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25.11.2021 | 05:45

Immer interessanter - BASF, K+S AG, Water Ways Technologies

  • BASF
  • Kali + Salz
  • Water Ways Technologies
Bildquelle: pixabay.com

Der Anstieg der Rohstoffpreise ist mittlerweile in allen Unternehmen der Produktionswirtschaft angekommen. Etliche Unternehmen der Kunststoffindustrie haben bereits zum Jahresanfang 2021 die Force Majeure Klausel wegen Höherer Gewalt gezogen mit der Begründung von unvorhersehbaren Ereignissen. Wer diese Klausel als Unternehmen mit seinen Vertragspartnern nicht vereinbart hatte, der konnte auch seine Preise innerhalb der Vertragsdauer nicht anpassen. Doch sukzessive laufen diese Verträge aus und bei den Neuverhandlungen werden die gestiegenen Rohstoffpreise weitergegeben werden müssen. Wer an das Märchen der kurzfristigen Inflation glaubt, der wird spätestens im Jahr 2022 feststellen, dass dies doch der Realität entspricht.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , Water Ways Technologies | CA9411881043


 

Landwirtschaftliches Knowhow

Auf dem Wasserplanet Erde ist Wasser keine Mangelware, wohl aber sauberes Süß- und Trinkwasser. Überall auf der Welt steigt der Wasserverbrauch durch die wachsende Anzahl an Menschen. Die Landwirtschaft wird immer intensiver bearbeitet und gerade auch industrielle Prozesse benötigen Unmengen von dem kostbaren Gut. Daher steigt die Nachfrage nach methodischen Anwendungen, die Wasser sparen und dieses noch effizienter einsetzen. Viel Erfahrung im effizienten Umgang mit Wasser hat das Unternehmen Water Ways Technologies (WKN: A3CRRX ISIN: CA9411881043 Ticker: WWT) gesammelt.

Mit ihrem Spezialwissen aus dem Wüstenstaat Israel bekommen sie immer mehr Nachfrage aus der ganzen Welt. Das Unternehmen hat mittlerweile Projekte auf den meisten Kontinenten und in vielen Ländern bereits durchgeführt. Sei es in China, Kanada, Latein- und Südamerika oder Afrika. Erst vergangene Woche kamen aus Kanada wieder etliche Aufträge von Bestands- und Neukunden in die Bücher. Der Gesamtwert der Aufträge beträgt nach Unternehmensangaben 1,65 Mio. CAD und kommt aus dem landwirtschaftlichen Bereich. Die Umsetzung der Aufträge soll in Q1 und Q2 2022 erfolgen und abgerechnet sein.

Es läuft wieder rund bei K+S AG

Die Preise für Kalidünger sind in den vergangenen 12 Monaten deutlich angezogen. Das hat mehrere Gründe, u.a. die gestiegenen Energiekosten. Bergwerke und Fabriken benötigen große Mengen an Energie und die Energiepreise sind in der Vergangenheit deutlich angestiegen. Damit verteuern sich die Produktionskosten an der Basis und dies zieht sich durch alle Produktionsprozesse durch. Doch neben den gestiegenen Kosten ist auch die Nachfrage nach Kalidünger deutlich angestiegen. Die Hauptnachfrage kommt dabei aus Brasilien, Nordamerika und Südostasien, die alle verfügbaren Mengen an Kalidünger aufkaufen.

Hinzu kommen Logistikprobleme und auch in diesem Segment stark gestiegene Kosten. Diese können aber aufgrund des Nachfrageüberhanges an die Abnehmer weitergereicht werden und gehen daher nicht zu Lasten der K+S AG (WKN: KSAG88 ISIN: DE000KSAG888 Ticker: SDF). Damit dürfte K+S AG den Turnaround vollzogen haben und über die nächsten Jahre wieder nachhaltig Geld verdienen. Der Aktienkurs hat in den vergangenen Monaten angefangen dies einzupreisen, doch dürfte es erst der Anfang für einen jahrelangen Kursanstieg sein. Dennoch ist der Kurs zum aktuellen Zeitpunkt überhitzt, sodass kurzfristig mit Kursrücksetzern zu rechnen ist.

Hochleistung bei BASF

Die BASF AG (WKN: BASF11 ISIN: DE000BASF111 Ticker: BAS) ist eine der energieintensivsten Unternehmensgruppen in Deutschland. Allein der Industriekomplex in Ludwigshafen verbraucht ca. 1% des Energiebedarfes der Republik. In einem der letzten Interviews, erklärte der BASF-CEO, dass wenn allein der Industriestandort Ludwigshafen auf Erneuerbare Energien umgestellt werden solle, die Stromproduktion aus diesem Segment ungefähr verfünffacht werden müsste. Dies wurde auch dem Bundeswirtschaftsministerium schon vor Jahren mitgeteilt und besprochen. Doch die handelnden Akteure in Berlin ließen ihren Worten wie so oft keine Taten folgen.

Doch abgesehen davon, dass nicht alle innovativen Ideen umgesetzt werden können, ist die BASF AG mit all ihren Teilbereichen selbst einer der Innovationstreiber in ihren Segmenten. Auch die Nachfrage nach den Produkten ist in allen Bereichen hoch bis sehr hoch. Nur der Bereich Automotive bildet eine Ausnahme, denn durch Materialmangel und Kurzarbeit, stehen viele Bänder still und damit auch die Nachfrage. Die Analysten sehen die bisherige Entwicklung positiv und das durchschnittliche Kursziel liegt bei 85,00 EUR. Das würde einem Anstieg von derzeit 61,64 EUR von 38% entsprechen. Bei einer Dividende von 5,2% p.a. kann das durchaus eine interessante Investmentidee sein.


Fazit

Die Nahrungsmittel- und Wasserversorgung der Menschheit wird immer wichtiger und damit kritischer. Doch bisher hat die Menschheit durch Innovation und Fortschritt immer einen Weg gefunden, die Nahrungsmittelnachfrage zu bedienen und das trotz wachsender Population der Erdbevölkerung. Bereits der britische Forscher Thomas Robert Malthus (1766 - 1834) sprach seinerzeit von einer Übervölkerung der Erde und dem Kollaps der landwirtschaftlichen Produktion. Doch so wie auch angesehene Wissenschaftler damals wie heute falsch liegen, so wird auch dieses Mal der Mensch Lösungen aus der Nahrungsmittelkrise finden, denn bei steigendem Preis steigt auch der Wettbewerb und der war bisher immer innovationstreibend, wie die oben beschriebenen Unternehmen immer noch zeigen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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