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06.03.2026 | 05:45

Milliardenverluste und Alternativen! Jenoptik, dynaCERT, Schaeffler

  • dynaCERT
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Bildquelle: pixabay.com

Tief in die roten Zahlen ist der Autokonzern Stellantis gerutscht. Im zweiten Halbjahr 2025 stand unterm Strich ein Verlust beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 1,38 Mrd. EUR in den Büchern. Doch während die Automobilbranche im Allgemeinen in einer Umbruchphase steckt, waren die Verluste bei der Deutschen Bundesbank viel deutlicher. Diese verbuchte im Gesamtjahr 2025 mit einem Minus von 8,6 Mrd. den zweithöchsten Verlust seit 1979. Nur das Vorjahr 2024 war mit 19,2 Mrd. Fehlbetrag mehr als doppelt so hoch. Damit operiert die Bundesbank mit einem negativen Eigenkapital von aktuell 27,8 Mrd. EUR, was in der regulären Marktwirtschaft eine klare Insolvenzverschleppung wäre. Besser sieht es dagegen bei diesen Unternehmen aus:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA26780A1084 , DE000A2NB601


 

dynaCERT Inc. profitiert von steigenden Dieselpreisen

Das kanadische Cleantech-Unternehmen dynaCERT Inc. (WKN: A1KBAV | ISIN: CA26780A1084 | Ticker: DMJ) hat sich mit seinen patentierten Technologien auf die Reduzierung von CO2-Emissionen spezialisiert. Besonders der Fokus auf die verbesserte Verbrennung von Diesel unter Zugabe von Wasserstoff verringert nicht nur den Dieselverbrauch und reduziert die Emission von CO2 und Stickoxiden, sondern emittiert gleichzeitig auch CO2-Zertifikate.

Anfang Februar 2026 verkündete das Unternehmen seine strategischen Schwerpunkte und Umsetzungsprioritäten für die kommenden Quartale und will verstärkt seine HydraGEN-Technologie in den folgenden Branchen vermarkten. Zum einen bei den Zugmaschinen von Schwerlasttransporten, wie auch bei Spezialmaschinen des Bauwesens und des Bergbaus. Zum anderen soll auch die Öl- und Gasindustrie sowie die stationäre Stromerzeugung durch Dieselaggregate als Absatzmärkte aktiviert werden. Hier sind die Unternehmen am ehesten vom Kostendruck durch steigende Dieselpreise betroffen, die durch den Iran-Krieg nochmals an Anstiegsdynamik zugelegt haben.

Entsprechend will dynaCERT Inc. verstärkt den Fokus auf einzelne Branchen, wie auch auf bestimmte Regionen legen, um seine Vertriebskraft zu bündeln und so mehr Auftragseingänge zu generieren. Dabei sollen auch die Ablaufprozesse von der ersten Produktvorstellung über den Verkauf bis hin zur Implementierung der Technologie in dem jeweiligen Unternehmensablauf weiter optimiert werden.

Jenoptik steigt auf

Nach dem Umsatz- und Gewinnrückgang des ASML Zulieferers Jenoptik (WKN: A2NB60 | ISIN: DE000A2NB601 | Ticker-Symbol: JEN) im vergangenen Jahr soll der Umsatz und die Marge in 2026 wieder anziehen. Die massiven Investitionen der Großunternehmen in Rechenzentren wirken sich dabei grundsätzlich positiv aus für die Halbleiterindustrie. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Stefan Traeger ist der Meinung, dass sich das Unternehmen bei den schwierigen Marktgegebenheiten des Jahres 2025 gut behauptet hat, denn nach wie vor wird profitabel gearbeitet, wenngleich das operative Ergebnis um 13 % auf 192 Mio. EUR abnahm.

Doch die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen greifen in diesem Jahr weiter durch und die Reduzierung der Nettoverschuldung wirkt sich ebenfalls positiv auf die Bilanzstärke des Unternehmens aus. Einen ausführlichen Bericht zu den Kennzahlen des abgelaufenen Quartals und des Jahres 2025 will das Unternehmen am 25.03.2026 vorlegen. Da sich der Aktienkurs des Technologiekonzerns in den letzten 12 Monaten bereits gut entwickelt hat, rückt das Unternehmen bereits zwei Tage vor dem Jahresbericht in den MDAX und löst damit das ebenfalls in Jena ansässige Unternehmen Carl Zeiss Meditec ab, welches in den SDAX absteigt.

Schaeffler Aktie bricht ein

Die Aktie des Industrie- und Autozulieferers Schaeffler (WKN: ENAG99 | ISIN: DE000ENAG999 | Ticker-Symbol: EOAN) ist nach einem enttäuschenden Geschäftsausblick am Dienstag deutlich unter die Räder gekommen und förmlich eingebrochen. Um über 20 % ging es von der vorherigen Zweistelligkeit bis zum gestrigen Börsenschluss auf 7,80 EUR zurück. Damit kostet die Aktie wieder so viel wie zuletzt Ende Dezember 2025 und die komplette Aufwärtsbewegung des Januars ist damit bereits korrigiert.

Das Zuliefergeschäft mit der E-Mobilität schwächelt weiter und die sich möglicherweise anbahnende Energiekrise durch den Iran-Krieg wird die Kostenseite in der Produktion weiter belasten. Dennoch sieht der Analyst Ross MacDonald von der Citigroup die aktuellen Kursrücksetzer als Kaufchance, denn die Wachstumsperspektive im Bereich der humanoiden Roboter bleibt intakt. Kaufunterstützung dürfte die Aktie auch ab dem 09.03.2026 durch den Aufstieg in den MDAX bekommen, wenn der Konzern den Absteiger Deutsche Wohnen im Index ersetzt.

Fazit

Die Kursrücksetzer der letzten Tage bei vielen Aktien sehen die Analysten oftmals als Kaufgelegenheit. So auch bei der Aktie von Schaeffler. Keine Schwäche zeigt zuletzt der Wert von Jenoptik, der weiterhin nahe des Jahreshochs von 29,84 EUR notiert. Erholen vom bisherigen Jahrestief bei 0,04 EUR konnte sich die Aktie von dynaCERT Inc., die zuletzt wieder um über 50 % auf 0,06 EUR ansteigen konnte.



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