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12.04.2021 | 05:45

Neues Wachstumspotential? – Allianz, Marble Financial, Deutsche Bank

  • Deutsche Bank
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Bildquelle: pixabay.com

Die Bankenwelt ist im Wandel und neue Finanzinstitute graben mit ihren digitalen Geschäftsmodellen den bestehenden Unternehmen die Kunden ab. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Kundenverhalten noch stärker Richtung Onlinegeschäft verändert. Ungefähr 60 Prozent aller privaten Bankkunden bevorzugten Ende 2020 bereits das Internet-Banking, welches somit um über 22 Prozent zu 2019 angestiegen ist. Mobile Banking Apps nutzen bereits über 55 Prozent der Kunden und wer dort als Anbieter nicht zu finden ist, der hat den Kampf um die Bestandskunden fast verloren.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Deutsche Bank – umgedrehte SKS Formation?

Die Deutsche Bank Aktie (WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Ticker: DKB) könnte seit Anfang 2019 eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter Formation ausgebildet haben. Sollte sich diese nachhaltig bestätigen, wäre charttechnisch die zweijährige Bodenbildungsformation abgeschlossen. Positiv ist bisher das Überschreiten des Februar Hochs aus 2020 von 10,37 Euro. Die derzeitige Widerstandszone und gleichzeitig das Hoch aus Juli 2018 befindet sich bei 11,28 Euro.

Diese wurde zwar zum 08. März 2021 schon einmal angelaufen, aber mit einem Hoch bei 11,25 Euro um 0,03 Euro verfehlt. Wichtige charttechnische Marke ist zudem die 11,41 Euro. Ein Kursschluss auf Wochenbasis darüber, schaltet weiteres Kurspotential bis 13,85 Euro frei. Aktuell sollte bei einem Kurs von 10,34 Euro zum 12.04.2021 von einem Einstieg abgesehen werden, bis die vorgenannte Marke von 11,28 Euro nachhaltig überwunden worden ist.

KI-System integriert – Marble Financial

Das junge kanadische Unternehmen Marble Financial hat angefangen, den Kreditmarkt in Kanada zu verändern. Seit 2016 hat sich der kanadische Nischenanbieter mit seiner KI-gesteuerten Finanzplattform MyMarble eine eigene Kreditplattform aufgebaut. Ziel ist es, dass jeder Kanadier, ob Verbraucher oder Unternehmer, einen Kredit erhalten kann, selbst wenn dieser kein Bankkonto mehr besitzen sollte. Durch Überschuldung oder bei Insolvenz kommt es oft vor, dass die Betroffenen kein Bankkonto mehr erhalten und damit weitestgehend vom Kapital-/Kreditmarkt ausgeschlossen sind. Um diese Kundenklientel wieder in das Bankensystem zu integrieren, hat Marble Financial ein KI-gesteuertes Produktabgleichsystem selbst entwickelt.

Um die Datenbasis zu erweitern, wurde letzte Woche mit dem Kreditanbieter Mortgage Approval Help (MAH) eine Kooperation unterzeichnet. Zusammen wollen beide Unternehmen den Verbrauchern und/oder Unternehmern bessere Kreditkonditionen ermöglichen und damit mehr Umsatz generieren. Eine Win-Win-Win Situation für alle Beteiligten. Da die Aktie derzeit bei 0,235 CAD (0,155 Euro) notiert, die letzte Finanzierungsrunde aber bei 0,30 CAD abgeschlossen worden ist, kann die Aktie derzeit zu einem Abschlag von 20% über die Börse gekauft werden. Kurse unter 0,30 CAD sind daher für langfristig orientierte Anleger als Zukauf zu werten, da das Unternehmen beständig neue Kooperationen für neues Wachstum eingeht und damit sukzessive die Umsätze steigen werden.

Allianz – Massiver Widerstand voraus

Seit dem März Tief aus 2020 bei 134,75 Euro kletterte die Aktie der Allianz (WKN: 840400 ISIN: DE0008404005 Ticker: ALV) beständig gen Norden und notiert zum heutigen Montag, den 12. April 2021 bereits bei 218,75 Euro. Ein Anstieg von 62 Prozent in 13 Monaten. Zusätzlich erhalten die Aktionäre kontinuierlich eine Dividende, die zum heutigen Kurs bei 4,39 Prozent p.a. notiert. Doch nun langsam sollte die Luft dünner werden, denn im Bereich von 222 Euro bis 227 Euro je Aktie liegt ein massiver Widerstandsbereich.

In der dortigen Zone befindet sich die Linie vom fallenden Abwärtstrend, die sich aus den Hochs von 2000 und 2020 gebildet hat. Erst ein Ausbruch oberhalb der 227 Euro gibt Entwarnung und ein Kurs oberhalb von 232,60 Euro nimmt das Hoch aus 2020 aus dem Markt. Aktionäre sollten nun also vorsichtig werden und den Markt genau beobachten. Von einem Neueinstieg in die Aktie wird bis zum Erreichen der 232,60 Euro Marke abgeraten.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Um „Neues“ zu gestalten und zu erschaffen, muss „Altes“ weichen. Dafür müssen die Mutigen aber auch den nötigen Willen und die Kraft mitbringen, um den Wandel einzuleiten.
Nirgendwo sonst als an der Börse kann jeder hautnah mitbekommen, wie schnell der Wandel in den unterschiedlichsten Branchen von Statten geht. Gerade die Digitalisierung und die Onlinewelt wirbelt alle Branchen durcheinander und stellt Geschäftsmodelle grundlegend in Frage. Daher ein Schnellcheck der Unternehmen Allianz, wallstreet:online und Tencent.

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Die Bankenwelt hat sich in den letzten dreizehn Jahren stark verändert. Mit der Finanzkrise 2007 bis 2009 und den ersten Rettungspaketen fing es an und seitdem beschleunigt sich die Transformation immer schneller. Bankgeschäfte am Schalter sind den Onlinetransaktionen gewichen, viele Filialen sind bereits geschlossen und der Filialabbau wird auch in den nächsten Jahren noch weitergehen. Wer unter den Banken den Anschluss zum Onlineabschluss verschlafen hat, der wird vom Markt gedrängt und Wettbewerber übernehmen die Marktanteile.

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„Was nicht digital ist, ist nichts wert!“ So kurz und knapp könnte überspitzt ausgedrückt die derzeitige Börsenbewertung vieler Unternehmen zusammengefasst werden. Während Elon Musk mit Tesla ein Innovationsunternehmen mit einer aktuellen Börsenbewertung von über 800 Milliarden USD geschaffen hat, werden direkte Wettbewerber von Tesla nur für einen Bruchteil der Bewertung gehandelt. Und dass, obwohl Unternehmen wie VW, BMW, Toyota, Daimler & Co. mehr Umsatz, mehr Gewinn und mehr Substanz ausweisen. Jedes Unternehmen, das sich daher immer noch nicht dem Digitalisierungs- und Automatisierungsdruck gestellt hat, wird vom Markt oder zumindest in der Versenkung verschwinden. Der verbleibende Kuchen wird dann entsprechend unter den verbleibenden Marktakteuren aufgeteilt. Daraus ergeben sich interessante Opportunitäten für Investoren.

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