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18.12.2025 | 05:45

Jetzt geht es los - Almonty Industries, Hensoldt, Palantir

  • Almonty Industries
  • Hensoldt
  • Palantir
Bildquelle: pixabay.com

Ein Frieden in der Ukraine ist derzeit trotz laufender Gespräche nicht absehbar. Der 28-Punkteplan der USA als Friedensvorschlag wäre für Russland akzeptabel gewesen und hat in weitesten Teilen der vorherrschenden Realität am Boden Rechnung getragen. Doch die ukrainische Führung unter Präsident Selenskyj und der Beeinflussung durch die EU verschließt sich nach wie vor den Tatsachen der militärischen Erfolge Russlands und will nur einen vorläufigen Waffenstillstand erreichen. Für Rüstungs- wie auch Zulieferer- und Rohstoffunternehmen bedeutet dies weiter anhaltende Nachfrage nach deren Gütern und entsprechend auch nach den dazugehörigen Aktien.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA0203981034 , DE000HAG0005 , US69608A1088


 

Hensoldt - Kursrücksetzer kaufen

Viele Marktteilnehmer haben zum Jahresende und aufgrund der laufenden Friedensgespräche bzgl. der Ukraine ihren Gewinn bei Rheinmetall, wie auch Hensoldt (WKN: HAG000 | ISIN: DE000HAG0005 | Ticker-Symbol: HAG) mitgenommen. Die Aktie von Hensoldt rutschte seit Anfang Oktober 2025 vom Allzeithoch bei 117,70 EUR auf zuletzt 71,70 EUR und damit um 40 % ab. Doch trotz der Friedensverhandlungen wird sich an den Entscheidungen der NATO-Staaten zu deutlich höheren Rüstungsausgaben nichts ändern.

Die Aufrüstung, gerade in Europa, ist im vollen Gange und der Rüstungsbedarf zur Modernisierung der Streitkräfte ist enorm. Das Ziel von 5 % des BIP eines jeden NATO-Staates in Verteidigung und Sicherheit zu investieren, wird noch bis mind. 2035 zu anhaltender Nachfrage in diesen Bereichen führen. Entsprechend dürften Rücksetzer wie bei der Aktie von Hensoldt als Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheit zu betrachten sein.

Almonty Industries vermeldet Produktionsstart

Doch nicht nur der Ukraine-Russland-Krieg beschäftigt die Finanzmärkte, sondern auch die Spannungen zwischen den USA und China. Zwar konnte ein vorläufiges Abkommen zwischen den beiden Präsidenten Trump und Xi die Lage entspannen, aber nicht nur die USA wollen ihre Abhängigkeit von China deutlich reduzieren. Die Abhängigkeit von China ist besonders bei Basismetallen und Grundrohstoffen hoch und das gefährdet die Versorgungssicherheit westlicher Unternehmen.

Von dem Wunsch nach Unabhängigkeit in diesen Bereichen konnte das Wolframunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker ALI) bereits stark profitieren, denn die Dominanz Chinas auf dem internationalen Wolframmarkt beträgt über 80 %. Daher geriet die Aktie von Almonty in den Fokus der Anleger, denn das Unternehmen ist einer der wenigen Wolframproduzenten, die nicht im Einflussbereich von China stehen. Die Aktie kletterte in den letzten 27 Monaten kontinuierlich um über 1.640 % an, denn Wolfram ist als Legierungs- und Veredlungselement für Stahl unverzichtbar. Panzerstähle für die Verteidigungsindustrie würden ohne dieses Metall z.B. nicht produziert werden können.

Nun vermeldete Almonty Industries den lang erwarteten Produktionsstart der größten Wolframmine außerhalb von China – der Sangdong Mine. Diese befindet sich in Südkorea und soll im ersten vollen Produktionsjahr 2026 für eine Produktionsmenge von 640.000 Tonnen Wolframerz stehen. Mit diesen nun signifikant ansteigenden Umsätzen und dem daraus generierten Cashflow soll die zweite Ausbaustufe der Sangdong Mine finanziert werden. Für die Umsetzung sind aktuell zwei Jahre vorgesehen und geplant ist, die Verarbeitungskapazitäten um fast 100 % auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr zu verdoppeln.

Ebenfalls vermeldete das Unternehmen kürzlich die Übernahme einer im US-Bundesstaat Montana befindlichen ehemaligen Wolframmine. Dabei handelt es sich um das Gentung Browns Lake Tungsten-Projekt und auch hier sollen schnellstmöglich alle Maßnahmen umgesetzt werden, die Wolframmine wieder in den Betrieb zu nehmen. Ziel ist es, den dortigen Minenbetrieb bis Ende 2026 aufzunehmen. Mit einem dreistelligen Millionenbetrag durch die letzte Kapitalerhöhung ist Almonty Industries für die Weiterentwicklung des Unternehmens jedenfalls sehr gut positioniert und es dürfte, wegen des nun anziehenden Cashflows, wahrscheinlich eine der letzten Finanzierungsrunden des Unternehmens gewesen sein.

Palantir Technologies wächst weiter

Das Analyse- und Überwachungsunternehmen Palantir Technologies (WKN: A2QA4J | ISIN: US69608A1088 | Ticker-Symbol: PTX) wurde wieder von der Bank of America analysiert und ein neues Research-Update herausgegeben. Dabei betont die Analystin der Bank, Frau Mariana Perez Mona, dass die Palantir-Aktie angesichts des Wachstums im Regierungs- und KI-Bereich unübertroffen ist.

Das zeigt sich vor allem durch wachsendes Interesse an den Dienstleistungen des Unternehmens von Geschäfts-, aber auch Regierungskunden. Die Aktie wird daher weiterhin als „Kauf“ empfohlen und das Kursziel ist mit 255 USD je Aktie das höchste Ziel unter den Analysten. Hervorgehoben hat die Analystin zudem die Executive Order des US-Präsidenten Donald Trump, welche die Bevorzugung bei Staatsaufträgen von US-Unternehmen eingeführt hat.

Sollte sich die Auftragsvergabe des Pentagons daraufhin ändern, dürften Unternehmen wie Palantir bevorzugt werden und damit auch deren Aktienkurse wieder weiter ansteigen lassen.

Fazit

Mit dem Produktionsstart der Sangdong Mine in Südkorea hat Almonty Industries allen Marktteilnehmern gezeigt, wie zügig eine alte Mine wieder in Betrieb genommen werden kann. Unter Druck sind derzeit die Unternehmen der Rüstungsbranche wie Hensoldt geraten, was aber die Chance bietet, noch einmal günstiger in diesen Markt einzusteigen. Nahe dem Allzeithoch notiert die Aktie von Palantir Technologies, die viele Marktteilnehmer als überbewertet ansehen würden, aber durch starkes Wachstum nach wie vor überzeugen kann.



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