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14.01.2021 | 05:45

Korrekturen clever nutzen – Alibaba, Triumph Gold, Varta, Barrick Gold

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  • Triumph Gold
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Bildquelle: pixabay.com

Dass die Börse keine Einbahnstraße ist, weiß jeder, der schon länger an der Börse sein Geld anlegt. Die Frage, die sich jeder Anleger und Investor bei Kursrücksetzern immer wieder stellen sollte, ist:
Haben sich die fundamentalen Rahmendaten des Unternehmens und des Sektors geändert oder nicht?
Wenn es keine grundlegenden Änderungen an dem übergeordneten Trend gibt und das Unternehmen weiterhin gute Zahlen vorlegen kann, dann können Kursrücksetzer an den Börsen als klassische Kaufgelegenheiten wahrgenommen werden. Schauen wir uns daher drei Sektoren an, deren Markt bzw. übergeordneter Trend aufwärts gerichtet ist, deren Aktien sich aber durch Kursrücksetzer verbilligt haben.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Wenn Gold hustet, …

bekommen Goldaktien eine Grippe. Von August 2018 bis August 2020 kannte der Goldpreis nur eine Richtung. Aufwärts. Knapp 80 Prozent ging es für das Edelmetall aufwärts und viele Goldaktien legten deutlich stärker zu als der Goldpreis. Allein das Schwergewicht Barrick Gold (WKN: 870450 ISIN: CA0679011084 Ticker: ABR) schaffte eine Kursentwicklung von über 220 Prozent in diesem Zeitraum. Doch seit August 2020 legt der Goldpreis eine Verschnaufpause ein und notiert derzeit ca. 10 Prozent unter dem Allzeithoch. Ist dies nun die Trendwende oder nur eine kurze Zwischenkorrektur? Bei den gigantischen Staatsanleihenkäufen der Zentralbanken, den milliarden- und billionenschweren Rettungspaketen von Staaten und dem gleichzeitig zunehmenden Vertrauensverlust in die Regierungen, dürfte den meisten klar sein, dass es sich aktuell nicht um eine Trendwende, sondern nur um eine Zwischenkorrektur handeln kann.

Triumph Gold – Korrektur zum Einstieg nutzen Teil 1

Während der Goldpreis seit August 2020 nur um 10 Prozent zurückgekommen ist, reagierte der zweitgrößter Goldproduzent der Welt Barrick Gold mit einem Kursrückgang von ca. 25 % bzw. einem Faktor von 2,5.
Goldexplorer wie Triumph Gold haben jedoch einen stärkeren Hebel auf den Goldpreis und genau das kann sich jeder in der aktuellen Phase zu Nutzen machen. Während die Aktie des Goldexplorer Triumph Gold (ISIN: CA8968121043, WKN: A2DK8F, Symbol: 8N61) von März 2020 bis Juli 2020 um über 600 Prozent stieg, verlor sie seit dem Hoch im Sommer 2020 bis zum heutigen 14.01.2021 ca. 60 Prozent. Aktuell notiert die Aktie bei 0,108 Euro. Damit hat die Aktie einen Hebelfaktor von ca. 6 auf den Goldpreis.
Wer also in den kommenden Wochen auf die Fortsetzung des Goldpreisanstiegs setzen möchte und bereit ist, eine hohe Volatilität zu akzeptieren, der kann via Triumph Gold eine Aktie mit natürlichem Hebel auf den Goldpreis wählen. Spekulative Investoren nutzen die Chance, um Positionen bei Triumph Gold aufzubauen und bei der nächsten Goldrallye das Potential eines 100 Prozenter im Depot zu haben.

Alibaba – Korrektur zum Einstieg nutzen Teil 2

Mit der Absage des Börsengangs des Finanzablegers von Alibaba (WKN: A117ME ISIN: US01609W1027 Ticker: AHLA) der Ant Group ging die Aktie von Alibaba in die Knie. Von Ende Oktober 2020 bis zum heutigen 14.01.2021 ging es um über 26 Prozent abwärts und die Aktie notiert gerade bei 235,31 USD bzw. 187,60 Euro. Auch wenn der Alibaba Gründer Jack Ma durch seine Kritik an der Parteiführung in Ungnade gefallen ist, wird die Kommunistische Partei eines ihrer chinesischen Vorzeigeunternehmen sicherlich nicht zerschlagen. Natürlich zeigt die Abstinenz von Jack Ma in den letzten 3 Monaten, wer diesen Machtkampf gewonnen hat. Damit zeigt die Zentralregierung allen Kritikern im Land auf, dass sich selbst Milliardäre dem übergeordneten Plan der Einheitspartei unterwerfen müssen.
Hat sich aber an den Wachstumsaussichten für Alibaba auf dem chinesischen Markt etwas geändert?
Wird jetzt weniger Handel in Asien auf der BtoB Plattform Alibaba.com betrieben oder weniger Online mit Alipay bezahlt? Der Onlinehandel und die direkte Bezahlung über das in Asien weit verbreitete Online-Bezahlsystem Alipay wird weiter zulegen und damit auch die Marge für Alibaba.
Wer langfristig vom Wachstumsmarkt China und Asien profitieren möchte, der nutzt die Unsicherheit der Marktteilnehmer als Chance und akkumuliert die Aktien von Alibaba.

Varta - Korrektur zum Einstieg nutzen Teil 3

Um 175 Prozent stieg die Varta Aktie (WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Ticker: VAR1) von März 2020 bis Anfang September 2020. Das dieser Sprint des derzeit 4,8 Milliarden Euro schweren Batterieherstellers nicht auf Dauer durchzuhalten war, ist wohl jedem Marktteilnehmer klar gewesen. Die Korrektur setzte ein und der Aktienkurs fiel bis Ende November um knapp 30 Prozent auf 100,40 Euro zurück. Doch seitdem setze die Aktien zum nächsten Sprint an und notiert zum 14.01.2021 bereits um 20 Prozent höher und ist nur noch 17,90 Euro vom Allzeithoch entfernt. Der Kursanstieg seit November 2020 ist klar der Umsatzanhebung für 2020 auf den Zielbereich 840 – 860 Millionen Euro geschuldet. Doch was den Kurs der Aktie wieder über das Allzeithoch vom September bringen dürfte, ist der optimistische Zukunftsausblick durch den Vorstandschef Herbert Schein. Der Trend zu kabellosen Geräten ist ungebrochen, die Nachfrage nach den Produkten von Varta sehr hoch und die Produktionsgeschwindigkeit will Varta um mehr als 50 Prozent erhöhen. Damit soll in 2021 die Umsatzschallmauer von 1 Milliarde Euro geknackt werden. Durch die Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit dürften sich auch die Gewinne des Unternehmens überproportional zu dem Umsatzanstieg erhöhen. Sowas wird der Markt bei den zukünftigen Finanzkennzahlen honorieren und der Varta Aktie zu neuen Allzeithochs führen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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„Nach Gold drängt, Am Gold hängt. Doch alles. Ach wir Armen!“ stellte bereits Gretchen in Goethes Faust I fest. Der Bezug von damals ist noch genauso aktuell, denn Goethe behandelt in seinen beiden Werken auch die ungedeckten Schuldscheinausgaben, die damals und bisher immer in der Geschichte der Menschheit zur Entwertung der Kaufkraft geführt haben. Auch wenn das heutige Gelddrucken und Aufkaufen von Staatsanleihen mit der Modern Monetary Theorie gerechtfertigt wird, so ändert sich durch wohlklingende Namen nicht das folgenschwere Endergebnis. Wer das Endergebnis nicht abwarten will, der kauft jetzt Gold und Silber und nimmt das Aufwärtspotential mit Rohstoffaktien voll mit.

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„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen setzen Segel.“ lautet ein gern zitiertes Sprichwort. Während Berlin das Bundesgebiet im Dauerlockdown halten will, haben viele Staaten auf der Welt den Lockdown und sämtliche Einschränkungen für die Bevölkerung und Wirtschaft schon zurückgenommen. Die deutsche Exportwirtschaft hält derzeit noch einigermaßen die Umsatzzahlen hoch, aber auch nur weil die Tochterunternehmen z.B. in China die deutlichen Umsatzausfälle aus den EU-Märkten teilweise überkompensieren. Auch der langfristigen Phantasie- & Perspektivlosigkeit der deutschen Politik setzt China seit 2013 mit dem Seidenstraßenprojekt „One Belt, One Road“ (OBOR) eine Jahrhundertvision für den Austausch von Wissen und Waren entgegen. Diese OBOR-Initiative sorgt bei allen beteiligten Ländern für wirtschaftlichen Aufschwung und liefert damit gerade in der globalen Wirtschaftskrise einen starken Hoffnungsschimmer. Ob es Berlin, Brüssel oder Washington passt oder nicht, spielt für Chinas Strategen dabei keine Rolle.

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„Gold ist Geld – alles andere ist Kredit“, sagte der Bankier J.P. Morgan (1837 - 1913) als einer der einflussreichsten Privatbanker und Unternehmer seiner Zeit bereits vor mehr als 120 Jahren. Jeder, der heute in die Bilanzen der weltweiten Notenbanken schaut und sich die exponentielle Zunahme der neugeschöpften Geldmenge ansieht, dürfte spätestens im Jahre 2021 verstehen, was J.P. Morgan bereits damals gemeint hat. Allein im Februar 2021 stieg diese im Euroraum um 12,3% zum Vorjahresmonat an. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und in Geldwerten wie Staatsanleihen und Sparbüchern investiert bleibt, der verliert immer schneller seine Kaufkraft, während Sachwertinvestoren ihre Kaufkraft z.B. via Aktien behalten oder gar erhöhen können. Nur angewandtes Wissen kann zum Schutz der Ersparnisse führen; daher heute drei Alternativen.

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