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17.02.2021 | 05:45

Im Osten geht die Sonne auf – Baidu, Q&M Dental Group, BYD

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  • Q&M Dental
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Bildquelle: pixabay.com

Im Osten geht die Sonne auf und scheint immer intensiver über den Volkswirtschaften im Osten Asiens. Der stetige Aufstieg des Reichs der Mitte wurde durch die Corona-Krise sogar noch verstärkt. Durch das strategisch sehr langfristig angelegte Neue Seidenstraßenprojekt ruft China auch zunehmenden Wohlstand der daran angeschlossenen asiatischen Volkswirtschaften hervor. Damit sorgt die neue Weltmacht nicht nur für wirtschaftlichen Schwung, sondern bindet diese Länder auch immer enger an sich. Was bleibt den anderen asiatischen Ländern auch übrig, wenn die Güternachfrage aus Europa und USA weiter schwächelt?
Daher gehören Unternehmen aus Asien, die den riesigen Wachstumsmarkt China und Südostasien bedienen, in jedes Depot.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: US0567521085 , SG2E73981531 , CNE100000296


 

Q&M Dental Group - Schau mir auf die Zähne - Kleines!

Der „leicht" abgewandelte Spruch aus Casablanca - Schau mir auf die Zähne, Kleines! - könnte ein abgeänderter Slogan der Q&M Dental Group (WKN: A1JXY2 ISIN: SG2E73981531 Ticker: QMBN) aus Singapur sein. Die asiatischen Kulturen legen sehr viel Wert auf das Äußere und gesunde weiße Zähne liegen neben bleicher Haut weit oben in den Trends. 

Auf diese gigantische milliardenfache Nachfrage hat sich Q&M Dental Group spezialisiert und ein Franchisesystem für Zahnärzte entwickelt. Innerhalb weniger Jahre wurde daraus der größte Anbieter von zahnmedizinischen Leistungen in Singapur. Neben der klassischen Dentalästhetik liefert das Unternehmen den Franchisenehmern auch alle damit verbundenen Dienstleistungen wie z.B. zahnmedizinisches Zubehör nebst teurer zahnmedizinischer Ausstattung. 

Dabei ist das Unternehmen mittlerweile neben Singapur auch schon in China und Malaysia mit ersten Niederlassungen vertreten und erweitert dort sukzessive seinen Stamm an Franchisenehmern. Der Gruppe gehören über 114 Zahnarztpraxen mit 230 Zahnärzten und 5 medizinischen Kliniken an. Mehr als 300.000 Patienten werden somit im Jahr behandelt und das rechnet sich nicht nur für die Patienten und die deutlich produktiveren Zahnärzte. 

Die Q&M Dental Group bietet den Investoren einen attraktiven Zugang zum rasant wachsenden asiatischen Dentalmarkt. Mit 18% p.a. Wachstum in den letzten Jahren übertraf das Unternehmen dem durchschnittlichen Branchenwachstum um über 50% pro Jahr sehr deutlich. Auch die Aktionäre können sich freuen, denn neben den attraktiven Wachstumsraten schüttet das Unternehmen eine Dividende von derzeit 4,86 % p.a. aus. 

BYD - Weiter geht's

Die Aktie des chinesischen Autobauers BYD (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Symbol: BY6) konnte seit Ende August 2020 bis zum heutigen Mittwoch, den 17.02.2021 um fast 300 Prozent zulegen. Die Auftragslage ist hoch, die E-Limousine Han EV überraschte mit einem Top-Ranking und landete trotz spätem Verkaufsstart in 2020 noch unter den Top 10 der meistverkauftesten Elektro- und Hybridmodelle Chinas. BYD baut die Produktionskapazitäten weiter aus und immer mehr gleicht BYD der Tesla Aktie, nur um ein Jahr zeitversetzt.

Nun stellt BYD eine Kooperation mit der Firma Nexport Limited aus Australien vor. Hierüber will der Automobil-Hersteller seine Autos auch in Australien und Neuseeland verkaufen. Erste Lieferungen sind dabei für das kommende Jahr 2022 vorgesehen. Bisher konnte BYD mit den eigenen Verkaufsbemühungen nicht großartig in „Down Under" punkten. Mit der Nexport Kooperation soll sich dies nun ändern und die Autos von BYD zum wettbewerbsfähigen Preisniveau der Verbrennungsmotorfahrzeuge geliefert werden. 

Auch in Japan ist BYD aktiv. Dort hat das Unternehmen mit der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) einen zehntägigen Testbetrieb mit einem autonom fahrenden Bus abgeschlossen. Bis 2025 will die größte japanische Flughafenbetreiberfirma seine japanischen Flughäfen zu Simple & Smart Flughäfen umbauen. Neben vollelektrischen und autonomen Bussen soll auch der CO2-Fußabdruck der Flughäfen verringert werden.

Baidu - eine Traumreise mit Kursrekorden

Das chinesische Unternehmen Baidu (WKN: A0F5DE ISIN: US0567521085 Ticker: B1C) veröffentlicht am heutigen 17.02.2021 seine Geschäftszahlen. Nach einer sagenhaften Kursrallye von 150 Prozent in drei Monaten wartet der Markt hochgespannt auf die Ergebnisse des abgelaufenen Quartals. Geht die Traumreise weiter und folgen neue Kursrekorde oder fällt die heiß gelaufene Aktie durch verpatzte Ergebnisse wie ein nasser Stein zurück auf das Ausgangsniveau?

Die Investoren des Suchmaschinenunternehmens Baidu, welches in China so dominant ist wie Google in der westlichen Welt, geben sich im Vorfeld der Zahlen bisher sehr zuversichtlich. Das Unternehmen hat eine Umsatzerwartung von 4,2 bis 4,6 Milliarden USD ausgegeben. Bei einem angenommenen Umsatz von 4,46 Milliarden USD in Q.4 2020 wäre das ein p.a. Wachstum von 7,4%. Mit den Anwendungsfeldern im Bereich der künstlichen Intelligenz und dem autonomen Fahren, sowie der Erfahrungen aus dem vorherigen Quartal könnte Baidu auch dieses Mal wieder die Markterwartungen übertreffen. Wie der Markt nach Veröffentlichung der Zahlen reagiert, werden wir zeitnah am Aktienkurs ablesen können.

Auch wenn eine Korrektur überfällig wäre, heißt dies nicht, dass der Kurs vorher nicht doch noch die 400 USD Marke je Aktie erreichen kann.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Kommentar vom 08.04.2022 | 05:45

Die hohe Inflation ist nicht nur in den EU-Staaten ein Thema, sondern die USA steht mit einer 7,9%igen Kaufkraftabwertung genauso miserabel da. Doch in anderen Ländern finden deswegen längst Aufstände, wie z.B. in Sri Lanka (ehemals Ceylon) statt, weil dort die spärlichen Einnahmen nicht einmal mehr das tägliche Überleben sichern kann. Eine für Westeuropa unvorstellbare Situation, genauso unvorstellbar wie ein Krieg auf diesem Kontinent. Jeder sollte daher sein Depot entsprechend anpassen und auch große Marktplayer kritisch hinterfragen.

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Ein wichtiger Rohstoff für die Wirtschaft und die viel beschworene Energiewende nebst Elektromobilität ist Kupfer. Die wenigsten Investoren sind jedoch in diesem Rohstoff direkt noch indirekt investiert. Da der weltweite Hunger nach Kupfer weiter steigt und die zunehmende Digitalisierung nebst Vernetzung noch mehr Kupferdraht und -kabel benötigen, sollte jeder über eine Beimischung im Depot nachdenken. Gerade die Automobilindustrie verbraucht in Hybrid-Autos doppelt so viel Kupfer wie Autos mit Verbrennungsmotor. Bei Plug-in Hybriden sogar dreimal so viel Kupfer und bei reiner E-Mobilität sogar bis zu viermal so viel Kupfer im Vergleich zu Verbrennungsmotoren.

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Der weltweite Kupferverbrauch steigt immer stärker und die Kupferlager leeren sich. Die Lagerbestände an der LME - London Metal Exchange sind von August 2021 von 238.725 Tonnen auf nur noch 80.000 Tonnen gefallen. Das ist ein Rückgang des Warenlagerbestandes von 66%. Auch die Bestände in den Lagerhäusern des Shanghai Futures Exchange liegen mit nur noch 34.580 Tonnen auf dem niedrigsten Stand seit Sommer 2009. Damit befindet sich der Kupfermarkt nach 2020 auch in 2021 im Defizit. Das heißt, es wird mehr Kupfer verbraucht als tatsächlich gefördert wird und das dürfte die Kupferpreise in 2022 weiter ansteigen lassen.

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