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23.02.2021 | 05:45

Kleos Space – Ab durch die Decke – BASF, Kleos Space, Deutsche Lufthansa

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Bildquelle: pixabay.com

Viele Anleger sind von der berauschenden Marktentwicklung der letzten 10 Monate geradezu euphorisiert. Risiken werden ausgeblendet und nur die Chancen betrachtet. Dabei erreichen bereits viele Aktiengesellschaften Bewertungsniveaus, in die diese die nächsten zwanzig Jahre nicht hineinwachsen können. Mit der richtigen Aktienauswahl waren in den letzten 10 Monaten bei vielen Aktien nicht nur 100 Prozent Wertentwicklung, sondern teilweise auch deutlich mehr möglich. Nach dem massiven Anstieg von Tech-Aktien oder auch Wasserstoffaktien fangen die Marktteilnehmer nun wieder an, Ausschau zu halten, welche Aktien und Sektoren sich noch nicht so stark entwickelt haben, aber das Potential bieten, sich in den nächsten 12 Monaten noch zu verdoppeln. Dabei müssen die Anleger gar nicht so lange suchen und drei der möglichen Kandidaten mit hohen Kurspotential werden heute hervorgehoben

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: AU0000015588 , DE000BASF111 , DE0008232125


 

Kleos Space – 100 Prozent werden nicht reichen

Kleos Space (WKN: A2N4R3 ISIN: AU0000015588 Ticker: KS1) könnte vereinfacht zusammenfasst als kleiner Bruder von Palantir und Space X bezeichnet werden. Palantir erreicht eine Marktkapitalisierung von 41,66 Milliarden Euro, aber auf Gewinne wird in der Wachstumsphase derzeit wenig Wert gelegt. Die Kundenliste ist dabei aussagekräftig genug und liest sich wie das Who is Who des Staatsapparates und der Multi-Milliarden-Schweren, weltweit agierenden Konzernen. Das australische Unternehmen Kleos Space geht eine ähnliche Richtung, will aber nicht durch die Decke gehen, sondern gleich in den Orbit. Schwerpunkt des Unternehmens wird ein eigenes Satellitennetzwerk im Orbit, das durch SpaceX dort hingebracht wird. 4 Satelliten sind bereits in Position, weitere sollen im Laufe des Jahres folgen.

Via den Satelliten werden Radiofrequenzsignale auf die Erde geschickt und ermöglichen eine detaillierte Beobachtung von großflächigen Gebieten. Damit können z.B. Schmuggelaktivitäten auf den Weltmeeren für Waffen- oder Menschenhandel überwacht und entsprechend verfolgt werden. Unternehmen wie auch staatliche Einrichtungen können dann mittels eines Abo-Modells auf die Echtzeitdaten zurückgreifen. Zielkunde ist neben dem Grenzschutz der Länder auch das Militär. Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 45 Millionen Euro und einem Aktienkurs von 0,396 Euro zum 23.02.2021 ist die Aktie derzeit noch relativ unbekannt. Interessant ist dafür aber das Kursziel von First Berlin Equity Research. Diese haben am 29.01.2021 ein erstes Kursziel von 0,74 Euro je Aktie nochmals bekräftigt. Damit dürfte es aber nicht gewesen sein, denn spätestens, wenn im Sommer die nächsten Satelliten im All in Stellung gebracht werden, wird die Aufmerksamkeit noch stärker in den Fokus der Anleger rücken.

Lufthansa – Mit Schub abheben

Nicht ganz so hoch hinaus wie Kleos Space, dafür aber mit Schub und wieder öfters gen Himmel, sollte es mit der Lufthansa Aktie (WKN: 823212 ISIN: DE0008232125 Ticker: LHA) gehen. Nachdem die Aktie der Kranich Airline im September 2020 auf tiefem Niveau gelandet war, konnte sie seitdem wieder durchstarten. Von 6,85 Euro auf 11,42 Euro ist schon einmal ein Anstieg von über 66 %, doch damit ist die optimale Flughöhe noch lange nicht erreicht. Die Aktie befindet sich damit nun wieder in Zielrichtung und die sollte für die nächsten Jahre neue Allzeithochs heißen. Während des anhaltenden LockDowns hat die Airline ihre Kapazitäten angepasst und optimiert auch die Anzahl der Abflughäfen.
Langstrecke soll in Deutschland nur noch von Frankfurt a.M. aus starten. Damit sollen die Kapazitäten der Lufthansa besser ausgelastet und gleichzeitig die Flotte optimal bewirtschaftet werden. Diese Anpassungsmaßnahmen sind genauso nötig, wie auch die Reduktion der angebotenen Fluglinien nebst Flugzeugen und deren Crew. Dass dies nicht ohne Widerstand erfolgt, ist klar, zumindest wenn gut bezahlte Jobs der Lufthansa zukünftig in Tochterunternehmen zu geringeren Löhnen verschoben werden sollen. Nächstes Anlaufziel der Aktie ist 12,56 Euro und bei Überfindung dieses Hochs sind im weiteren Verlauf des Jahres noch 17,50 Euro möglich.

BASF – bald dreistellig?

Durch den Boom der E-Mobilität boomt auch die Nachfrage nach Chemieprodukten. Um diese Nachfrage bedienen zu können, baut die BASF (WKN: BASF11 ISIN: DE000BASF111 Ticker: BAS) die Produktionsanlagen für Kathodenmaterialien in Schwarzheide (Brandenburg) weiter aus. Aktuell soll die nötige Infrastruktur erschlossen, Rohrleitungsnetze erweitert und die Energiezufuhr durch die Modernisierung des Umspannwerkes sichergestellt werden. Auch das französische Unternehmen Air Liquide investiert auf selbigem Standort in eine neue Luftzerlegungsanlage zur Erzeugung technischer Gase für die Produktion von Batteriematerialien.

BASF will ab 2022 Kathodenmaterial für über 400.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr fertigen. Damit hat BASF zukünftig auch im Batteriegeschäft ein gewichtiges Standbein in Deutschland. Mit dieser Erweiterung des Geschäftsmodells diversifiziert sich der globale Chemiegigant weiter und ist vor allem noch sehr attraktiv bewertet. Zudem schütten die Ludwigshafener eine Dividende von 4,85 Prozent p.a. aus. Auch wenn das Allzeithoch aus Januar 2018 mit 98,80 Euro je Aktie über 42 Prozent entfernt ist, sollte nicht ausgeschlossen werden, dass die Marktteilnehmer ähnlich wie BYD, Varta, Tesla & Co. der BASF Aktie auch ein wenig den Hype der E-Mobilität anhängen. Geschieht dies, sollte noch in diesem Jahr das Allzeithoch erreicht und die magische Marke von 100 Euro je Aktie überwunden werden.


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