Menü

10.05.2022 | 05:45

Kritischer Rohstoffmarkt – Almonty Industries, Barrick Gold, Rio Tinto Aktie

  • Almonty Industries
  • barrick gold
  • Rio Tinto
Bildquelle: pixabay.com

Auf der in Kapstadt stattfindenden größten Rohstoffmesse von Afrika, der Mining Indaba 2022, treffen sich derzeit das Who is Who der Rohstoffbranche. Von Explorern über Projektentwickler bis hin zu den großen Marktakteuren der Rohstoffwelt ist derzeit alles was Rang und Namen hat in Südafrika versammelt. Die wieder stattfindende persönliche Vernetzung in der Rohstoffbranche ist gerade in Zeiten der immer stärker manifestierenden Rohstoffknappheit sehr wichtig. Diese Knappheit wird derzeit noch durch die Absperrung von Shanghai und dem zugehörigen größten Umschlaghafen der Welt befeuert. Die weltweiten Lieferketten sind wieder einmal unterbrochen. Die Schiffe können teilweise seit Wochen nicht beladen werden und somit kommen keine Waren, Produkte oder Ersatzteile auf den globalen Zielmärkten an. Interessante Zeiten für Rohstoffaktien und Investoren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757


 

Wolfram – harter Rohstoff von Almonty Industries

Das global aufgebaute Rohstoffunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD ISIN: CA0203981034 Symbol: ALMTF) hat sich auf den Abbau und die Exploration von Wolfram konzentriert. Neben den produzierenden Wolframminen in Spanien und Portugal baut das Unternehmen derzeit in Südkorea die nächste Mine auf. Die Kanadier sind bereits einer der führenden Wolframproduzenten der Welt. Das Element Wolfram zeichnet sich dabei als eines mit der höchsten Schmelz- und Siedetemperatur unter den Metallen aus. Neben sehr guter Leitfähigkeit von Wärme und Strom, ist es vor allem Korrosionsbeständigkeit. Deswegen wird Wolfram in der Industrie nicht als Legierungsmetall zur Härtung von Stahl verwendet.

Wolfram findet daher in vielen industriellen Bereichen Anwendung, u.a. in der Schneid- und Bearbeitungstechnik von Metallen aber auch in der Rüstungsindustrie. Daher ist Wolfram in der Hightech Industrie nicht wegzudenken. Dennoch ist der Aktienkurs von Almonty Industries seit Mitte 2021 in einer Seitwärts- bzw. Korrekturphase nachdem sich der Aktienkurs zuvor innerhalb eines Jahres verdreifacht hatte. Doch der Aufbau der Sangdong Mine in Südkorea schreitet immer weiter voran und wird unter geopolitischen Gesichtspunkten immer wichtiger. Nach den Sanktionen gegen Russland droht die USA auch bereits Sanktionen gegen China an. Doch mehr als 80% des weltweit benötigten Wolfram kommen aus dem Reich der Mitte. Eine Abhängigkeit die Almonty Industries verringern wird. Mehr zum Unternehmen wird bei IIF am 19. Mai direkt vom CEO zu erfahren sein. Eine kostenfreie Anmeldung zu dem digitalen Investoren-Event ist noch hier möglich.

Rio Tinto Skandiumoxid-Produzent

Am vergangenen Freitag verkündete Rio Tinto Iron and Titanium (RTIT), dass die erste Charge von hoch reinem Skandiumoxid hergestellt werden konnte. Diese wurde in der Demonstrationsanlage Sorel-Tracy in Quebec hergestellt. Damit ist RTIT der erste nordamerikanische Produzent dieses kritischen Minerals, das oft in Brennstoffzellen und Aluminiumlegierungen verwendet wird. Als nächstes soll die Demonstrationsanlage auf eine Kapazität von drei Tonnen Skandiumoxid pro Jahr ausgebaut werden. Das würde ca. 20% des Weltmarktes entsprechen.

Skandiumoxid ist ein Abfallprodukt aus der Titandioxidproduktion und kann durch ein innovatives Verfahren relativ „einfach“ gewonnen werden. "Wir sind sehr stolz auf diese erste Produktion von Skandiumoxid. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung einer sicheren Versorgung mit Scandium und zeigt, dass wir in der Lage sind, das Risiko in der globalen Versorgungskette für dieses wichtige Mineral zu verringern", sagte Stéphane Leblanc, Geschäftsführer von Rio Tinto Iron and Titanium.

Barrick Gold liefert Sonderdividende

Das kanadische Unternehmen Barrick Gold (WKN: 870450 ISIN: CA0679011084 Ticker: ABR) mit Sitz in Toronto konnte als zweitgrößtes Goldbergbauunternehmen der Welt wieder abliefern. In Q1 2022 konnte Barrick 990.000 Unzen Gold produzieren zu Förderkosten AISC (All-In-Sustaining-Costs) von 1.164 USD je Unze. Planmäßig war dies weniger als in den Vorquartalen aber ab Q2 2022 soll die 1 Mio. Unzen Produktion im Quartal wieder überschritten werden. Auch die Kupferproduktion kann sich sehen lassen. 101 Millionen Pfund zu Förderkosten von 2,85 USD im Schnitt.

Der bereinigte Nettogewinn lag bei 463 Mio. USD bzw. 0,26 USD je Aktie. Damit steigt die Netto-Cash-Quote auf 743 Mio. USD. Mit diesem hohen Cashbestand wurde nun die Dividendenstufe 3 erreicht. Dies bedeutet, dass zur Quartalsdividende von 0,10 USD je Aktie eine Sonderdividende von weiteren 0,10 USD je Aktie ausgeschüttet werden. Auf das Gesamtjahr betrachtet bedeutet das eine Dividendenrendite von ca. 3,5%. Da das Unternehmen schuldenfrei ist und durch den hohen Goldpreis einen hohen Cashflow generiert, ist Barrick Gold nach wie vor für viele Investoren attraktiv.


Die Rohstoffversorgung der Welt wird unter den stetig zunehmenden geopolitischen Spannungen immer schwieriger. Damit sind Unternehmen gezwungen zu fast jedem Preis zu kaufen, damit ihre eigene Produktion weiter aufrecht erhalten werden kann. Daher lohnen Investments in diesem Marktsegment nicht nur aus preislicher Sicht, sondern auch unter dem Gesichtspunkt dass viele Rohstoffunternehmen hohen Cashflow erzielen und gleichzeitig im Vergleich zu vielen anderen Branchen deutlich unterbewertet sind.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Tailerstone Limited sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Tailerstone Limited ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Tailerstone Limited hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Tailerstone Limited sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Krieg um Rohstoffe - Manuka Resources, Porsche AG, Rio Tinto, Turquoise Hill Aktie

Krieg um Rohstoffe - Manuka Resources, Porsche AG, Rio Tinto, Turquoise Hill Aktie

Kommentar vom 04.11.2022 | 05:45

Seit Jahrhunderten geht es in den meisten Kriegen um die Vorherrschaft über Rohstoffe und die Sicherung von Einflussbereichen. Unter fadenscheinigen Begründungen des jeweiligen Propagandaapparates wird die Gegenpartei dämonisiert und als „das Böse“ und die eigene Seite heroisiert und als „das Gute“ dargestellt. Doch mit dem Wissen um die Rohstofflagerstätten eines jeden Landes kann der Kern eines Konfliktes meist schnell gefunden werden. Besser ist es daher, über die Börse an der Rohstoffproduktion beteiligt zu sein und diese friedlich auszubeuten, statt über Krieg seine Macht zu demonstrieren.

Zum Kommentar


Auf der Überholspur – Almonty Industries, BASF, Deutsche Bank Aktie

Auf der Überholspur – Almonty Industries, BASF, Deutsche Bank Aktie

Kommentar vom 01.11.2022 | 05:45

Während im Rohstoffland Brasilien der linke Ex-Präsident Lula da Silva das Rennen in der Präsidentschaftswahl knapp vor dem bisherigen Amtsinhaber Bolsonaro gewinnen konnte, sind die Börsen in den USA und Deutschland wieder in Feierlaune. Nur in China und HongKong geht es mit den Börsen und den dortigen Aktiengesellschaften in der breiten Masse weiter bergab, während andere Märkte gerade den Blinker links ansetzen und auf der Überholspur Gas geben.

Zum Kommentar


Übernahmefieber bei Lithium beginnt - Infinity Stone Ventures, Mercedes Benz, Rio Tinto Aktie

Übernahmefieber bei Lithium beginnt - Infinity Stone Ventures, Mercedes Benz, Rio Tinto Aktie

Kommentar vom 24.10.2022 | 05:45

Die Elektrifizierung der Automobilindustrie ist im vollen Gange und immer mehr Autobauern wird klar, dass sie sich bereits heute die Lithium Produktion von morgen sichern müssen, sofern sie in 5-10 Jahren überhaupt noch auf dem Markt der E-Mobilität eine Rolle spielen wollen. Das Angebotsdefizit ist über Jahre nicht zu schließen, die Preise von Lithium werden entsprechend hochhalten und der Kampf um die verbleibenden Lithiumprojekte dürfte nun in die nächste Phase gehen.

Zum Kommentar