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28.10.2020 | 05:45

Kursrücksetzer zur Schnäppchenjagd nutzen – Intel, SolGold, Infineon

  • Intel
  • SolGold
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Bildquelle: pixabay.com

Eine wesentliche Konstante in der Welt ist der stetige Wandel. Was gestern noch in war, ist heute schon out. Doch genau diese Stetigkeit des Wandels liefert die Chancen fürs morgen, vorausgesetzt sie werden im heute bereits erkannt. Eine Chance fürs morgen dürfte spätestens seit dem LockDown im März 2020 erkannt worden sein und ist der Beschleuniger im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung. Die Vernetzung und der Ausbau der Digitalisierung führt zu steigenden Umsätzen in der Halbleiter- und Chipindustrie und gleichzeitig nimmt auch der Bedarf an den Rohstoffen zu, welche dafür von Nöten sind, unter anderem Kupfer. Nach 9 Jahren Abwärtstrend ist Kupfer bereits charttechnisch ausgebrochen, daher sind heute drei Unternehmen aus dem Bereich der Digitalisierung, Halbleiter und Kupferbranche im Fokus.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

SolGold – Gold, Silber, Kupfer – Was will man mehr?

Auf einem riesigen Gebiet mit Kupfer-, Gold- und Silbervorkommen ist SolGold (ISIN: GB00B0WD0R35, WKN: A0JDJ3, Symbol: S8F) in Ecuador aktiv. Insgesamt 75 Konzessionsgebiete innerhalb Ecuadors hat sich SolGold gesichert. Auf dem Hauptprojekt Alpala verfügt das britische Unternehmen über Ressourcen von 21,7 Millionen Unzen Gold, 92,2 Millionen Unzen Silber und 9,9 Millionen Tonnen Kupfer. Das ergibt einen NPV - Net Present Value laut Studie von über 4,4 Milliarden USD.
Wohlgemerkt: das ist nur ein Projekt! Auf 14 der 75 Konzessionsgebiete vermutet das Unternehmen ähnlich große Vorkommen. Dass diese Vermutung nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt das Blanca Projekt. Dort wurden im Bohrloch BDH-20-003 insgesamt 6,8 g/t Gold nachgewiesen. Damit steht eigentlich jetzt schon fest, dass SolGold in den nächsten 10 Jahren das Potential hat, zu einem der Top-10 Rohstoffproduzenten der Welt aufzusteigen.
Ob die Investoren von SolGold, allen voran die BHP Group (WKN: A2N9WV ISIN: GB00BH0P3Z91 Ticker: BIL) oder Franco-Nevada (WKN: A0M8PX ISIN: CA3518581051 Ticker: 3FO) es aber so weit kommen lassen oder das Unternehmen vorher komplett übernehmen, wird sich zeigen. Mit SolGold spielt ein Investor jedenfalls nicht nur die Digitalisierungs- und E-Mobilitätskarte, sondern besitzt gleichzeitig auch noch die beiden Joker Gold und Silber, denn die Flucht in Edelmetalle ist im vollen Gange.

Infineon – Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert!

Die weltweite Chipnachfrage bleibt hoch und damit auch der Umsatz bei den weltweiten Chipherstellern. Grundsätzlich gilt für die nächsten Jahre:
Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert!
Gerade die Automobilindustrie wird immer digitaler und vernetzter. Sei es beim Standard-Benziner oder -Diesel, ob mit Wasserstoff-Antrieb oder auch beim E-Auto. Überall im Auto sind Chips und Halbleiter verbaut. Zur Erklärung: Halbleiter sind die Träger der Elektronik im Auto und maßgeblich für den Datenaustausch, den Datentransfer und damit für die technologische Innovation. Allein im aktuellen Golf VIII Modell von Volkswagen sind über 50 Steuergeräte mit teilweise über 60 Halbleitern bestückt. Damit befinden sich allein in jedem einzelnen Golf VIII bereits über 3.000 Halbleiter – wohlgemerkt je Auto.
Davon profitiert besonders der deutsche Halbleiterhersteller Infineon (WKN: 623100 ISIN: DE0006231004 Ticker: IFX), der knapp 40 Prozent des gesamten Umsatzes im letzten Jahr im Automotive-Bereich erwirtschaftete.
Auch wenn sich der Automotivbereich durch Corona schlechter entwickelt hat als erwartet, erholte sich der Sektor in den letzten Monaten deutlich.
Genaueres zur aktuellen Lage des Halbleiterkonzerns werden die Anleger aber erst zum 9. November 2020 erfahren, denn dann kommen die Quartalszahlen zum dritten Quartal 2020.

Schnäppchenjagd eröffnet? Chip-Riese Intel

Der Chip-Riese Intel (WKN: 855681 ISIN: US4581401001 Ticker: INL) legte letzte Woche die Ergebnisse zum dritten Quartal 2020 vor. Zwar erreichte Intel den erwarteten Umsatz und Gewinn im Rahmen der Analystenschätzungen, enttäuschte die Anleger aber gerade bei den wichtigen zukunftsträchtigen Sparten. Mit einem Umsatz von USD 18,3 Milliarden Euro und einem Gewinn von USD 4,3 Milliarden fiel die Umsatzrendite mit 23,3% gut aus, betrug aber im Vorjahr noch 31,2%.
Es scheint, als ob die Konkurrenz wie AMD & Co. den Margen von Intel recht deutlich zu setzt, denn nichts anderes sagen die obigen Zahlen aus. Nachdem aber auch die Prognosen für das vierte Quartal 2020 auf USD 17,4 Milliarden gesenkt worden sind, dürfte die Aktie erstmal weiter unter Druck geraten, bis die Börse wieder den Blickt auf die Zukunft legt. Doch bis dahin dürfte sich die Chance für Schnäppchenjäger ergeben, um die Aktie günstig einzusammeln, denn die Produktlinie für die nächsten Jahre füllt sich bei Intel beständig.

Fazit

Die Digitalisierung ist im vollen Lauf und an die Halbleiter- und Chiphersteller kommt kein gut sortiertes Portfolio vorbei, genauso wenig an dem Basisgrundstoff Kupfer, welcher ebenfalls in der digitalisierten Welt nicht mehr wegzudenken ist und gerade sein Revival erlebt. Wer also von diesem Trend langfristig profitieren will, der kann sich zwischen dem deutschen, US-amerikanischen und kanadischen Unternehmen entscheiden oder kauft gleich alle drei Unternehmen ins Depot.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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