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25.11.2024 | 05:45

Kursrücksetzer gekauft? Almonty Industries, Barrick Gold, Rio Tinto Aktie

  • Almonty Industries
  • Barrick Gold
  • Rio Tinto
  • Range Resources of Australia
Bildquelle: pixabay.com

Durch die über viele Jahre anhaltenden niedrigen Rohstoffpreise und nur temporären Kursausbrüche, die anschließend meist wieder abverkauft worden sind, wurde das Explorieren und Aufspüren neuer Rohstoffquellen lange vernachlässigt. Das rächt sich nun, denn viele Rohstoffproduzenten sehen sich sinkenden Produktionsraten gegenüber. Das sorgt für anziehende Rohstoffpreise, denn um die zukünftige Nachfrage bedienen zu können, müssen neue Minen aufgebaut werden. Und das ist ein Prozess, der viele Jahre in Anspruch nimmt, ehe Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen können. Daher sind kurzfristige Kursrücksetzer bei Rohstoffaktien eher als Kaufgelegenheit zu nutzen.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA0203981034 , CA0679011084 , AU0000305724 , AU000000ERA9


 

Almonty Industries im Rampenlicht

Südkoreas wichtigste Wolframressource rückt immer stärker in das Rampenlicht internationaler Investoren. Die südkoreanische Regierung hat den Standort der Sangdong-Wolfram-Mine im Landkreis Yeongwol als vorrangigen Investitionsstandort anerkannt und will weitere groß angelegte Investitionen aus dem Ausland anziehen. Diese Wolframmine ist eine der größten und hochgradigsten der Welt und wird derzeit vom kanadischen Wolframunternehmen Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker-Symbol: ALI) auf- und ausgebaut. Der Aufbau ist schon so weit fortgeschritten, dass zum Ende des ersten Quartals 2025 mit dem Beginn der Produktion gerechnet wird.

Nach Produktionsstart und den weiteren Ausbaustufen wird über 10 % des weltweiten Wolframbedarfs durch diese Mine gedeckt werden können. Um auch nachgelagerte Wirtschaftszweige in der Region anzusiedeln und die Wertschöpfungskette zu vertiefen, hat die Regierung in Seoul den Landkreis als Sonderwirtschaftszone eingestuft. Für Almonty Industries bedeutet dieser Beschluss eine Stärkung des eigenen Standortes, aber auch eine schnellere Entwicklung hin zu einer vertikal integrierten Produktionskette. Der Vorsitzende und CEO von Almonty Industries Lewis Black erklärte sich dazu wie folgt: „Der geplante Industriekomplex verstärkt die strategische Rolle der Sangdong-Mine als Teil von Südkoreas Plan, eine stabile Versorgung mit wichtigen Mineralien zu gewährleisten, die für ihre Industrien benötigt werden. Wir freuen uns daher sehr über das Engagement sowohl der nationalen als auch der lokalen Regierungen, unser Projekt der Sangdong-Mine mit einem hochmodernen Industriekomplex in der Region zu unterstützen.“

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Rio Tinto übernimmt ehemaliges Uranprojekt

Für 6,77 Mrd. USD übernimmt der Rohstoffgigant Rio Tinto (WKN: 852147 | ISIN: GB0007188757 | Ticker-Symbol: RIO1) den drittgrößten Lithiumproduzenten der Welt Arcadium Lithium (WKN: A3E13Q | ISIN: AU0000305724 | Ticker-Symbol: 7WO). Der australische Rohstoffkonzern ist langfristig davon überzeugt, dass die weltweite Lithiumnachfrage um jährlich 10 % wächst und das bis ins Jahr 2040 hinein.

Doch nicht nur im Lithiumsegment nutzt der Rohstoffriese die niedrigen Preise, um sich langfristig strategisch in Stellung zu bringen. Zuletzt machte das Unternehmen durch Zukäufe auch in anderen Sektoren, wie dem Aluminiumbereich, auf sich aufmerksam. In der vergangenen Woche machte das Unternehmen wieder Schlagzeilen, mit der Ankündigung Range Resources of Australia (WKN: 865906 | ISIN: AU000000ERA9 | Ticker-Symbol: EJ7) mit dem ehemaligen Uranprojekt Ranger für 500 Mio. USD zu übernehmen.

Interessant ist auch die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Palantir und dessen KI-Plattform Foundry um weitere vier Jahre. Die bisherige Zusammenarbeit im Bereich des Risikomanagements, der Anlagenverwaltung und der Lieferketten war so erfolgreich, dass eine weitere Zusammenarbeit für Rio Tinto sehr wichtig ist. Der Chief Commercial Officer von Rio Tinto, Herr Bold Bataar, sagte dazu: „Wir sehen großes Potenzial in der erweiterten Nutzung der KI-Plattform durch Rio Tinto, denn Foundry hat bereits einen erheblichen Einfluss auf unsere Arbeitsweise gehabt.“

Barrick Gold Kurskorrektur genutzt?

Der zweitgrößten Goldproduzenten der Welt Barrick Gold (WKN: 870450 | ISIN: CA0679011084 | Ticker-Symbol: ABR) gab an vergangenen Freitag bekannt, seine Mineralressourcenschätzung für das Fourmile-Projekt in Nevada aktualisiert zu haben. Nachdem das Unternehmen 25 zusätzliche Bohrungen vor Ort vorgenommen und fertiggestellt hat, war eine Aktualisierung der Annahmen zum südlichen Teil des Erzkörpers erforderlich.

Der Erzkörper grenzt unmittelbar an das Joint Venture von Nevada Gold, an dem Barrick Gold 61,5 % besitzt und die restlichen Anteile von Newmont gehalten werden. Die aktualisierte Ressourcenschätzung schlüsselt sich wie folgt auf: 1,4 Mio. Unzen Gold bei 11,76 g/t sowie daraus abgeleiteten 6,4 Mio. Unzen Gold bei 14,1 g/t. Dadurch verbesserte sich die Schätzung im Vergleich um 192 % und die daraus abgeleiteten Unzen Gold nahmen um 137 % zu.

Der bei Barrick Gold verantwortliche Manager für Ressourcen Herr Simon Bottoms äußerte sich zu den Ergebnissen wie gefolgt: „Um den potenziellen Wert zu veranschaulichen, den ein wirklich Weltklasse-Erzkörper wie Fourmile hat, haben wir eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung unter Verwendung konservativer Abbaumethoden und -kosten durchgeführt, die alle direkt aus dem aktuellen Goldrush-Minenplan stammen. Die Ergebnisse zeigen, dass die jährlichen operativen Cashflows, die sich aus dem Weltklasse-Projekt Fourmile ergeben, mehr als 70 % höher sein können. Für die nächste Phase planen wir in 2025 eine dreijährige Vormachbarkeitsstudie zu starten.“

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Fazit

In den letzten drei Wochen kamen die vorgestellten Aktien kurzzeitig unter Druck, doch dies nutzten die starken Händen, um weitere Zukäufe bei den Werten zu tätigen. Almonty notiert nur knapp unter dem bisherigen 2-Jahreshoch während die Aktie von Barrick Gold noch um 13 % ansteigen muss, um dieses zu erreichen. Noch sehr volatil zeigt sich die Aktie von Rio Tinto, schüttet aber als Entschädigung eine Dividende von knapp 7 % p. a. aus.

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