02.07.2026 | 05:45
Rekorde und Absturz - Almonty Industries, Antimony Resources, Deutsche Telekom, Volkswagen
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Die aktuellen Börsenentwicklungen zeigen deutliche Spannungen und Chancen in verschiedenen Sektoren auf. Während ein großer deutscher Autobauer fundamental und charttechnisch massiv unter Druck steht und drastische Restrukturierungsmaßnahmen ergreifen muss, profitiert ein Rohstoffexplorer von Rekordfunden und positioniert sich als strategischer Lieferant in einer angespannten globalen Versorgungslage. Gleichzeitig ringt ein führender Telekommunikationskonzern trotz solider Fundamentaldaten mit signifikanten Kursverlusten aufgrund von Fusionsgerüchten. Mehr dazu lesen Sie hier:
Lesezeit: ca.
6 Minuten.
Autor:
Stefan Bode
ISIN:
CA0369271014 , DE0005557508 , DE0007664039
Volkswagen-Aktie: Neues 16-Jahres-Tief – ist der Absturz übertrieben?
Die Volkswagen Aktie (WKN: 766403 | ISIN: DE0007664039 | Ticker: VOW3) steht massiv unter Druck. In nur wenigen Handelstagen ist die Vorzugsaktie unter wichtige Unterstützungen gefallen und notiert aktuell nur noch bei rund 69,60 EUR. Der Börsenwert liegt nun nur noch bei etwa 36,4 Mrd. EUR. Seit Jahresanfang schlägt damit ein Minus von rund 33 % zu Buche. Besonders bitter ist der Blick auf den Chart. Die Zone um 80 bis 85 EUR war bereits im März 2020, im November und Dezember 2024 sowie im April 2025 ein wichtiger Unterstützungsbereich, an dem die Aktie immer wieder drehte. Jetzt wurde diese Zone nachhaltig gebrochen und der Kursrutsch nimmt derzeit seinen Lauf. Damit ist Volkswagen sogar unter das Corona-Crash-Tief gefallen. Kurse unter 70 EUR sah die Aktie zuletzt im Sommer 2010. Anders gesagt: Die Aktie handelt auf einem Niveau, das Anleger seit rund 16 Jahren nicht mehr gesehen haben.
Auch technisch sieht das Bild angeschlagen aus. Die Volkswagen-Aktie notiert deutlich unter den gleitenden Durchschnitten der letzten 100 und 200 Tage. Damit dominiert klar der Abwärtstrend. Zwar sind auch andere Autobauer wie BMW und Porsche zuletzt unter Druck geraten, doch bei Volkswagen wirkt der Abverkauf besonders hart. Der Markt straft nicht nur die schwache Branchenlage ab, sondern auch die eigenen Baustellen des Konzerns.
Fundamental gibt es dafür genügend Gründe. Im ersten Quartal 2026 sanken die Auslieferungen des Konzerns um 4,0 % auf rund 2,0 Mio. Fahrzeuge. Der Umsatz fiel um 2,5 % auf 75,7 Mrd. EUR, das operative Ergebnis ging von 2,9 auf 2,5 Mrd. EUR zurück. Zusätzlich belasteten rund 0,5 Mrd. EUR Kosten im Zusammenhang mit der Anpassung der US-Produktionsstrategie und dem Ende der ID.4-Produktion in den USA. Positiv bleibt bisher noch der Netto-Cashflow der Autosparte, der bei 2,0 Mrd. EUR liegt, sowie die vorhandene Netto-Liquidität von 34,2 Mrd. EUR.
Doch nun kommt die harte Zeit der Restrukturierung. Volkswagen plante erst bis 2030, rund 50.000 Stellen abzubauen. Nun wurde diese Zahl zuletzt verdoppelt auf 100.000 Mitarbeiter, die 2030 gehen müssen bzw. für die keine Neueinstellungen mehr geplant sind. Das wären 15 % der weltweit 657.000 Mitarbeiter und dadurch sollen mehr als 6 Mrd. EUR jährliche Netto-Kosteneinsparungen erreicht werden. Der Konzern reagiert nun deutlich, will am 9. Juli im Aufsichtsrat darüber beraten, aber der Umbau wird bei Umsetzung des neuen Zielbildes sehr schmerzhaft. Kurzfristig ist die Aktie stark überverkauft, eine technische Gegenbewegung wäre also jederzeit möglich. Doch solange Volkswagen die 85 EUR-Marke nicht zurückerobert, ist von einem Anlaufen der 67,30 EUR-Unterstützung auszugehen. Sollte diese nicht halten, droht eine weitere Abverkaufs-Kaskade Richtung 52,90 EUR. Für mutige Anleger kann das tiefe Niveau spekulativ interessant wirken, setzt aber Agilität voraus. Für langfristige Investoren braucht es aber mehr als nur einen günstigen Kurs: Entscheidend sind bessere Margen, klare China-Fortschritte und der Beweis, dass der Konzernumbau wirklich umgesetzt wird und auch Wirkung entfaltet.
Antimony Resources: Rekordfunde – Schlüssellieferant für westliche Lieferketten?
Antimon (Stibnit) zählt aufgrund seiner essenziellen Versorgungsrolle für Hochtechnologie sowie Rüstungsgüter und der Marktdominanz chinesischer Anbieter zu den kritischsten Rohstoffen im Westen. In diesem geopolitisch angespannten Umfeld positioniert sich das Explorationsunternehmen Antimony Resources (WKN: A414DM | ISIN: CA0369271014 | Ticker-Symbol: ATMY) als strategischer Akteur zur Erschließung sicherer westlicher Lieferketten. Das wachsende staatliche Interesse manifestierte sich kürzlich deutlich durch den offiziellen Besuch des kanadischen Ministers für natürliche Ressourcen der Provinz New Brunswick auf dem Bald-Hill-Projekt. Durch den Aufbau lokaler Kapazitäten will das Unternehmen gezielt von asiatischen Exportbeschränkungen und dem globalen Angebotsdefizit profitieren.
Jüngste Explorationsergebnisse auf der Bald-Hill-Lagerstätte untermauern das geologische Potenzial mit drastisch verbesserten Kennzahlen im Vergleich zu früheren Analysen. Bohrungen in der Hauptzone durchteuften massiven Stibnit mit beeindruckenden Spitzengehalten von bis zu 36,0 % Antimon, Schürfgrabungen in der Südzone lieferten sogar bis 44,2 % und die Zentralzone bestätigte überdurchschnittlich starke Gehalte von 20,5 %. Zusätzlich zu diesen extremen Antimonkonzentrationen ergaben Bohrkernproben bemerkenswerte Goldgehalte von bis zu 1,88 g/t über einen Abschnitt von 4,85 Metern. Diese herausragenden Funde der letzten Wochen deuten auf margenstarke und damit sehr wirtschaftliche Abbaumöglichkeiten hin und erweitern die bereits vorhandene geologische Datenbasis erheblich.
Auf Basis dieser stetig eintreffenden und sich verbessernden Datenlage lässt sich nun eine signifikante Vergrößerung der anstehenden Mineralressourcenschätzungen klar strukturiert kalkulieren. Das Researchhaus GBC AG hat dieses Wachstumspotenzial bereits in der letzten Unternehmensanalyse mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 3,00 CAD gewürdigt. Analog zu Almonty Industries im Wolframsektor besitzt Antimony Resources die strategische Perspektive, sich als Schlüssellieferant für die westliche Industrie zu etablieren. Sollten weiterführende Machbarkeitsstudien die Ressourcenbasis bestätigen, dürfte eine nachhaltige Neubewertung der Unternehmensanteile durch institutionelle Investoren, aber auch durch Privatanleger erfolgen.
Die derzeit noch laufende Kurskonsolidierung nach einer starken Aufwärtsbewegung bis April 2026 liefert unter objektiven Gesichtspunkten ein sehr attraktives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV). Angesichts der fundamental angespannten Versorgungslage bei Antimon bieten die politische Rückendeckung in Kanada und die Rekordbohrergebnisse der vergangenen Wochen mit den neu gefundenen Goldmineralisierungen nun eine interessante Einstiegsgelegenheit bei dem kanadischen Rohstoffexplorer. Sobald eine aktualisierte Ressourcenschätzung die enormen Antimongehalte final quantifiziert und qualifiziert, dürfte die Phase der Unterbewertung vorbei sein und ggf. das Kursziel von GBC in Angriff genommen werden.
Deutsche-Telekom-Aktie: Bruch der 26-EUR-Marke – letzte Hoffnung 23,80 EUR Unterstützung?
Die Aktie der Deutschen Telekom (WKN: 555750 | ISIN: DE0005557508 | Ticker: DTE) steht massiv unter Abgabedruck. Wie am Dienstag früh erst geschrieben rutschte der Kurs im Laufe des Tages unter die wichtige 26-EUR-Zone. Im Anschluss hielt danach nicht einmal die 25-EUR und notierte im Tief bei 23,53 EUR. Damit ist die Aktie auf ein Niveau zurückgefallen, das zuletzt im August 2024 zu sehen war. Charttechnisch ist das ein klares Warnsignal. Die 26-Euro-Marke galt über längere Zeit als zentrale Unterstützung. Dass diese Zone nun mit Dynamik nach unten gebrochen wurde, hat das Bild deutlich eingetrübt. Der schnelle Abverkauf zeigt, dass hier etliche Stopporder gelegen haben. Kaufdruck kam bisher nicht auf, wenngleich sich der Wert am gestrigen Tag auf 24,26 EUR stabilisieren konnte. Die Aktie liegt klar unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten und der kurzfristige Trend ist weiterhin bärisch.
Die Zahlen sehen auf den ersten Blick jedoch deutlich besser aus als der Chart. Die Marktkapitalisierung liegt trotz des Kursrückgangs weiterhin bei rund 119 Mrd. EUR. Seit Jahresanfang steht die Aktie aber etwa 14 % im Minus und die Stimmung bei einem eigentlich defensiven Telekomwert ist deutlich eingetrübt. Fundamental bleibt die Deutsche Telekom aber weiterhin ein bilanzstarkes Unternehmen, was der Konzernüberschuss im Geschäftsjahr 2025 mit 9,6 Mrd. EUR zeigte. Der hohe freie Cashflow von rund 24,1 Mrd. EUR ermöglicht für 2025 eine Dividende von 1,00 EUR je Aktie und ebenfalls soll im dritten Quartal 2026 die dritte Tranche des Aktienrückkaufprogramms mit bis zu 560 Mio. EUR umgesetzt werden. Ob dies den Kurs stabilisieren kann?
Belastend wirken sich derzeit vor allem Gerüchte rund um eine mögliche engere Verbindung oder Fusion mit T-Mobile US. Anleger fürchten offenbar, dass ein solcher Schritt teuer werden könnte und die starke Wachstumsstory der US-Tochter verwässern würde. Bestätigt ist offiziell bislang nichts, doch an der Börse reichen Gerüchte oft aus, zumal der Chart bereits angeschlagen ist.
Entscheidend wird jetzt die Zone um 23,80 EUR auf Wochen- und Monatsschlusskursbasis. Hält dieser Bereich, könnte sich eine technische Gegenbewegung bilden. Fällt auch diese Unterstützung, droht weiteres Abwärtspotenzial Richtung 20 EUR. Für Anleger bleibt die Lage daher zweigeteilt: Fundamental wirkt die Aktie günstig, charttechnisch ist sie aber massiv angeschlagen. Wer einsteigen will, sollte erst auf eine klare Bodenbildung warten oder mit engen Stopps arbeiten.
ZUSAMMENFASSUNG
Die Volkswagen-Aktie ist fundamental und technisch auf ein 16-Jahres-Tief abgestürzt. Als harte Gegenmaßnahme plant der Konzern den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen bis 2030.
Antimony Resources will sich als strategisch wichtiger westlicher Lieferant von Antimon profilieren. Neue Rekordfunde machen ein hochprofitables Geschäft im aktuellen Angebotsdefizit von Antimon immer wahrscheinlicher.
Trotz operativer Stärke und hohem Cashflow ist die Telekom-Aktie unter wichtige Chartmarken gefallen. Auslöser für diesen Kursrutsch sind mögliche Fusionsgerüchte und Stoppkurse, die zu einer Abverkaufskaskade führten.