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25.01.2023 | 05:45

Momentum nutzen - Defense Metals, Nikola, Rock Tech Lithium

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Bildquelle: pixabay.com

Um den Aktionären in Deutschland bilanziellen Sand in die Augen zu werfen, steigern die Konzernchefs ihre Kennzahlen in der Bilanz, die das Wachstum nachweisen sollen, durch einen einfachen Trick. Sie setzen bei den Geschäfts- und Firmenwerten aus Firmenübernahmen, dem sogenannten Goodwill, erhöhte Werte an. Doch diesen schön aussehenden Kennzahlen steht kein materieller Gegenwert gegenüber. Bei insgesamt 32 der 40 DAX-Konzernen erhöhte sich aber innerhalb eines Jahres die „Goodwill“ Ausweisung um 10 %. Insgesamt werden bei den Dax40 Werten insgesamt 353 Milliarden EUR ausgewiesen. Das erhöht das negative Überraschungspotential durch erhöhte Abschreibungen in der Zukunft. Daher sollten sich ggf. andere Werte angeschaut werden, wo das positive Überraschungspotential überwiegt.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , NIKOLA CORP. | US6541101050 , ROCK TECH LITHIUM | CA77273P2017


 

Mehr als erwartet - Defense Metals

Der Mangel an seltenen und kritischen Metallen hat die westliche Welt in ein enormes Abhängigkeitsverhältnis mit dem Reich der Mitte gebracht. Doch immer mehr Politiker in der westlichen Welt vor dieser Abhängigkeit mit China. Gerade die selbstaufgeladenen Sanktionspakete des Westens gegen Russland zeigen, wie verwundbar Westeuropa und Nordamerika sind. Dies soll nicht auch noch bei einem drohenden Konflikt zwischen China und Taiwan drohen, wenn auch hier wieder Sanktionspakete durch die Staaten der EU und den USA erlassen werden könnten. Daher fördern viele Staaten, allen voran die USA und Kanada Unternehmen, die sich dem Aufsuchen neuer Lagerstätten von seltenen Erden widmen.

Eines dieser Unternehmen, welches in Kanada Seltene Erden sucht und auch schon gefunden hat, ist der Explorer Defense Metals (WKN: A2PBZ4 ISIN: CA2446331035 Ticker: 35D). In der letzten Woche konnte das Unternehmen am 17.01.2023 verkünden, dass die nächsten Ergebnisse aus acht Kernbohrungen über eine Länge von 2.104 Metern labortechnisch ausgewertet worden sind. Diese wurden in 2022 auf der Seltenen Erden Lagerstätte Wicheeda niedergebracht. Auf einer Länge von 30 Metern konnte 3,77 % Seltenerdoxidgehalt (TREO) ab der Oberfläche und weitere 59 Meter mit 2,52 % TREO in mittlere Bohrlochtiefe des Bohrloches 74 nachgewiesen werden. Im Bohrloch 71 waren es 2,83 % TREO über die doppelte Länge von 66 Metern ab Oberfläche. Bohrloch 76 wurde im nördlichen Randbereich der Lagerstätte Wicheeda niedergebracht und konnten immerhin über 151 Metern noch mit einem TREO-Gehalt von 0,64 % aufwarten.

Rock Tech Lithium – Erster Lithium-Konverter

Rock Tech Lithium (WKN: A1XF0V ISIN: CA77273P2017 Ticker-Symbol: RJIB) erhält die vorzeitige behördliche Genehmigung für den Beginn des Baus seines Lithium Konverters. Das im brandenburgischen Guben ansässige Unternehmen wird in den nächsten Wochen mit den ersten größeren Arbeiten vor Ort am sogenannten „Guben Konverter“ beginnen. Bei diesem strategischen Rohstoffprojekt soll auf 2025 ungefähr 24.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumhydroxid in Brandenburg produziert werden. Für das planmäßig 683 Mio. USD teure Projekt, das auf dem eigenen Grundstück des Unternehmens in Guben aufgebaut werden soll, hatte das zuständige Landesamt für Umwelt die Zulassung für den ersten Bauabschnitt früher als erwartet genehmigt. Die Anträge zur Teilgenehmigung wurden seinerzeit im Februar 2022 eingereicht und da es keine genehmigungsrechtliche und öffentliche Einwände gab, konnte das Umweltamt grünes Licht für den Baustart geben.

Klaus Schmitz, Chief Operating Officer von Rock Tech, kommentierte den Vorgang wie folgt: "Unser Konverter wird einer der ersten seiner Art in Europa sein. Die Produktion von unserem batteriefähignm Lithiumhydroxid wird ein wesentlicher Teil der Rohstofflieferketten für Batteriemetalle in Europa sein - auch deshalb ist der positive Bescheid der Behörde ein wichtiger Schritt dahin und sendet ein wichtiges Signal in den Markt.“ Den Baugenehmigungsantrag für den zweiten und finalen Abschnitt hat Rock Tech Lithium im November 2022 eingereicht und wenn die Behörden genauso schnell arbeiten wie zuletzt, könnte die Genehmigung im dritten Quartal 2023 erfolgen.

Nikola soll 100 LKW liefern

Eine neue Absichtserklärung zum Kauf von LKW mit Brennstoffzellentechnologie hat das US-amerikanische Unternehmen Nikola (WKN: A2P4A9 ISIN: US6541101050 Ticker-Symbol: 8NI) erhalten. Der deutsche erneuerbare Energieversorger GP Joule beabsichtigt den Kauf von 100 Nikola Tre Fahrzeugen, die mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb (FCEV) ausgestattet sind. Wenn diese Absichtserklärung auch in einem verbindlichen Kaufvertrag münden, sollen die ersten 30 Sattelzugmaschine im kommenden Jahr 2024 bezogen werden. Der verbleibenden 70 LKW sollen dann in 2025 an GP Joule ausgeliefert werden. Auch die Vermarktung von weiteren Fahrzeugen in den folgenden Jahren ab 2026 stehen bereits im Raum und könnten dann an Kunden in Europa weiterverkauft werden.

Die Versorgung der LKW mit „grünen“ Wasserstoff könnte über Wasserstoff-Tankstellen von GP Joule sichergestellt werden. Die LKW würden zudem am Standort in Ulm gefertigt werden, den Nikola zusammen mit dem Partner IVECO betreibt. Der GP Joule Hydrogen Geschäftsführer Andre Steinau sagte zu dieser bevorstehenden Bestellung: „100 Prozent erneuerbare Energie für alle, das ist unser Antrieb. Gemeinsam mit Nikola und IVECO bieten wir unseren Kunden alle Komponenten für den klimaneutralen Schwerlastverkehr aus einer Hand: von der Produktion und dem Einkauf des grünen Wasserstoffs über die Wasserstofftankstellen bis hin zu den bedarfsgerechten Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen und dem Service. Das ist der einfache Einstieg in den lokal emissionsfreien Straßengüterverkehr.“ Auch charttechnisch bessert sich die Lage bei der Nikola Aktie immer weiter auf und die Aktie konnte zuletzt auch wieder ein höheres Hoch ausbilden. Damit könnte die Trendwende eingeläutet und die Bodenbildungsphase bereits abgeschlossen sein. Nächstes Ziel wäre das Hoch von November 2022 bei 3,97 USD bzw. 3,96 EUR je Aktie.


Die Trendwende bei Nikola schein eingeläutet zu sein und lockt risikobereite Anleger in den Markt, die auf einen kurzfristigen Ausbruch der Aktie setzen. Schwung hat auch die Aktie von Defense Metals aufgenommen und ein neues 12 Monatshoch liegt mit nur noch 14 % Entfernung in greifbarer Nähe. Mit der ersten Baugenehmigung bei Rock Tech Lithium könnte auch hier neues Momentum in die Aktie kommen und für höhere Kurse sorgen.


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