03.06.2026 | 05:30
Hier steckt das Trendwendepotenzial - Antimony Resources, GFT Technologies, TeamViewer
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Der Deutsche Aktienindex DAX präsentierte sich weiterhin in starker Verfassung und konnte sich seit letzter Woche nachhaltig oberhalb der psychologischen Marke von 25.000 Punkten etablieren. Mit derzeit 25.230 Punkten arbeitet sich der DAX damit langsam, aber sicher Richtung neues Allzeithoch vor, das zuletzt im Januar 2026 bei 25.512 Punkten ausgebildet worden ist. Positive Impulse kommen nach wie vor aus dem Technologie- und Industriesektor, aber auch etliche Nachzügler konnten in den letzten Wochen eine Trendwende hinlegen. Welche interessant sind, lesen Sie hier:
Lesezeit: ca.
5 Minuten.
Autor:
Alfred Laugeberger
ISIN:
CA0369271014 , DE0005800601 , DE000A2YN900
GFT Technologies: Echte KI-Chance oder nur kurzfristiger Rebound?
Die Aktie von GFT Technologies (WKN: 580060 | ISIN: DE0005800601 | Ticker: GFT) ist zuletzt wieder deutlich gestiegen und liegt seit Wochenstart gut 10 % im Plus. Damit setzt sich die starke Erholung der drei Monate fort. Seit Jahresanfang steht die Aktie inzwischen rund 28 % höher und seit dem Tief vom 25. Februar 2026 sind es bereits beeindruckende 76 %. Das kurzfristige technische Bild hat sich damit deutlich verbessert, zumal die Aktie klar über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 100 und 200 Tage liegt. Der vorherige Abwärtstrend ist damit gebrochen. Noch ist die Aktie weit vom früheren Allzeithoch bei 49 EUR entfernt, aber die Struktur sieht nun wieder deutlich bullisher aus als noch zum Jahresanfang.
Fundamental ist GFT ein IT- und Digitalisierungsspezialist mit starkem Fokus auf Banken, Versicherungen und regulierte Industrien. Das Unternehmen positioniert sich zunehmend als KI-getriebener Digitalisierungspartner. Besonders wichtig ist dabei die eigene Plattform Wynxx, die Unternehmen helfen soll, Softwareentwicklung, Testversionen, Dokumentation und Modernisierung effizienter zu machen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte GFT einen Umsatz von 888,3 Mio. EUR, was gegenüber 2024 ein leichtes Wachstum war. Das bereinigte EBIT lag bei 67,4 Mio. EUR, der Nettogewinn bei 32,9 Mio. EUR. Allerdings war die Profitabilität schwächer als im Vorjahr, denn der Nettogewinn fiel von 46,5 Mio. EUR auf 32,9 Mio. EUR. Das zeigt: 2025 war ein Wachstums-, aber kein einfaches Margenjahr. Positiv ist jedoch, dass der operative Cashflow weiterhin klar positiv war. GFT erzielte 2025 einen operativen Cashflow von 43,3 Mio. EUR. Der Barbestand lag zum Jahresende bei 61,1 Mio. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von minus 49,4 Mio. EUR ist positiv zu bewerten, da unter anderem Kreditrückzahlungen, Dividenden und ein Aktienrückkaufprogramm davon bezahlt worden sind.
Auch der Start ins Jahr 2026 war gelungen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 229,5 Mio. EUR, ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt lag das Wachstum sogar bei 5 %. Noch wichtiger: Der Nettogewinn stieg um 21 % auf 8,6 Mio. EUR, und das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 0,27 EUR auf 0,34 EUR. Auch der Auftragsbestand entwickelte sich positiv und stieg um 11 % auf 512 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt GFT seine Prognose. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von rund 930 Mio. EUR und ein bereinigtes EBIT von etwa 71 Mio. EUR und will vor allem die Profitabilität verbessern.
Antimony Resources: Korrektur nach starkem Anstieg beendet?
Antimon (lat. Stibium - Sb) zählt aufgrund seiner Versorgungsrolle für Hochtechnologie und Rüstungsgüter sowie der dominanten Marktstellung chinesischer Unternehmen zu einem der kritischsten Rohstoffe weltweit. Vor diesem geopolitisch angespannten Hintergrund rückt das Explorationsunternehmen Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: ATMY) verstärkt in den Fokus von institutionellen Investoren. Der Explorer treibt die Erschließung sicherer westlicher Lieferketten für Antimon voran und profitiert von vorherrschenden strukturellen Angebotsdefiziten des Rohstoffs. Das Researchhaus GBC AG hat dieses strategische Potenzial jüngst im Research-Bericht bestätigt und die Aktie mit einer klaren Kaufempfehlung bewertet und ein Kursziel für die nächsten 12 Monate von 3,00 CAD ermittelt.
Diese positive Markteinschätzung wird durch aktuelle, hochgradige Explorationsdaten aus der Bald-Hill-Lagerstätte wieder einmal fundamental untermauert. Jüngste Bohrkernanalysen belegen signifikante Antimonmineralisierungen. Wie das Unternehmen am 12.05.2026 veröffentlichte, wiesen Stibnitführende Abschnitte Spitzenwerte von bis zu 13,9 % Antimon (Sb) auf. Weitere Untersuchungsergebnisse bestätigten diese außerordentliche Qualität mit Rekordabschnitten von bis zu 26,9 % Antimon. Solche Gehalte liegen weit über dem globalen Branchendurchschnitt und deuten auf eine äußerst wirtschaftliche Abbauperspektive dieser Lagerstätte hin.
Für die operative Entwicklung stellen diese regelmäßigen Antimonfunde eine stetige Erweiterung der Datenlage dar. Auf dieser verbesserten Datenbasis lassen sich kommende Mineralressourcenschätzungen (MRE) erweitern, was die Bewertung des Unternehmens weiter anhebt und die Wirtschaftlichkeit erhöht. Angesichts anhaltender Exportrestriktionen aus Asien und der steigenden westlichen Nachfrage positioniert sich Antimony Resources als potenzieller Schlüsselakteur zur Sicherung kritischer Lieferketten, ähnlich dies bereits Unternehmen wie Almonty Industries bei dem Rohstoff Wolfram getan hat. Wenn kommende Studien die Ressourcenbasis weiter verifizieren, steht einer fundamentalen Neubewertung des Unternehmens nichts im Weg. Die aktuelle Korrektur der Aktie nach einem starken Anstieg bietet daher eine interessante Einstiegsgelegenheit.
TeamViewer-Aktie: Erste technische Trendwende nach langer Schwäche?
Die TeamViewer Aktie (WKN: A2YN90 | ISIN: DE000A2YN900 | Ticker: TMV) konnte in den vergangenen Tagen deutlich zulegen. Besonders interessant ist dabei nicht nur der Kursschub, sondern auch das technische Signal. Die Aktie schloss wieder über der fallenden 200-Tage-Linie, die derzeit bei ca. 6,20 EUR verläuft. Das letzte Mal, dass TeamViewer über diesem wichtigen gleitenden Durchschnitt notierte, war am 5. Mai 2025, bevor sich der Kurs der Aktie noch mal drittelte. Damit lieferte der Chart ein erstes Zeichen, dass sich die Aktie nach einer Bodenbildungsphase wieder stabilisiert.
Der letzte Schlusskurs lag ungefähr bei 6,65 EUR je Aktie und seit dem Tief vom 13. April 2026 konnte die Aktie nun rund 62 % zulegen. Auf Sicht von 52 Wochen bleibt das Bild jedoch weiterhin schwach, denn die Aktie liegt noch immer rund 35 % im Minus. Auf Fünfjahressicht beträgt der Verlust sogar ungefähr 79 %. TeamViewer ist also trotz der letzten Erholungsbewegung noch weit von früheren Höchstständen entfernt. Genau deshalb ist die aktuelle Bewegung spannend. Es geht nicht um eine Aktie auf Rekordniveau, sondern um eine mögliche Trendwende nach einem langen Abwärtstrend.
Fundamental ist TeamViewer weiterhin gewinnbringend unterwegs. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz auf 746,8 Mio. EUR, nach 671,4 Mio. EUR im Vorjahr. Auch die Profitabilität blieb stark. Das bereinigte EBITDA lag bei 325,6 Mio. EUR, das EBIT bei 252,6 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei rund 44 %, was für ein Softwareunternehmen sehr solide ist. Auch der operative Cashflow war mit 233 Mio. EUR klar positiv.
Ein wichtiger Punkt im Jahr 2025 war die Übernahme von 1E. Das sieht man besonders im Cashflow aus Investitionstätigkeit, der durch die Akquisition bei minus 691 Mio. EUR lag. Strategisch will sich TeamViewer dadurch stärker im Bereich digitale Mitarbeiterführung, automatisiertes IT-Management und KI-gestützte Endpunkt-Lösungen positionieren. Das Unternehmen versucht also, sich vom klassischen Remote-Access-Anbieter zu einer breiteren digitalen Arbeitsplattform zu entwickeln.
Die Q1-Zahlen 2026 zeigen ein gemischtes Bild. Der Gesamtumsatz lag bei 183,2 Mio. EUR und damit leicht unter den 190,3 Mio. EUR aus Q-1-2025. Gleichzeitig blieb TeamViewer profitabel, denn das bereinigte EBITDA lag bei 83,0 Mio. EUR, die bereinigte EBITDA-Marge bei 45,3 % und der Nettogewinn bei 34,2 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet TeamViewer ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 0 % bis 3 % und eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 43 %. Das ist kein starkes Wachstumsversprechen, zeigt aber die konservative Einschätzung des Managements.
Fazit
Bewertungstechnisch ist GFT mit einer Marktkapitalisierung von rund 630 Mio. EUR und einem Umsatz von fast 900 Mio. EUR deutlich unter dem einfachen Jahresumsatz bewertet. Das zeigt, dass der Markt GFT noch nicht wie ein stark wachsendes KI-Unternehmen bewertet.
Antimony Resources ist mit seinem Antimonvorkommen ein interessantes Investment, um indirekt vom steigenden Antimonpreis profitieren zu können.
Die TeamViewer-Aktie ist aktuell eher eine mögliche Turnaround-Story als eine klassische Wachstumsstory, aber für kurzfristig orientierte Anleger dafür dennoch interessant.