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07.11.2022 | 05:45

Jahresendrallye oder Giftcocktail? – BioNTech, Medigene, XPhyto Therapeutics Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Mit dem Anheben des Leitzinses um 0,75% durch die US-Notenbank FED auf 3,75% wurden die Aktienmärkte einmal kurz durchgeschüttelt, ehe die Aufwärtsrallye am vergangenen Donnerstag und Freitag weiter an Fahrt aufgenommen hat. Doch nun steht mit der Midterm-Wahl am Dienstag in den USA das nächste Brett vor der Tür. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Republikaner die Mehrheit erringen und der US-Präsident zum „Lame Duck“ wird, ist die aufgeheizte politische Stimmung in den USA ein Pulverfass. Ist das Gift für die Märkte oder füttert es die Jahresendrallye?

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , MEDIGENE AG NA O.N. | DE000A1X3W00 , XPHYTO THERAPEUTICS | CA98421R1055


 

Depressionsbekämpfung mit XPhyto Therapeutics

Über 350 Mio. Menschen auf der Welt sind an Depressionen erkrankt. Davon werden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur eine von vier Personen auch angemessen medizinisch betreut und behandelt. In den USA, Kanada und Europa wird als Behandlungsallheilmittel Antidepressiva mit erheblichen Nebenwirkungen verschrieben. Im Rest der Welt wird Depression fast überhaupt nicht behandelt. Aber die Forschung rückt immer weiter von Antidepressiva ab und in den letzten Jahren rücken Psychedelika als Behandlungsalternative immer stärker in den Vordergrund. Darauf hat sich auch ein Forschungsbereich des kanadischen Unternehmens XPhyto Therapeutics (WKN: A2PPTN ISIN: CA98421R1055 Ticker: 4XT) fokussiert.

Der andere Bereich des Unternehmens befasst sich mit der Bekämpfung von Parkinson. Hier konnte das Unternehmen in den letzten Monaten Fortschritte erzielen. Mit Hilfe des Rotigotin-Pflasters konnten positive In-Vivo-Ergebnisse vorgezeigt werden. Der Wirkstoff wird dabei über das Pflaster kontinuierlich an die Haut verabreicht und sorgt für eine anhaltende Linderung der neurologischen Erkrankung. Um den Markteintritt vorzubereiten, ist eine In-Vivo-Untersuchung als klinische Studie erforderlich. Diese dürfte innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen werden, um den Markteintritt vorzubereiten. Laut XPhyto CEO Hugh Rogers war das Interesse auf der CPHI-Konferenz, die Anfang November 2022 in Frankfurt stattfand, an den Zwischenergebnissen gerade von Seiten potenzieller Partner groß.

Medigene passt Prognose an

Das auf die Entwicklung von T-Zell-basierten Krebstherapien spezialisierte Immuno-Onkologie-Unternehmen Medigene meldete letzte Woche die Kennzahlen für das 3. Quartal 2022. Der dargelegte Umsatzrückgang liegt vor allem an der Aussetzung der Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft mit Hongsheng Sciences. Aufgrund von Finanzierungsengpässen hat Hongsheng Sciences seine Entwicklungsaktivitäten im Rahmen der Partnerschaft mit Medigene vorübergehend eingestellt.

Das EBITDA erhöhte sich daher auf einen Verlust von 3,763 Mio EUR, verglichen mit einem Verlust von 1,754 Mio. EUR im dritten Quartal 2021. Das Unternehmen erwirtschaftete nur noch einen Umsatz von 1,424 Mio. EUR, verglichen mit 2,187 Mio. EUR im 3. Quartal 2021. Die Ausgaben für F&E stiegen im aktuellen Quartal auf 3,258 Mio. EUR, was im Vergleich zum dritten Quartal 2021 um 0,766 Mio. EUR höher ist, da zusätzliche Kosten für die klinische Studie MDG1011 anfallen. Dazu passte das Unternehmen die Finanzprognose für 2022 an. Der Umsatz für 2022 soll zwischen 23 bis 28 Mio. EUR, F&E-Aufwendungen zwischen 9 bis 11 Mio., EUR und das positive EBITDA soll 8 bis 9 Mio. EUR betragen.

BioNTech – Wirkstoff wieder einsetzbar

In der vergangenen Woche setzte die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic nach dem Auftreten von Bläschen beim bivalent angepassten Wirkstoff von Pfizer-BioNTech im Impfzentrum Mühleholz das weitere Verspritzen der Substanz aus. Der eingesetzte Wirkstoff wurde überprüft und die Analyse ergab keinerlei Hinweise auf Abweichungen und wurde als sicher und wirksam eingestuft. Ab dem heutigen Montag darf der Wirkstoff, der auch gegen die Omikron-Variante helfen soll, wieder an interessierte Menschen verabreicht werden.

Besser sind aber die Neuigkeiten aus China. Im Zuge der Kanzlerreise von Olaf Scholz nach China konnte der mitfliegende BioNTech Chef Ugur Sahin ein erstes Zwischenergebnis präsentieren. Der Wirkstoff von BioNTech-Pfizer, der bisher im Reich der Mitte nicht verabreicht werden durfte, darf nun in China zumindest an in China lebende Ausländer abgegeben werden. Dem stimmte der wiedergewählte Staats- und Parteichef Xi Jinping nach Gesprächen am Freitag zu. Insgesamt leben in China noch ca. 400.000 „Expatriates“, die nun für die Wirkstoffvergabe in Frage kämen.


Die dunklen Wolken des letzten halben Jahres scheinen vergessen und verzogen und das Kursgeschehen an den internationalen Börsen hat sich wieder deutlich aufgehellt. Der DAX konnte bereits signifikant ansteigen und die Kursrallye ging nach den Zinsentscheid der FED trotz anfänglichen Abverkaufs einfach weiter.


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