charttechnisch das 2020er und 2019er Jahreshoch bereits aus dem Markt genommen. Sollte auch noch mit 0,247 Euro je Aktie das temporäre Juli Hoch 2018 übersprungen werden, könnte Steinhoff sogar einen Angriff auf das 2018er Hoch bei 0,613 Euro nehmen.

250 Prozent gedruckt!

Das Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen (WKN: WKN: 731400 ISIN: DE0007314007 Ticker: HDD) hat nach zwei Jahrzehnten abwirtschaften im Oktober 2020 die charttechnische Trendwende geschafft. 250 Prozent Aufwärtsbewegung innerhalb von sieben Monaten. Das sieht so aus, als hätten die Druckmaschinen Hersteller endlich eine „Gelddruckmaschine“ in ihren Keller gestellt. Haupttreiber bei Heidelberger-Druckmaschinen ist zur Zeit die E-Mobilität. Das Unternehmen profitiert stark von der Produktion und dem Verkauf von Wallboxen. Diese sind Ladesysteme für E- und Hybridautos. Die Umsätze legen in diesem Segment stark zu und der Bund fördert die Anschaffung von privaten Ladestationen mit 500 Millionen Euro. Das sind ca. 900 Euro je privatem Ladepunkt.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Wer keinen engen Kontakt zu seinen Kunden hat und/oder im Internet nicht gefunden wird, der existiert für potentielle Käufer nicht und macht entsprechend auch keinen Umsatz. Die wegfallenden Wettbewerber erhöhen aber die Chance auf neue Marktanteile für die verbleibenden wettbewerbsfähigen Unternehmen.

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