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04.01.2022 | 05:45

Paukenschlag zum Jahresstart - Heidelberger Druckmaschinen, Porsche, Saturn Oil + Gas Aktie

  • Heidelberger Druckmaschinen
  • Porsche
  • Saturn Oil & Gas
  • Volkswagen
Bildquelle: pixabay.com

Mit Paukenschlag zum Jahresstart eröffneten die Börsen in das neue Börsenjahr 2022. Als hätte es Corona, Alpha, Delta und Omikron nicht gegeben, springen die Aktienkurse an den weltweiten Börsen an und eröffnen größtenteils im Plus. Wahrscheinlich konnten die Börsianer über die Feiertage die Gewissheit erlangen, dass an Aktien als fungible Sachwerte kein Weg zum Vermögensschutz vorbei geht. Daher lohnt ein Blick auf die Gewinneraktien des ersten Handelstages.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832


 

Dynamisch Vorwärts mit Saturn Oil & Gas

Wie so oft bei kanadischen Aktien, ist der November und Dezember eines jeden Jahres durchwachsen. Hier verkaufen die Kanadier ihrer Gewinner- und Verliereraktien in der sogenannten „Tax-Season“ um damit ihre Steuerzahllast für das ablaufenden Jahr zu optimieren. Wenige Tage später werden dann die Aktien mit positiven Erwartungsverlauf zurückgekauft und die kurzfristigen Kursrückgänge durch Gewinnmitnahmen sind schnell wieder Makulatur. Dieses Phänomen ist jenseits des großen Teichs deutlich stärker ausgeprägt als z.B. bei Deutschen Aktien und wird daher von vielen Anlegern hierzulande kaum beachtet. Zu beobachten war dies z.B. bei dem expandierenden Erdölunternehmen Saturn Oil & Gas (WKN: A3C9X6 ISIN: CA80412L8832 Ticker: SMKA) aus Calgary mit Gebieten in Saskatchewan .

Von Jahresanfang bis Oktober 2021 konnte das Unternehmen mit der übernahmen des Oxbow-Erdölfeldes von Cresent Point Energy, einen Sprung von über 100% hinlegen. Durch Gewinnmitnahmen und der „Tax-Loss-Season“ gab die Aktie bis zur Vorweihnachtswoche 60% der Gewinne wieder ab, ehe in der Weihnachtswoche die Trendwende begann. Mit Eröffnung des Aktienhandels zum neuen Jahr, konnte die Aktie um über 10,7% zum Schlusskurs 2021 in die Höhe springen und notiert wieder auf dem Nieveau von Anfang November 2021 bei 3,94 CAD bzw. 2,68 EUR. Doch laut Einstufung von der GBC AG, hatte die Aktie bis Ende 2022 das Kursziel von 12,17 CAD, was einer Verdreifachung vom aktuellen Stand gleichkäme. Die GBC AG kommt auf diesen potentiellen hohen Wertzuwachs, weil sie den stark ansteigenden Cashflow des Unternehmens via Discounted-Cash-Flow (DCF)-Methodik abgezinst hat.

Ziel in greifbarer Nähe - Porsche Automobil Holding

Auch die Porsche Automobil Holding (WKN: PAH003 ISIN: DE000PAH0038 Ticker: PAH3) konnte stark ins Neue Jahr starten. Mit einem Kurssprung von über 5,4% auf 88,00 EUR notiert die Marktkapitalisierung bei 25,55 Mrd. EUR. Los ging es mit der Aufwärtsbewegung der Porsche Automobil Holding Aktien aber bereits seit Anfang Dezember, als die Aktie noch zu 75 Euro das Stück gekauft werden konnte. Anfang letzten Monat kam vom Investmenthaus Stifel und dem Analysten Daniel Schwarz die Aufforderung „Na los, VW, lasst Porsche frei“. Dies bezog sich auf die Vorbereitungen des Volkswagenkonzern die Porsche AG per IPO wieder an die Börse zu bringen und damit die Unterbewertung der Porsche Automobil Holding und der Volkswagen Aktie zu heben.

Damit würden zwei zentrale Problem der kontrollierenden Piëch-Familie gelöst. Zum einem würde die Piëch-Familie wieder die Kontrolle über den vorherigen Familienbetrieb der Porsche AG erhalten und zum anderen dürfte sich die Unterbewertung beider Gesellschaften durch den Konglomeratsabschlag mittelfristig aufheben. Im Volkswagen Konzern soll dieses Projekt „Phönix“ genannten worden sein. Wie der Phönix-Vogel sich aus der Asche erhebt, so soll dies auch mit beiden Aktienkursen passieren. Finanzieren dürfte die Familie Piëch diese Umstrukturierung durch Verkäufe von Volkswagenaktien. Die Kontrolle über den Konzern wird aber weiterhin bei der Familie bleiben, sofern die Planungen auch in die Realität umgesetzt werden. Das Kursziel von Warburg Research ist jedenfalls mit 94 EUR in greifbarer Nähe.

Steile Wachstumskurve bei Heidelberger Druckmaschinen

Noch stärker als die Porsche Automobilholding ging es für Heidelberger Druckmaschinen (WKN: 731400 ISIN: DE0007314007 Ticker: HDD) aufwärts. Der im Umbruch befindliche Traditionskonzern schaffte in 2020 den Turnaround und konnte in 2021 die Marktteilnehmer mehrfach positiv überraschen. Um 230 % ging es allein in 2021 aufwärts und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. Gleich zum Jahresstart legte die Aktie um über 10,2% zum Jahresschlusskurs 2021 zu. Das Neumitglied im SDAX profitiert dabei vom Trend der E-Mobilität, welcher bisher mit der stark wachsenden Sparte von Wallboxen (Ladesäulen) für Heimanwendungen den Konzernerfolg getrieben hat. Mit der Erweiterung des Portfolios durch die Übernahme der Ladesäulentechnologie von EnBW, baut Heidelberger Druckmaschinen seine Kompetenz in diesem Segment deutlich aus.

Auch wenn über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart worden ist, hat das Heidelberger Unternehmen nun Zugang zum öffentlichen und halböffentlichen Klienten von EnBW. Das Angebot erweitert sich daher nun auch auf Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen und damit erheblich. Damit wird der Umsatz und die Profitabilität in diesem Segment weiter zulegen und die Gewinne weiter anwachsen lassen. Auch die strategische Kooperation mit SAP und deren E-Mobility-Software für Dienstwagenflotten und Privathaushalte sollte diese Übernahme so richtig befeuern. Das sind gute Aussichten für das Unternehmen und dürfte für eine weiter steil verlaufende Wachstumskurve sprechen.


Fazit

Das Jahr 2022 beginnt sehr positiv und auch wenn die wirtschaftlichen Aussichten noch nicht so rosig gesehen werden, sind die vorgestellten Aktien in einem jeweils sehr attraktiven Marktumfeld unterwegs, das gerade im Jahr 2022 noch für erheblichen Kurspotential sorgen dürfte. Eine Beimischung im Depot sollte daher in Betracht gezogen werden, denn gerade Saturn Oil & Gas sowie Heidelberger Druckmaschinen haben jeweils das Potential sich noch mehr als zu verdoppeln.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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