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29.04.2021 | 05:45

Kommt jetzt die Trendwende? – Nel ASA, Nikola, dynaCERT Inc.

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Bildquelle: pixabay.com

Nach dem Dauerhype bei den Wasserstoffaktien hat sich in den letzten drei Monaten der Markt erst einmal wieder etwas abgekühlt. Auch wenn einige Marktteilnehmer schon vom Platzen der Blase sprechen, so haben die vergangenen vier Jahre immer wieder gezeigt, dass nach einer Verdopplung der Aktie immer auch wieder teils scharfe Korrekturen von 30 bis 60 Prozent vom jeweils vormaligen Höchstkurs stattgefunden haben. In einer solchen Korrekturphase befinden sich die Wasserstoffaktien gerade und nun ist die Frage: Kommt die Trendwende wieder?

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: NO0010081235 , CA26780A1084 , US6541101050


 

Logistiker werden handeln müssen

CO2 bzw. Kohlenstoffdioxid wird von den Medien gerne als Klimagas bezeichnet. Mal unabhängig davon, ob es das wissenschaftlich auch tatsächlich ist, hat die Politik Grenzwerte bei der CO2 Emission festgelegt und die „Daumenschrauben“ der Politik werden mit jedem Jahr fester angezogen. Die Stoßrichtung der EU mit dem Green New Deal ist sehr klar umrissen und alles was CO2 emittiert, wird immer höher besteuert werden.

Mit dem Wissen, dass bis zu 40 Prozent aller Klimagas-Emissionen aus den Auspuffrohren der Lastkraftwagen stammen, werden gerade die Lastkraftwagenflotten in den nächsten Jahren mit wachsenden Ausgaben rechnen müssen. Darauf hat das kanadische Unternehmen dynaCERT Inc. (ISIN: CA26780A1084 WKN: A1KBAV Ticker: DMJ) bereits jetzt eine Lösung, die mit jedem Jahr der höheren Spritpreise und der CO2-Bepreisung für deren Anwender wirtschaftlicher wird.

dynaCERT Inc. kann durch das patentierte und nachrüstbare Elektrolysesystem „HydraGEN“ Wasserstoff auf Bedarf produzieren. Wird dieser per Luftzufuhr in den Verbrennungsprozess des Diesels beigeführt, reduziert sich der Dieselverbrauch je nach Motorentyp um bis zu 20%. Weniger Verbrauch heißt auch genauso viel weniger CO2 Emission und das wird mit dem zweiten Produkt von dynaCERT Inc., der sogenannten HydraLytica Technologie, analysiert und aufgezeichnet. Diese intelligente Software wird gerade in der Betaphase an 400 Fahrzeugen optimiert und soll im Anschluss in den Rollout für Logistikunternehmen gehen. Aber auch Bergbaukonzerne haben bereits Interesse angemeldet, denn deren Maschinen und Dieselverbrauch ist noch um einiges größer als bei den Logistikern.

Bodenbildung bei Nikola abgeschlossen?

Das Wasserstoffunternehmen Nikola (WKN: A2P4A9 ISIN: US6541101050 Ticker: 8NI) hat wohl die rote Laterne im Wasserstoffsektor inne. Während sich viele Unternehmen vervielfacht haben, ist die Aktie von Nikola zwischenzeitlich wieder auf das Niveau von 2018 zurückgefallen. In der Spitze verlor das Papier 90% gemessen am Allzeithoch vom 09. Juni 2020. Doch seit letzter Woche Mittwoch, den 21. April 2021, dreht die Aktie von Nikola wieder auf. 31 Prozent Kurszuwachs bis heute früh zum 29.04.2021. Was war da los?

Die Energiesparte von Nikola hat mit TravelCenters of America eine Kooperation bei der Installation von Wasserstofftankstellen für Schwerlastfahrzeuge verkündet. Dieser Partner ist vergleichbar mit der Tank + Rast in Deutschland und ist in den USA der größte private Betreiber von Autobahnraststätten. Doch leider darf dieser Deal nicht überbewertet werden denn es handelt sich dabei nur um den Bau zweier Wasserstoff-Stationen im Großraum Las Angeles. Von einem landesweiten Infrastruktur-Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellen-Netzwerks ist also noch nicht die Rede. Doch das könnte der 400 Milliarden USD Deal der Biden-Regierung in Zukunft mit sich bringen.

Marktführerschaft und dann?

Durch den Rahmenvertrag mit dem Energiedienstleister Aibel konnte das Wasserstoffunternehmen Nel ASA (ISIN: NO0010081235 WKN: A0B733 Ticker: D7G) wieder positive Neuigkeiten vermelden. Aibel beschäftigt ca. 4.000 Mitarbeiter im Bereich der Dienstleistungen rund um die Sektoren Gas-, Öl- und der Offshore-Windindustrie. Zusammen wollen die beiden Unternehmen mit erneuerbaren Wasserstoffprojekten das Geschäftsmodell von Aibel innovativer machen. Mit dieser Kooperation dürfte Nel ASA in Zukunft weitere lukrative Aufträge generieren, aber erst muss mittels Pilotanlagen die Wirtschaftlichkeit der Projekte in der Praxis gezeigt werden.


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